Barcelona World Race: Absage der Um-die-Welt-Regatta – Katalanen drehen Geldhahn zu

Wegen Puigdemont

Die vierte Auflage des Barcelona World Race für 2018-19 ist abgesagt, bei der Stanjek und Riechers mitmachen wollten. Sport als Opfer der angespannten politischen Lage in Spanien.

“Die politische Instabilität hat es schwierig gemacht, der Veranstaltung den Standard zu bieten, den sie verdient”, so begründet der Veranstalter FNOB – Barcelonas einflussreiche Hochsee-Vereinigung – die Absage des Barcelona World Races in einer Pressemitteilung. Die vierte Auflage der Regatta werde auf 2022-23 verschoben.

IMOCA

Die IMOCA-Klasse der 60 Fußer in Aktion. © IMOCA

Der Start des Rennens war erst für den 12. Januar 2019 vorgesehen. Deshalb erscheint die Absage etwas verfrüht. Aber die Organisatoren erklären, dass sie nicht die Geld-Unterstützung privater Sponsoren erhalten werden, auf der das Barcelona Word Race bisher basierte.

“Das vergangene Jahr und der Ablauf der Ereignisse hat verhindert, das FNOB einen zuverlässigen Prozess im Umgang mit potenziellen Sponsoren sicherstellen konnte”, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Entscheidung sei besonders schwierig gewesen, weil das neue Format mit einem Stopp in Sydney ein besonderes neues Interesse unter den IMOCA Teams entfacht habe. Unter anderem wollten Jörg Riechers und Robert Stanjek starten.

Die IMOCA-Klasse reagiert mit Enttäuschung auf die Absage. Acht Teams hätten bereits ihre Teilnahme avisiert und weitere hatten Interesse. Um diese Initiativen nicht zu enttäuschen, werde nun über Alternativen nachgedacht. Möglicherweise werde ein neues internationales Hochseerennen kreiert.

Barcelona World Race

Bernhard Stamm (l.) und Jean Le Cam. Siegerpose mit Fackeln beim Barcelona World Race 2015 © BWR

Die Klassenvereinigung erklärt die Hintergründe: Stadt Barcelona habe die Regatta im Umfeld der angespannten politischen Situation in Spanien nicht länger als Titel-Partner finanzieren wollen. Danach seien dann auch die privaten Unterstützer ausgestiegen. Das FNOB habe keine andere Chance gehabt, als die Regatta zu streichen.

“Das ist ein massiver Rückschlag für die Klasse, da wir seit zehn Jahren hart daran arbeiten, dieses Rennen weiterzuentwickeln. Die Enttäuschung ist umso größer, weil diese vierte Auflage sehr vielversprechend war. Der Stop in Sydney mit der Möglichkeit, ein Mitglied der Zweihand-Teams auszutauschen schien von den Teams begrüßt zu werden und half bei der Internationalisierung der Regatta. Es wurde als große Möglichkeit empfunden, siech auf die Vendée Globe 2020 vorzubereiten.”

Nun denke die Klasse über einen Plan B nach. Es gebe Bestrebungen ein alternatives Rennen in den Regatta-Kalender aufzunehmen. Dafür sei das Timing kritisch. Es müsse die Lücke geschlossen werden zwischen der  Route du Rhum 2018 und der Transat Jacques Vabre 2019.

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Carsten Kemmling

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