Barcelona World Race: Boris Herrmann 55 Meilen vor “Mirabaud”. Weitere Stopps geplant.

"Neutrogena" gibt Vollgas

Boris Herrmann und Ryan Breymaier haben beim Barcelona World Race in kürzester Zeit einen 55 Meilen Vorsprung auf die „Mirabaud“ herausgesegelt. Die etwas nördlichere Kurswahl gegenüber den direkten Gegnern zahlt sich aus.

"Neutrogena" gibt Vollgas. © FNOB

„Neutrogena“ war in den vergangenen 24 Stunden wieder das schnellste Schiff im Feld und segelte Höchstgeschwindigkeiten bis zu 27 Knoten. „Der Wind ist böig um die 30 Knoten, aber das Surfen macht Spaß“, sagt Boris Herrmann.

Dominique Wavre kommentiert seine spätere Halse, die zum Rückstand auf „Neutrogena“ führte wie folgt: „Wir hatten ein kleines Problem mit dem Autopiloten und mussten etwas abstoppen, um es zu reparieren, aber nun ist es wieder Okay. Aber sie machen wirklich sehr wenige Fehler und segeln sehr, sehr gut.“

Die Situation am 18.2. "Virbac" liegt noch im Hafen, startet aber bald wieder klar vor "Mapfre". "Groupe Bel" ist an "Estrella Damm" vorbei, die vielleicht beide zusammen in Wellington stoppen. "Hugo Boss" scheint bei Tasmanien zu parken, versucht aber nur einer Flaute auszweichen.

Unterdessen erholen sich Loick Peyron und Jean Pierre Dick so weit es geht in Wellington. Sie befinden sie kurz vor dem Neustart und werden wohl weiterhin einen beruhigenden Vorsprung mit auf den Weg nehmen. Denn die Gegner auf „Mapfre“ sind in den vergangenen beiden Tagen bei leichten Gegenwinden nicht sehr zügig vorangekommen.

Außerdem halten sich auch die Spanier einen Boxenstopp in Wellington offen. Ihre Überlegungen dürften damit zu tun haben, ob sie sich noch ernsthafte Chancen ausrechnen, tatsächlich die bisher überlegene „Virbac“ anzugreifen. Oder ob sie mit einem rundüberholten Boot lieber den zweiten Platz sichern.

Loick Peyron gibt einem Shore-Team-Mitglied Anweisungen für Reparaturen. © FNOB

Die Franzosen auf „Groupe Bel“, die gestern an „Estrella Damm“ vorbei rauschten haben schon angekündigt, dass sie ihre kaputten Spinnaker in Wellington flicken lassen müssen. Und Meldungen aus dem Hauptquartier legen nahe, dass auch „Estrella“ mit einem Halt in der Boxengasse spekuliert. Das könnte allerdings auch nur eine taktische Finesse sein, um „Mapfre“ zu einem Stopp zu bewegen.

Auch „Hugo Boss“ hat große technische Probleme. Andy Meiklejohn und Wouter Verbraak können schon seit einiger Zeit nicht mehr die gesamte Fläche des Großsegels setzen. Schon am 28 Januar soll ein halber Meter der Groß-Schiene vom Mast abgerissen sein. Das Team hofft noch, die Reparatur ohne einen Stopp erledigen zu können. Allerdings spricht dagegen, dass sich das Shore-Team inklusive Alex Thomson auf dem Weg nach Neuseeland befinden soll.

Endlich trockene Klamotten... © FNOB

Der Rückstand der aufholenden „Hugo Boss“ ist in Bezug zur „Neutrogena“ in kürzester Zeit um über 100 Meilen wieder auf mehr als 300 Meilen angewachsen. Das schwarzweiße Schiff musste ein Hochdruckgebiet umfahren und ist dabei nah an die Küste von Tasmanien gesegelt.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Barcelona World Race: Boris Herrmann 55 Meilen vor “Mirabaud”. Weitere Stopps geplant.“

  1. avatar Christian sagt:

    je älter das Rennen wird, desto mehr wette ich auf Mapfre als Gesamtsieger. Meine Sympathien gelten allen Teams zu ziemlich gleichen Anteilen, aber Xabi und Iker sind einen Tick kämpferischer als die anderen. Wer die beiden in der Vergangenheit unterschätzt hat, durfte sich meist hinter ihnen auf der Ergebnisliste finden… egal, wo und wann und in welcher Bootsklasse.

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