Barcelona World Race: Zwei Gegner stoppen. Boris Herrmann rückt bald auf Platz vier vor

Des einen Leid...

"Groupe Bel" läuft unter Motor in Wellington ein. © FNOB

Die drittplatzierte „Estrella Damm“ muss überraschend ebenfalls einen Reparatur-Stopp in Wellington einlegen. Sie ist gleichzeitig mit „Groupe Bel“ in Neuseeland an Land gegangen und nimmt einen 48-Stunden-Halt in Kauf.

Da „Neutrogena“ den Rückstand auf das Duo in den vergangenen Tagen auf 240 Meilen reduzieren konnte, dürften Boris Herrmann und Ryan Breymaier nach zwei Tagen auf Rang vier vorrücken. Auch Platz drei ist möglich sofern auch „Renault“ der Verlockung des Hafens erliegt.

Die kaputten Vorsegel werden von der "Groupe Bel" gehievt und schnellstens zum Segelmacher gebracht. © FNOB

Während die Franzosen auf „Groupe Bel“ schon vor einer Woche erklärt hatten, dass sie in Neuseeland ihre beiden zerstörten Gennaker flicken lassen müssen, ist für „Estrella Damm“ die Notwendigkeit für den Stopp offenbar erst kurzfristig zu Tage getreten.

Alex Pella erklärt, dass kurz vor der Cook Strait das Haupt-Vorstag gebrochen ist. „Der Mast ist nur oben geblieben, weil er noch von dem Stagsegel und dem Code Zero-Stag gehalten wird.“ Dabei sei auch die Trommel der Rollanlage für das Solent-Segel in zwei Stücke gebrochen.

Überraschend muss auch "Estrella Damm" einen Not-Stopp einlegen, nachdem das Vorstag gebrochen ist. © FNOB

Die Spanier kreuzten bei 18 Knoten Wind mit einem Speed von 10 Knoten, als das Unglück passierte. „Der Schaden ist mit Bordmitteln nicht zu beheben. Wir müssen nach Wellington, um danach weitersegeln zu können. Es ist eine große Enttäuschung.“

Beide Open60-Yachten in Wellington eingetroffen. „Estrella Damm“ stoppte genau 26 Minuten vor „Groupe Bel“. Die Yachten, die sich in den vergangenen Tagen ein intensives Duell lieferten, liefen gemeinsam in den Hafen ein.

Die Karte vom 20.2. "Estrella Damm" und "Groupe Bel" haben schon in Wellington angelegt. "Neutrogena" nähert sich mit einem Vorsprung von 112 Meilen auf "Mirabaud" der Schlüsselstelle.

Währenddessen freut sich Boris Herrmann in einem Blog-Eintrag nach einem Monat endlich wieder Land zu sehen. „Meine Fantasie zu Neuseeland nährt sich auch aus den Erinnerungen meines letzten Aufenthaltes dort, während des Etappenstopps meiner letzten Weltregatta, dem Portimao Global Ocean Race, gemeinsam mit dem Hamburger Felix Oehme auf “Beluga Racer”. Doch die Südinsel habe ich damals nicht bereist – und besonders die inspiriert nun meine Fantasie.“

Die Stimmung ist gut. Kein Wunder. Kaum kommt „Neutrogena“ in die Nähe des Nadelöhrs dreht der Wind in der Cook Strait von Ost auf Nordwest. Somit wäre eine schnelle Passage angesagt. Es scheint sich die alte Regattaweisheit zu bewahrheiten. Nach Pech kommt Glück.

Die Newcomer hatten im Pazifik in einigen Situationen nicht gerade das Glück auf ihrer Seite. Aber nun ist es zurück. Es kommt immer dann, wenn man an seine Chance glaubt und unermüdlich weiter kämpft. Zurzeit läuft es gut für Boris und Ryan!

...und nach der "Operation Zopf". Das Bändigen des Hauptaares dürfte sie eine Menge Energie gekostet haben. © FNOB

ONSAILCTM
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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Barcelona World Race: Zwei Gegner stoppen. Boris Herrmann rückt bald auf Platz vier vor“

  1. avatar Jan sagt:

    Juhu!! Weiter soooo! 😀

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  2. avatar T.B. sagt:

    Seit gestern zickt der Racetracker – jedenfalls bei mir. Die Zoomfunktion geht nicht mehr wie sonst. Schade, wo es gerade so spannen ist. Ich vermute, daß der Tracker nicht damit klar komme das die Führenden jetzt in der Westlichen Hemisphäre sind.
    Hat sonst noch jemand Probleme mit dem Tracker oder liegt es an meinem PC oder den Flash Einstellungen?

    LG T.B.

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    • avatar Carsten sagt:

      ist bei mir auch so. die spanier denken immer noch, die erde sei eine scheibe…

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      • avatar Backe sagt:

        habe mich auch schon drüber geärgert.
        Was bei mir noch funktioniert ist die “Hand”-Funktion, mit der man das Ausschnittfenster manuell auf den gewünschten Streckenabschnitt schieben und dort vergrößern oder verkleinern kann.

        Aber generell finde ich diesen Tracker auch Mist. Da hat es schon wesentlich bessere gegeben. Beim VO z.B. wo man damals sogar die aktuellen On-borad-Daten wie Speed, Windstärken etc. abfragen konnte.

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        • avatar T.B. sagt:

          Ok, hoffentlich wird es nicht erst besser wenn die letzten auf der anderen Seite der “Scheibe” sind, das würde ja noch 1-2 Wochen dauern.

          Danke für die schnellen Antworten.

          P.S.
          Den Tracker finde ich – wenn er denn funktionieren würde – nicht so schlecht. Ich sag mal er ist anders!-:

          Ich mag ja die einfachen Tracker die z.B. von Groupama und der Sodebo benutzt werden; die sind flott und simpel.

          LG T.B.

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  3. avatar Ole H. sagt:

    Ich finde den Tracker vom BWR auch sehr bescheiden – das Teil von Geovoile ist deutlich besser. War beim Portimao eingebunden…

    und jetzt mein ultimativer Trackertip:

    Aktuelles BWR mit Geovoile…:

    http://jeanlecam.geovoile.fr/barcelonaworldrace/2011/

    Viel Spaß!

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  4. avatar Schlafux sagt:

    Danke Ole !

    Guter Tip, mit dem Tracker.
    aktueller, mehr Daten und einfacher !
    Den hatte ich, glaube ich beim VOR Game auch.

    Und Boris,
    gib gas !
    Son Renault ist ja nun kein Rennwagen !
    😉

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