Beim Mini-Transat 2011 sind die ersten Frauen im Ziel

„Verdammt lang hat’s gedauert!“

Emma Creighton © Mini Transat 2011

Emma Creighton hat es geschafft: Als sie Donnerstag Mittag um kurz nach 12:30 Uhr über die Ziellinie in der Bucht von Bahia schipperte, erreichte sie ihr ganz persönliches Ziel – wenn auch „nur“ mit einem Vorsprung von etwas mehr als 10 Stunden: Als erste Frau dieser Mini-Transat legte sie kurz darauf im Hafen an. Mit ihrem Prototypen Pocket Rocket brauchte sie für die Strecke zwischen Funchal (Madeira) und El Salvador/Brasilien 20 Tage, 23 Stunden und 59 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,18 kn.

Emma Creighton, während der 2. Etappe als ihr Kurs den Kurs einer Begleit-Yacht kreuzte © Bateau accompagnateur Pen Ar Clos

„Mensch, hat das alles lang gedauert!“ ließ sie in ihren ersten Interviews verlauten. „Ich habe mich wirklich oft gefragt, was ich da überhaupt mache. Mittlerweile glaube ich nicht mehr wirklich, dass ich für Solo-Regatten die Richtige bin! Nach dem Kalmengürtel hatte ich 5 Tage keinerlei Kontakt zu irgend jemanden, bis mich Jean-Marie Oger auf seiner Brazil-Forest über Funk erreichte. Ich hab’ stundenlang mit ihm gequatscht, das hat mich aus einem echten Tief heraus geholt!“

Pip Hare © Mini Transat 2011

Am gleichen Abend erreichte gegen 23 Uhr die Britin Pip Hare das Ziel. Die Berufsoffshoreseglerin schaffte auf ihrem Serien-Mini The Potting Shed nach 21 Tagen, 10 Stunden und 22 Minuten einen sehr achtbaren 15. Gesamtrang in dieser zweiten Etappe und war damit ganz schön nah am Prototypen der Amerikanerin Creighton „dran“.

Auch Pip beklagte vor allem die Einsamkeit der letzten Tage auf See: „Zum Glück konnte ich mich die ganze Zeit mit meinen Kollegen Ysbrandt und Benoit über Funk austauschen. Das war alles sehr emotional, es ist schwierig, überhaupt darüber zu sprechen! Das muss erstmal alles verdaut werden.“ Die Britin verschwand nach einem relativ kurzen Auftritt vor den Kameras gleich für eine verdiente Mütze voll Schlaf. Ihre überaus große Facebook- und Twitter-Gemeinde harrt mittlerweile schon ungeduldig neuer Informationen ihrer Heldin.

Die Italienerin Susanne Beyer mit ihrer Serien-Pogo © J.Robinson Taylor

Auf Rang 23 dürfte in Kürze die Italienerin Susanne Beyer einlaufen, die eine bemerkenswerte Aufholjagd im Classement schaffte und auf die nächstplatzierte Christa Ten Brinke (derzeit auf Rang 27) einen Vorsprung von mehr als 250 sm herausfuhr. Die französische Ex-Katamaranmeisterin Marie Duvignac liegt nochmals 50 sm zurück auf Rang 30 und Landsfrau Fabienne Robin muss auf drittletzter Position bei den Serienminis noch ca. 350 sm absegeln, bis der erste Cocktail für Sie auf der Pier bereit gestellt wird …

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Beim Mini-Transat 2011 sind die ersten Frauen im Ziel“

  1. avatar Kurt der 2te. sagt:

    Segeln ist eben männersport

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 8

    • avatar frankie sagt:

      “Segeln ist eben männersport”

      Völliger Schwachsinn: Das sind ganz tolle, starke (aber auch ehrliche) Frauen und es wäre genial, mit denen mal zu segeln.

      Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

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