Bergung: Die schwierige Rettung der letzten Vendée Globe Siegeryacht

Widerspenstige Unglücksyacht

Das neue World Sailing Video Magazin erzählt die Geschichte von der Bergung des IMOCA 60 “SMA” nachdem Einhand-Skipper Paul Meilhat mit Beckenbruch abgeborgen worden war.

Der Franzose Paul Meilhat (33) soll in die Fußstapfen von Francois Gabart treten, der mit 29 Jahren als bisher jüngster Einhandsegler die Vendée Globe gewonnen hat. Dafür besorgte ihm Sponsor SMA Gabarts Siegeryacht von 2013 “Macif” und benannte ebenso Altmeister Michel Desjoyeaux als Mentor.

Aber das Schiff hat Meilhat bisher wenig Glück gebracht. Bei den jüngsten drei Regatta-Starts mit “SMA” musste er aufgeben. Zuletzt wurde er im Dezember auf dem Vorschiff von einem gebrochenen, schlagenden Rollfock-Vorstag getroffen und mit einem Beckenbruch per Hubschrauber abgeborgen.

SMA, Meilhat

Das Maß der Dinge. Die aktuelle Vendée Globe Siegeryacht “Macif” heißt nun “SMA”. © SMA

Das Schiff trieb seitdem herrenlos auf dem Atlantik, und konnte erst nach fast einem Monat eingefangen werden. Im Video erklärt SMA Projektleiter Markus Hutchinson, wie schwierig es war, die Yacht zu bergen.

SMA, Meilhat

Meilhat erlitt einen Beckenbruch. © SMA

Drei Versuche scheiterten. Beim ersten Mal war der Wellengang zu heftig, um ein sicheres Übersetzen zu ermöglichen. Danach mussten die Bergungsboote jeweils ihre Anfahrten abbrechen wegen der Wetter-Bedingungen und Vorhersagen. Erst als das Schiff mit seinen inzwischen zerfetzten Segeln gut 1500 Meilen Richtung Irland getrieben war, gelang die Rettung.

Nun werden Skipper und Schiff vorbereitet, um schnellstmöglich die Vorbereitung für den Vendée Globe Start am Ende des Jahres wieder aufzunehmen. Am 2. Mai will Meilhat beim OSTAR von Plymouth nach New York den nächsten Versuch starten, den Atlantik mit “SMA” zu bezwingen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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