Bol d’Or: Ideale Bedingungen mit kerniger „Bise“ – Alinghi siegt knapp zum 7.Mal

In Rekordnähe

Mit 567 Booten an der Startlinie und 437 im Ziel gewerteten Yachten wird deutlich, dass es diesmal wieder richtig sportlich zuging auf dem Genfer See. 

Die drei siegreichen Podiumsyachten hatten namhafte Crew-„Helfer“ an Bord. Alinghi wurde nicht, wie sonst häufig, von Ernesto Bertarelli gesteuert, sondern von Arnaud Psarofaghis, der zuvor beim Team „Tilt“ erfolgreich war. Der „Schweizer Segler des Jahres 2014“ zeigte eine überragende Perfomance gerade bei den ausgesprochen sportlichen Bedingungen und soll auch in Zukunft den Katamaran aus dem prestigeträchtigen Rennstall in Fahrt bringen. Ihm saß die Marseillerin Coraline Jonet zur Seite, die bereits 2011 den Bol d’Or gewonnen hat und sich vier Mal bei den D35-Meisterschaften auf dem Genfer See durchsetzen konnte. 

Die zweitplatzierte „Ladycat“ mit Donna Bertarellis Crew, wurde von der Spindrift-Chefin höchstpersönlich unterstützt. Und der drittplatzierte GC32 Foil-Katamaran „Realteam“ wurde von Jerome Clarc gesteuert, der wiederum taktisch von der zweifachen Olympiaseglerin Nathalie Brugger strategische Hilfe bekam.

Das Rennen der Spitzenteams war geprägt vom „ewigen Duell“ zwischen Alinghi und Spindrift. Bei der Luvboje lag Alinghi an zweiter Stelle, doch halsten sie als Erster der beiden Katamarane und konnten sich so einen kleinen Vorsprung herausarbeiten, den sie bis ins Ziel beibehielten. Nur 1:34 Minuten Rückstand zeigen deutlich, wie hart das Duell ausgefochten wurde. Alinghi geann Somit zum 7. Mal den Bol d’Or.

Mit 567 Booten auf der Startlinie und 437 Yachten im Ziel schlug dieser Bol d’Or alle anderen Ausgaben der mittlerweile legendären Regatta auf dem Genfer See. Der absoluten Rekordausgabe mit 687 Boote an der Startlinie im Jahre 1990  kann sie jedoch nicht das „Wasser reichen“. 

Ebenfalls rekordverdächtig ist die Finish-Zeit von Sergio Cooper, der nach 22 Stunden und 20 Minuten die Seeumrundung abgeschlossen hatte. In keiner der 78 vorigen Bol d’Or Ausgaben brauchte ein Boot länger.

Ein Gesicht, das man bei solch einem Event eher weniger vermutet hätte, war auf einer (in ihrer Klasse) viertplatzierten Diam 24 auszumachen: Der jüngste Vendée Globe-Finisher Alan Roura war in der kernigen „Bise“ in seinem Element. „Es war irre,“ ließ Roura hinterher verlauten. „Aber den Meeren werde ich trotzdem nicht untreu!“

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