Volvo Ocean Race

Chef Knut Frostad glaubt an zehn Teams. Alinghi sei definitiv interessiert

"Il Mostro" steht zum Verkauf. Die neuen Regeln könnte die Yacht auch für das nächste Rennen konkurrenzfähig sein. © Dave Kneale/Volvo Ocean Race

Volvo Ocean Race Chef Knut Frostad sagt dem spanischen Online Portal Valencia Sailing, dass zurzeit sieben Yachten sicher am Start sind. Zwei Teams dürfen offiziell noch nicht genannt werden. Frostad glaubt aber, dass die Flotte noch auf zehn Schiffe wächst. Das hört sich 18 Monate vor dem Start weniger enthusiastisch an, als noch vor wenigen Wochen. 30 bis 40 Teams sollen an einer Teilnahme interessiert gewesen sein. Aber die wirtschaftlich angespannte Lage habe einige Ambitionen scheitern lassen.
“Il Mostro” steht zum Verkauf. Die neuen Regeln könnte die Yacht auch für das nächste Rennen konkurrenzfähig sein. Dave Kneale/Volvo Ocean Race ©
Alinghi sei tatsächlich interessiert. “Ich weiß, dass sie sich die Optionen ansehen, aber wir wissen nicht, ob es klappt”. Das Kostendämpfung-System funktioniere sehr gut. Beim vergangenen Rennen hätten die Budgets von 7 bis 70 Millionen Euro gereicht. Das sei jetzt nicht mehr möglich. Man dürfe nur ein Boot bauen und deutlich weniger Segel. “Bein letzten mal Ericsson und Telefonica zwischen 70 und 100 Segel eingesetzt. Jetzt darf man nur noch 15 Segel vor und 15 während des Rennens bauen.” Dadurch reduziere sich das Budget der großen Teams um bis zu 70 Prozent. Aber vermögende Teams wie Alinghi können sich dann auch keinen großen Vorteil mehr erkaufen. Das mag abschreckend wirken.

Frostad erklärt auch die Abschaffung der Punkte-Tore auf den Etappen. Das sei den Nichtseglern schwer zu vermitteln gewesen. Und Spannung habe sich auch nicht besonders gesteigert. Im Gegenteil. Durch die Scoring Gates seien am Anfang zu viele Punkte verteilt worden, so dass am Ende etwas die Spannung gefehlt habe.

Zu den Gefahren der neuen Route in den Persischen Golf und die Nähe zum Iran sagt Frostad: “Wir arbeiten mit Sicherheitsfirmen zusammen, die uns über die Gefahren aufklären. Das hat schon beim vergangenen Rennen gut funktioniert.” Der Kurs-Korridor werde der aktuellen Gefahrensituation angepasst. Das habe bei der Piraten verseuchten Malacca Straße auch ganz gut funktioniert. Es sei zu keinen Übergriffen gekommen.

Das aktuelle Budget für ein siegfähiges Syndikat, das ein neues Boot baue liege zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Wer eine Yacht der älteren Generation konkurrenzfähig machen wolle, komme mit 10 bis 12 Millionen Euro aus.

Deshalb preist im Interview Ken Read seine “Il Mostro”, das aktuelle Trainingsschiff, anderen potenziellen Teams zum Kauf an. Es sei in einem super Zustand. Und die neuen Regeln bewirken, dass es konkurrenzfähig ist. Man rede mit verschiedenen Interessenten über einen Verkauf.

Acht Segler des zehnköpfigen Teams sind schon vorgestellt worden. Die Neuen Tony Mutter und Brad Jackson sind vom Sieger-Team Ericsson gekommen, Navigator Tom Addis von Telefonica Blue. Michael Müller steht erst einmal nicht auf der Liste. Dabei ist er schon wieder mit Puma gesegelt. Aber zwei der drei nötigen unter-30-Plätze sind noch frei. Das Boot wird Star-Designer Juan Kouyoumdjian konzipieren.

Die vorläufige Crew:

Ken Read, 48 (USA) – Skipper
Tom Addis, 40 (AUS) – Navigator
Rob Greenhalgh, 32 (GBR) – Helmsman/Trimmer
Brad Jackson, 42 (NZL) – Design Coordinator/Watch Captain
Andrew Lewis, 27 (USA) – Trimmer/Driver
Tony Mutter, 41 (NZL) – Aerodynamics Coordinator/Watch Captain
Casey Smith, 31 (AUS) – Systems Manager/Bowman
Jonathan Swain, 43 (RSA) – Helmsman/Trimmer

Carsten Kemmling
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http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

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