Clipper Race: Mann über Bord – erfolgreiche 1,5 Stunden Suche

Segler gerettet

Der Brite Andrew Taylor (46) ist beim Clipper Round the World Race im Pazifik über Bord gegangen. Ein Crewmitglied der Yacht “Derry~Londonderry~Doire” dokumentierte den Vorfall.

Es passierte in rauhem Wetter bei 35 Knoten Wind. Während eines Segelwechsels wurde Taylor auf dem Bug von Bord gewaschen. Er fiel um 00.43 Uhr ins Wasser und wurde erst mehr als eine Stunde später um 01.55 Uhr wieder gesichtet. Die Bergung gelang schließlich um 02.13 Uhr.

Mann über Bord, Clipper Race

Nach eineinhalb Stunden wird über Bord wird Andrew Taylor beim Clipper Race wieder geborgen.

Der Skipper Sean McCarter (32) arbeitete direkt neben Taylor, als der Vorfall passierte. Er übernahm daraufhin das Steuer und leitete die Suchmaßnahmen ein. Renndirektor Justin Taylor erklärte: “Bei diesen Bedingungen entfernt sich ein Mensch sehr schnell vom Boot und bei dem Schwell geht der Sichtkontakt verloren.”

Aber die Crews hätten im Training vielfach die Prozedur einstudiert, um die Position zu markieren, die Yacht zu stoppen und die Maschine zu starten. “Eineinhalb Stunden im Wasser sind dennoch eine lange Zeit. Doch eine Kombination aus dem Training zuvor, sieben Monaten auf See und das Tragen eines Überlebensanzuges mit Rettungsweste haben für das Überleben wichtige Dienste geleistet.”

Andrew Taylor wurde an Bord von dem für die Medizin verantwortlichen Crewmitglied Susie Redhouse versorgt. Sie stellte einen Schock und Unterkühlung fest. Aber dem Segler gehe es ansonsten den Umständen entsprechend gut.

Die Yachten des Clipper Races befinden sich auf halber Strecke der der 14. von 16 Etappen von  Qingdao in China nach San Francisco, die 5600 Meilen lang ist.

Eventseite Clipper Round the World Race

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Clipper Race: Mann über Bord – erfolgreiche 1,5 Stunden Suche“

  1. avatar bläck sagt:

    …da muss man auch noch die Nerven haben das alles zu filmen…chapeau !

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  2. Dafür dass es in der Nacht gewesen sein soll, war es erstaunlich hell … Ansonsten – wenn es denn so gewesen ist, hat er echt Schwein gehabt, dass er wieder gefunden wurde oder haben sie einen AIS – Transponder am Mann ?

    VG, Frank

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    • avatar Christoph sagt:

      Es war nicht Nacht! Herr Keimling hat übersehen, dass es sich um Zeitangaben in UTC handelt.
      Da zu ihrer derzeitigen Position im Pazifik etwa 11 Stunden Zeitunterschied bestehen hat sich der Vorfall also gegen 13:43 Mittags ereignet.
      Zum Glück!!
      Jetzt wäre es interessant zu wissen ob er eingepickt war. Einen Lifebelt hatte er ja wie es im Video aussieht dabei. Soweit ich weis nehmen die Skipper das Thema Lifebelt eigentlich sehr ernst. Das ist ja auch naheliegend bei solch unerfahrenen Mitseglern. Bei erfahrenen im Übrigen bei solchen Bedingungen auch!

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    • Habe eben noch mal den Originaltext gelesen. Neben dem Glück hatte er auch einen SAR Transponder, was die Suche nach dem Sichtverlust sicher vereinfacht hatte. Aber trotzdem eine tolle Leistung, ihn dann bei ordentlich Wind und Welle wieder an Bord zu bekommen. Die Idee, jemanden zusätzlich abzuseilen ist – die richtige Ausrüstung vorausgesetzt – sicher die beste Lösung, um den Mann “an den Haken” zu bekommen.

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