Clipper Race: Zweiter Todesfall auf “IchorCoal”

Unglücksyacht

20 Jahr lang ist nichts passiert. Nun starb beim Amateurrennen Clipper Round The World Race schon der zweite Segler.  Die britische Unternehmerin Sarah Young (40)  aus London war auf der “IchorCoal” über Bord gegangen und konnte nur noch tot geborgen werden.

Clipper Race

Opfer beim Clipper Race: Srah Young (40) ©onEdition

Die Regatta-Veranstalter berichten, dass Young bei 35 bis 40 Knoten Wind nach einem Reff-Manöver des Großsegels die Leinen im Cockpit aufgeräumt habe, als sie von einer Welle gegen die Heckreling geschleudert wurde. Ein zweiter Brecher ließ die Britin unter den Seezaun über Bord rutschen. Sie war nicht mit einem Lifebelt gesichert. Das Unglück passierte auf der neunten von insgesamt 14 Etappen von Qingdao in China nach Seattle.

Per AIS-Peilsender konnte die Besitzerin eines Lifestyle-Geschäfts nach einer Stunde von der Crew geborgen werden, die versuchte nach den telefonischen Anweisungen der für die Regatta zuständigen Praxes Medical Group Doctors die Wiederbelebung versuchte. Aber Young erlangte das Bewusstsein nicht mehr wieder. Es wird vermutet, dass sie ertrunken ist.

Clipper Race

Die verunglückte Sarah Young (r.) an einem fröhlicheren Tag beim Clipper Race. © Clipper Race

Sarah Young war in absoluter Top-Form, hatte einen Marathon und einige Abenteuer-Expeditionen absolviert. Kurz vor dem Start der Regatta war sie 40 Jahre alt geworden. Sie war eine Tauchlehrerin und wollte alle Etappen der Regatta absolvieren. Young hinterlässt einen Partner aber keine Kinder.

Die Yacht “IchorCoal” hat ihren Weg nach Seattle fortgesetzt. Erst im September 2015 war Andrew Ashman auf dem Unglücksschiff verstorben.

Nach dem zweiten Todesfall gerät die Regatta, die Segel-Legende Robin Knox-Johnston gegründet hat, schwer unter Druck. Der Brite hat angekündigt, eine genaue Untersuchung mit den zuständigen Behörden zu veranlassen. In 20 Jahren haben über 4000 Amateur-Segler beim Clipper-Race teilgenommen. Bei der aktuellen Regatta segeln etwa 700 Segler auf den zwölf Yachten. Am 30. Juli 2016 soll der Zieleinlauf in London erfolgen.

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Carsten Kemmling

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