Clipper Round World Race: 65.000 Euro für 40.000 sm gezahlt – Ziel in London nach 11 Monaten

Abenteuer ihres Lebens

Große Ehrung für die drei Top-Platzierten mit Durchfahrt unter der Tower Bridge © clipper race

Große Ehrung für die drei Top-Platzierten mit Durchfahrt unter der Tower Bridge © clipper race

Es ist geschafft: Tausende Londoner standen Spalier, als die zwölf 70-Fuß-Yachten in London unter der Tower Bridge geehrt wurden.

Sie haben die wildesten Eskapaden von Mutter Natur ertragen, eine 40.000 Seemeilen lange Odyssey hinter sich gebracht und wurden nun gebührend in London empfangen.

Tausende Segelbegeisterte feierten 270 Amateursegler auf zwölf 70-Fuß-Yachten bei ihrer Segelparade auf der Themse nach dem Finish des „Clipper Round the World Race“ . Die drei bestplatzierten Schiffe wurden zudem mit einer Fahrt unter der „Tower Bridge“ very-british geehrt.

So sehen Sieger der längsten Yacht-Regatta weltweit aus: Das britische team "Henri Lloyd"

So sehen Sieger der längsten Yacht-Regatta weltweit aus: Das britische team “Henri Lloyd”

670 Crew-Mitglieder aus 42 Ländern nahmen insgesamt an dieser Regatta mit 16 Stationen rund um die Welt teil – die Regeln machen es möglich, dass einzelne Crew-Mitglieder nur einen Teil der Strecke absolvieren. 12 Deutsche waren dieses Jahr dabei, eine deutsche Seglerin absolvierte alle Etappen!

Sie kämpften sich durch Hurrikans, überlebten einen Tornado, mussten erkrankte und verletzte Kameraden in spektakulären Rettungsaktionen abbergen lassen und fanden mitten auf dem Ozean einen über Bord gespülten Kameraden nach stundenlanger Suche wieder.

„Diese Regatta war eine Erfahrung, die das Leben aller Teilnehmer prägen wird,“ brachte es der kanadische Skipper Eric Holden der siegreichen (britischen) Yacht Henri Lloyd auf den Punkt. Er beschreibt weiter den eigentlichen „Spirit“ dieser Weltumseglung im Rennmodus:

„Jedes Mal wenn ich dachte, jetzt kannst du das Team nicht noch mehr fordern, haben sie sich erst recht den schlimmsten Bedingungen gestellt, die ich in meiner ganzen Segelkarriere erlebt habe!“  Die Regatta sei ein „Test für den Willen und die Entschlossenheit jedes Einzelnen gewesen, ergänzt der Vorschiffmann einer anderen Crew. Jeder sei über sich hinaus gewachsen, habe seine Grenzen erkannt und sie für immer hinter sich gelassen…

Action vor dem Etappenziel San Francisco © clipper race

Action vor dem Etappenziel San Francisco © clipper race

Der „Teamgeist“ und „das Abenteuer“ sind dann auch die am häufigsten genannten Gründe, warum sich die Segler aus allen sozialen Schichten und eben aus „aller Herren Länder“ dieses große Abenteuer „antun“. Wer alle 15 Etappen mitsegelte, musste dafür immerhin 65.000 Euro blechen – einzelne Streckenabschnitte waren entsprechend preiswerter.

Auch während der vergangenen 11 Monate war wieder „ein bunter Haufen“ auf den Schiffen unterwegs: Ärzte kurbelten zusammen mit Hausfrauen an den Grindern, Bauern turnten mit Juristen über das Vorschiff, Werbemanager hielten mit Sportstars Wache, Studenten wechselten mit Bankdirektoren die Segel.

Es war nicht immer so beschaulich… © clipper race

Es war nicht immer so beschaulich… © clipper race

Jedes Team wird von Profi-Skippern geführt, die die gesamte Reise absolvieren und das „Clipper Round the World Race“ auch als Sprungbrett zu „Höherem“ betrachten.  So bezeichnet etwa Hugo Boss-Starsegler Alex Thomson seine Zeit als Skipper bei „Clipper-Race“ als besonders prägend. Nach der erfolgreichen Teilnahme erhielt er sein erstes Open-60-Sponsorship.

Homogene Truppe: Nach dem Start blieb die Flotte oft stundenlang zusammen © clipper race

Homogene Truppe: Nach dem Start blieb die Flotte oft stundenlang zusammen © clipper race

Wer sich für einen Platz auf den speziell für das Rennen gebauten 70-Fuß-Clippern interessiert, sollte sich jetzt schon kümmern: Die Ausgabe 2015/2016 startet in einem Jahr.
Website Event

Watch my Story (hier erzählen einzelne Mitsegler von ihrer Motivation für die Teilnahme, ENG)

Crew Tagebücher (für ernsthaft Interessierte lohnt sich eine intensive Lesestunde in den Crew-Tagebüchern!)

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Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier

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Ein Kommentar „Clipper Round World Race: 65.000 Euro für 40.000 sm gezahlt – Ziel in London nach 11 Monaten“

  1. avatar Ikarus sagt:

    bin grade in Cowes und montag morgen ist “welcome to yorkshire” hier eingelaufen. war ganz cool zu sehn 🙂

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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