Contender WM: 90 Schiffe in Australien – Erfolg für Markus Maisenbacher

Fels in der Brandung

Die Contender haben bei ihrer WM in Australien wieder 90 Boote an die Startlinie gebracht. Die Einheimischen dominierten, aber ein Deutscher erreichte die Top Ten als drittbester Europäer.

Contender WM, Maisenbacher

Guter Start von Markus Maisenbacher bei der Contender WM in Australien. © VR Sport Media

Der Markt des Einhand-Spaßbootes ist hart umkämpft. Auf der boot in Düsseldorf erzeugen die neuen Produkte in Halle 15 für eine Reizüberflutung. Jede Menge leichtes Plastik, Trapez oder Ausreitgurt, optional mit Gennaker und nun auch noch die Foiler.

Contender WM

Der neue Weltmeister Mark Bulka in Führung. © VR Sport Media

Sie alle sind meist schneller sein als die traditionellen Dinghies, aber es fehlt Entscheidendes: Stabile Meldezahlen und eine funktionierende Klasse. So etwas schafft man nicht von heute auf morgen, das muss wachsen.

Ein gutes Beispiel ist die Contender-Klasse, die sich als ein Fels in der Brandung des wogenden Marktes erweist. Im vergangenen Jahr bei der WM knackte sie in Dänemark wieder einmal die magische 100-Boote-Marke, was in Europa sicher einfacher ist als anderswo. Aber selbst bei den aktuellen Worlds im entfernten McCrae Yacht Club bei Melbourne bringen die Contender 90 Boote an die Linie.

Contender WM

Titelverteidiger Jason Beebe verliert diesmal das Duell gegen Bulka. © VR Sport Media

Erwartungsgemäß war die Regatta vom Zweikampf der beiden Australier Mark Bulka und Jason Beebe dominiert, die schon 2017 überwiegend weit vor dem Rest des Feldes segelten. Diesmal drehte Mark Bulka vom ausrichtenden McCrae Yacht Club aber den Spieß um und gewann nach fünf Siegen in neun Rennen mit fünf Punkten Vorsprung. Er bekam den Pokal vom Club-Kollegen und Emirates Team New Zealand America’s Cup Skipper Glenn Ashby überreicht.

Bester Europäer wurde der Italiener Andrea Bonezzi auf dem Bronze-Rang. Aus deutscher Sicht konnte besonders Markus Maisenbacher vom Wassersportverein Hemelingen in Bremen einen schönen Erfolg feiern. Als drittbester Europäer segelte auf Rang zehn.

Die Contender-Videos von der WM Downunder

Ergebnisse Contender WM 2018

Die Top Ten der WM in Australien von 90 Booten

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3 Kommentare zu „Contender WM: 90 Schiffe in Australien – Erfolg für Markus Maisenbacher“

  1. avatar Backe sagt:

    Danke für die nette Erwähnung, Carsten.

    An der Stelle “… sie alle sind meistens schneller …” möchte ich allerdings Einspruch erheben.
    Die meisten der neuen Einhandklassen sind eher langsamer als ein Contender, alleine schon deshalb, weil es sich i.d.R. doch nur um Hängejollen handelt. Mit Trapez kamen im Einrumpfsektor mit erwähnenswerten Stückzahlen eigentlich nur Musto-Skiff und RS 700 dazu. Und die sind höchstens Raumschots schneller, wenn sie mit Gennacker gesegelt werden. An der Kreuz gibt es so gut wie keine Speed-Unterschiede zum Conti.

    Wie schnell der ist kann man schön auf dem Drohnen-Video zum letzten WM-Lauf sehen:

    https://vrsport.tv/vr-media/2018-isail-whitsundays-contender-world-champs-final-day/

    Lg, Backe

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    • avatar Mustoskiffersui459 sagt:

      Ein Musto Skiff ist am Wind meistens auch schneller. Bei grosser Welle und sehr starkem Wind ist der Contender teilweise gleichschnell. Wäre ja schlecht wenn man 50 Jahre später ein änliches Boot entwickelt das nicht schneller ist!! Der Rs 700 könnte Amwind gleichschnell oder langsämer wie ein Conti sein.

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  2. avatar Team Südsee sagt:

    Hm, als Moth-Segler ist mir dieses Verdränger-Fahren leider nicht so präsent, aber trotzdem spannend, dass der Conti (gibts bei uns am Bodensee ja auch viele) immer noch so stark ist. Quasi das Einhand-Pendant zum 505er.

    Wir hatten bei unserer WM in Malcesince 2017 übrigens über 200 Boote am Start. 😉
    Aber, jedem das seine. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn Conti, MustoSkiff oder Moth Zulauf bekommen und nicht jeder neue Hype am Jollenhimmel. Eine Versplitterung wie z.B. vor der J70 im Sportbootbereich finde ich nicht sinnvoll. Und die zunehmende Professionalisierung der olympischen Klassen ist da auch nicht hilfreich.

    Ich erinnere mich, wie meine Eltern mir noch von riesigen Feldern bei Vaurien, Contender oder 470er Regatten erzählten (Größenordnung 50-80 Schiffe bei normalen Wochenend-Regatten).

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