Schümi und Co messen sich beim Dhau segeln vor Dubai

Cup-Profis auf Abwegen

Seit zwölf Tagen behaken sich acht der besten Segelteams der Welt mit alten Cuppern vor Dubai. Es ist schwer, Gefallen daran zu finden, seit feststeht, dass der Cup in Zukunft auf zwei Rümpfen gesegelt wird. Die Bleitransporter sind definitiv out.

Dabei schlägt sich die deutsche Abteilung mit Jochen Schümann, Matti Paschen und Michi Müller mit dem All4One Team hervorragend. Nach der zweiten Round Robin haben Deutschfranzosen das Halbfinale erreicht und müssen wohl gegen das bisher dominierende Team von BMW Oracle ran.

Noch besser verlief für Schümann und Co der heimliche Höhepunkt der Veranstaltung, das Rennen mit den traditionellen arabischen Dhaus. All4One siegte nach einem überzeugenden Start von der Ankerleine aus. Erst beim Startschuss dürfen die Segel gesetzt und dann die Anker gelöst werden.

Die Flotte bestand zu Hochzeiten der Fischerei und der Perlensuche aus 1200 Schiffen. Inzwischen erleben diese Boote, die wie die alten 18Footer gesegelt werden, eine Renaissance beim Regattasegeln. Vor Dubai messen sich von Mitte Oktober bis Ende Mai 40 bis 50 Schiffe.

Das Video zeigt die Dhau Regatta aus Sicht von BMW Oracle. Nett zu sehen, wie der arabische Steuermann James Spithill nur ungern an die Pinne lässt und dann immer wieder eingreift. Aber Spithill macht gute Miene zum bösen Spiel.

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Carsten Kemmling

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10 Kommentare zu „Schümi und Co messen sich beim Dhau segeln vor Dubai“

  1. avatar t sagt:

    Sieht aus wie Jugendwanderkutter für Millionär,…. mal schauen, vielleicht setzt sich das ja hier auch durch und wir drehen bald mit Bill Gates und Marc Zuckerberg runden auf dem Mühlo,…..

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  2. avatar Manfred sagt:

    mmmh, die Schiffe mögen lt. SR “out” sein. Wer sich das aber reinzieht und ab morgen (Halbfinale) wieder live ca. 11.30h (je nach Wind) die Rennen anschaut, wird sicherlich Gefallen daran finden, wie mit diesen großen Teilen umgegangen wird und wie SPANNEND die Rennen mit den IACC Yachten sein können. Ich finde es jedenfalls richtig traurig, dass die Ära vorbei ist. Ob das NEUE gut ist, bleibt wirklich erstmal abzuwarten.
    Schaut Euch das mal live an auf: http://www.louisvuittontrophy.com/home/ und hört auf die Kommentare der Taktiker direkt von Bord oder lauscht auf Peter Lesters fachlich einwandfreie Erläuterungen. Da hat man bei Louis Vuitton und im DIMC noch mal richtig ein Bricket draufgelegt, was live Berichterstattung betrifft. Die Meinung der SR Leser dazu würde mich interessieren. Oder muss man sich jetzt schon verstecken, wenn man das ehrlich gut findet?

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    • avatar Carsten sagt:

      niemand hat bezweifelt, dass die die rennen der cupper spannend sind. ich als match racer ohnehin nicht. ich kann mir die replays und rennen stunden lang ansehen und neue spannungsmomente entdecken. aber da stehe ich normalerweise alleine. die cupper sind nun eben out. es ist definitiv die letzte veranstaltung. ich sage nicht, dass ich das gut finde. bin gespannt, ob das mit den cats wirklich alles besser wird. so lange es erst zwei herausforderer gibt, ist das allerdings nicht zu erwarten.

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  3. avatar Rainer sagt:

    Über “in” und “out” kann man sicherlich streiten. Faktum ist jedoch, dass mit nur 6 Teams eine sehr interessante Veranstaltung stattfindet, die über diese Website http://www.louisvuittontrophy.com/home/ optimal verfolgt werden kann.
    Ob mit Hochgeschwindigkeit auf Kats oder Tris noch derart enge Pre´s und Rennen gesegelt werden können, darf sicherlich bezweifelt werden, da allein die Dimensionen und Geschwindigkeiten größere Abstände erfordern werden.
    Ich persönlich würde es begrüßen wenn die LV – Trophy mit “Bleitransportern” weiter stattfinden würde. Das Niveau kann beim AC – Cup kaum besser sein.

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  4. avatar Marc Bäuml sagt:

    Verfolge täglich abends die Komplettvideos der Flights und finde es immer wieder toll wie knapp alles ist. Nichts gegen CK aber Matchrace mit solchen Booten ist doch etwas anderes als mit ner Streamline, J22 oder sonstigen Kleinkielbooten 😉
    Zumal die Veranstaltung nicht so schlecht sein kann, wenn das who is who der Segler dort teil nimmt.
    Freue mich jedenfalls immer wenn Schümi und Crew gewinnen, sei es durch mehr Bootspeed oder eine taktische Finesse. Egal ob es Bleitransporter sind oder nicht, es ist schon toll zuzuschauen. Ok die Vorwindgänge und die Kreuz ziehen sich manchmal, aber man kann ja vorspulen bis zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Boote 😉

    PS: Selbstbewusster Steuermann, wenn er meint er kann besser steuern als ein James Spithill hihi

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  5. avatar sagt:

    Carsten, Du weist doch wie wir alle genau: Das beste Match-Racing findet in großen Einheitsklassen auf dem Bosporus statt. Mit Table-Dance, Raki und allem Schickimuck.
    Cats bieten keine Show und bei den IACC-Yachten warten alle nur darauf, daß trotz aller Entwicklungsmillionen irgendetwas bricht oder untergeht.
    Ich kann der Sache aus Kommentar 1 mit den JUgendkuttern auf dem Mühlo auch was abgewinnen. In der DHH-Glücksschule sollen noch zwei recht neue JWKs rumliegen. Wie wäre es wenn die sich in Co-Produktion mit dem FSC einmal um die Cup-Ausrichtung bemühen?

    Lg Sö

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  6. avatar Jens sagt:

    Sehr schön die Freud’sche Fehlleistung im ersten Satz: beharken statt behaken 🙂

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  7. avatar Roland Gaebler sagt:

    Ist schon interessant das ein solches Dhow Race auf YouTube deutlich mehr Quote macht als die LV Rennen selber. Vielleicht sollte man mal das AC mal komplett überdenken. Und mit den Dhow Hightech Reachern sind die Ägypter schon vor 6000 Jahren auf dem Nil rumgematcht. Vielleicht sollten wir wieder einen AC auf den Kaiserlichen Yachten machen. Die hatten wenigstens richtig Segelfläche und da war schon bei 1 Bft richtig Alarm an Bord. Die Meteor des KYC hatte wenigsten richtig Zeug oben. Ich würde mich nicht wundern, wenn die Dhows bei wenig Wind auch noch schneller sind als die LV Racer. Günstiger sind die allemal.

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  8. avatar Stefan Wellershaus sagt:

    oh, was für ein Geschrei – nicht weit weg vom Chaos – wie im Kindergarten bei uns im Dorf.

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