Diam 24: Gelungener Auftakt für den neuen Trimaran der Tour de France à la Voile

Großes Kino

Immer schön konzentriert an die Manöver ran © liot

Immer schön konzentriert an die Manöver ran © liot

Siebzehn der spektakulären 24-Fuß-Trimarane boten eine starke Saisoneröffnung auf dem Atlantik vor La Trinité. Spindrift White siegte mit Xavier Revil an der Pinne.

Sie hatten es versprochen und Versprechen muss man halten. Alle siebzehn Crews waren sich der Wichtigkeit dieser traditionellen Saisoneröffnung an der französischen Atlantikküste bewusst. Läuteten sie mit dieser Regatta doch eine „Zirkus“-Tournée von 12 Regatten in diesem Jahr auf den neuen Diam 24-Trimaranen ein – darunter die Tour de France à la Voile.

„Wir werden Euch großes Kino bieten!“ proklamierten die zumeist namhaften Crews wie Sodebo, GDF Suez, Groupama und Spindrift einige Tage vor dem Start. „Und wir werden Euch zeigen, dass dieser Trimaran die richtige Wahl für die Tour de France war und ist!“

Siebzehn Crews waren bei bestem Segelwetter vor La Trinité sur Mer am Start – beachtlich für eine Bootsklasse, die eigentlich erst im vergangenen Jahr für die prestigeträchtige, zuletzt aber etwas kränkelnde Tour de France à la Voile als One-Design-Boot bestimmt worden war.

Doch in Frankreich funktioniert so ein „über Bord werfen“ alter Traditionen (von ein- auf mehrrumpfboote) zumeist problemlos – vorausgesetzt, die großen Rennställe zeigen Interesse und signalisieren Unterstützung auf ganzer Linie.

So kam es, dass nahezu alle großen französischen Teams der hervorragend besetzten, französischen Mehrrumpfszene am Osterwochenende um die besten Plätze auf der Startlinie der „Spi Ouest“-Regatta kämpften. Namen wie Spindrift (die sogar mit zwei Booten, nämlich „Black und White“, dabei waren), Sodebo, PRB, Groupama GDF Suez, Maitre Coq und Prince de Bretagne demonstrierten eindrucksvoll, dass die Zukunft der französischen Regattaszene weiterhin von Mehrrumpfern geprägt bleiben wird. Egal ob auf der Hochsee oder eben vor der Küste.

Logischerweise dominierten denn auch beim Spi Ouest die Teams, die bereits lange Trainingszeiten „auf der Uhr“ hatten und zum Großteil aus Segelprofis zusammengesetzt sind. Schon nach den ersten zwei Regattatagen positionierten sich „Spindrift White“ mit den abwechselnd steuernden François Morvan und Xavier Revil mit großem Vorsprung an der Spitze, gefolgt vom „Groupama“-Trimaran, der von Pierre Pennec gesteuert wurde.

Um Rang drei kämpften schließlich in den letzten beiden Läufen Thomas Coville und Crew auf „Sodebo“ mit dem Match Race Spezialisten Fred Guilmin am Steuer der „Combiwest“ – ein Zweikampf, den Pechvogel Coville mit fast schon logischer Konsequenz mit zwei Pünktchen Rückstand verlor.

„Es ging uns allen aber weniger um Sieg oder Niederlage!“ erklärte dann sogar der ziemlich stolze Sieger Revil: „Die meisten Teams konnten endlich ihre Schwächen und Stärken im Vergleich mit anderen überprüfen. Letztendlich wollen alle bei der Tour de France à la Voile in Höchstform sein. Und für eine Regatta sind Regatten nun mal das beste Training!“

Allerfeinstes Segeln im Trio © liot

Allerfeinstes Segeln im Trio © liot

Mit Hilfe gnädiger Wettergötter zeigten die siebzehn Diam 24-Teams während der „Spi Ouest“ jedenfalls, dass auf der Trimaran-Einheitsklasse großer Segelsport angesagt ist. Auch wenn noch nicht so sehr auf das Endergebnis hingearbeitet wurde, bewiesen alle doch echten Biss und vor allem hohe Lernbereitschaft. So sagte dann auch Vincent Riou, Fünftplatzierter auf PRB treffend: „Derzeit segeln Groupama und Spindrift noch in einer anderen Liga. Aber wir lernen von Tag zu Tag mehr dazu – bis im Sommer zur Tour de France werden die Karten neu gemischt sein!“

Resultate

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Diam 24: Gelungener Auftakt für den neuen Trimaran der Tour de France à la Voile“

  1. Danke für den Bericht. Das ist schon spannend, wie fast alle großen franz. Rennställe (teilweise) ihre besten Segler auf diese doch recht kleinen Geräte setzen und damit auch die Tour aufmöbeln. Warum nur tun wir uns in Deutschland damit so schwer ?

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  2. avatar Bahne sagt:

    Ich finde das Konzept der Diam 24-Klasse genial. Kompakter Multihull, one-design, trailerbar, kleine Crews und hohes Geschwindigkeitspotential.
    Würden doch auch auf der Ostsee ein gutes Bild abgeben.

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