Puma beim Volvo Ocean Race

Die Katze schwimmt wieder. Puma-Manager im Sr-Interview

Die Katze auf dem Sprung. "Il Mostro" ist eine effektive Trainingsplattform für den Neubau © Sally Collison/PUMA Ocean Racing

Ken Read, der Mann an der Spitze. Beim vergangenen Rennen war Platz zwei für sein spät gestartetes Team ein großer Erfolg. Nun will er mehr. © Sally Collison/PUMA Ocean Racing

Der deutsche Sportartikel-Hersteller Puma schickt definitiv zum zweiten Mal ein Team beim Volvo Ocean Race 2011-2012 an den Start. Skipper Ken Read stellt ein siegfähiges Team zusammen, ein Neubau ist geplant, die Regatta gerettet.

Man konnte sich schon Sorgen machen um das Volvo Ocean Race. Der Premium-Segelsport hatte schwer zu leiden unter der Wirtschaftskrise. Und es war nicht klar, ob Knut Frostad bei dem zweiten Rennen unter seiner Ägide, eine ordentliche Flotte an den Start bringen würde.

Aber mit der Meldung von Puma ist die Sorge vorbei. Unternehmenssprecher Ulf Santjer und der Puma-Sales-Manager-Segeln Christian Stoll äußern im Gespräch mit SEGELreporter die Überzeugung dass ein starkes Feld mit über zehn Schiffen an den Start gehen wird. Sonst wäre wohl auch Puma nicht dabei.

"Il Mostro" im Vollwaschgang. Das neue Boot wird ein anderes Branding bekommen. © Sally Collison/PUMA Ocean Racing

Neben Italia70 und Groupama werden zwei spanische Teams erwartet, Abu Dhabi bringt ein Boot, Grant Dalton wird wohl Anfang der Woche die Teilnahme seines Team New Zealand bekannt geben und drei weitere Syndikate stehen in den Startlöchern. Dazu können einige Bemühungen von mindestens weiteren zehn Teams zum Erfolg führen. Die frühe Zusage von Puma ist ein wichtiges Signal für weitere Teilnehmer.

Puma-Manager Stoll, der mehrfache Deutsche und Europameister im Hobie Cat 16, bescheinigt den Organisatoren eine gute Arbeit in Bezug auf das Senken der absoluten Kampagnen-Kosten. Offiziell sei ein Limit von rund 15 Millionen Euro genannt worden. Mehr als 20 Millionen werde wohl kein Team ausgeben seit nur mit einem Boot trainiert werden darf. Dadurch sinken besonders die Personalkosten deutlich.

Das Herzogenauracher Unternehmen kann seinen Aufwand zusätzlich durch den Co Sponsor Berg Propulsion (www.bergpropulsion.com) verringern. Die schwedischen Hersteller von effizienten Schiffschrauben sind neu bei Puma an Bord. Das Team heißt nun Puma powered by Berg Propulsion.

„Unsere Kooperation ist ähnlich zu sehen, wie bei einem Mac Laren – Mercedes Formel 1 Team“, sagt Santjer. „Berg passt zu uns, weil bei ihnen der Nachhaltigkeit-Aspekt eine große Rolle spielt. Das ist auch für Puma ein wichtiges Thema.“

Christian Stoll, der Europameister und mehrfache Deutsche Meister im Hobie 16 ist bei Puma als Sales Manager für das Segeln zuständig. Er wechselte 2008 von Murphy&Nye © PUMA

Zum Puma-Segelteam ist nur bekannt, dass Ken Read wieder in der Verantwortung steht. „Der lässt nicht locker. Er ist ein echter Wadenbeißer und erst zufrieden wenn er das Rennen gewonnen hat“, weiß Stoll. „Ich denke schon, dass wir eine Favoritenrolle einnehmen werden. Aber das muss der Skipper sagen.“

Ob Michael Müller an Bord der Katze wieder die deutsche Fahne hochhalten wird, ist noch nicht klar. Aber Santjer macht deutlich, dass der junge Profi ein Wunschkandidat wäre. Prinzipiell sei die Firmenphilosophie aber sehr international geprägt. In Herzogenaurach sind Mitarbeiter aus 30 Nationen beschäftigt.

„Ein deutscher Aspekt entspräche unserer Firmen-Historie. Aber der Skipper entscheidet. Von uns gibt es keine Vorgaben. Ken Read hat die Puma-Philosophie schon sehr verinnerlicht.“

Santjer betont, dass sich Puma-Chef Jochen Zeitz wieder sehr für diese Fortführung des Engagements im Segelsport eingesetzt habe. Er glaube weiterhin an das Potenzial des Sports und dass Puma das Volvo Ocean Race wieder als Rock´n Roll verkaufen könne.

„Wir merken schon, dass wir der Veranstaltung unseren Spirit mitgeben konnten und sie auch verändert haben. Wir stehen im engen Kontakt mit den Organisatoren und sind auch offizieller Ausrüster der Veranstaltung.“

Eine neue Kollektion sei in der Planung- Die Peformance und Outdoor-Linie werde ausgebaut. „Das Volvo Ocean Race war schon beim letzten Mal ein sehr erfolgreiches Marketing Tool für uns.“

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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