Americas Cup 2013 nun wohl doch unter der Golden Gate Bridge

Die Sonne geht auf für San Francisco

Der Flügel des BMW Oracle Trimarans wird gesetzt. Bald auch in San Francisco? © © Martin-Raget/BMW Oracle

Nach langem Verhandlungspoker sind jetzt alle Weichen dafür gestellt, dass der 34. America´s Cup 2013 in San Francisco stattfindet. Die Stadtväter stimmten mit 11:0 dafür, ein Angebot an den Golden Gate Yacht Club und damit Larry Ellison abzugeben.

Der logische Deal stand in den vergangenen Tagen ernsthaft auf der Kippe. Vier Monate lang hatte BMW Oracle mit den Stadt-Oberen über den Standort San Francisco verhandelt, und es schien, als sei der Deal in trockenen Tüchern. Aber dann drehte sich das Blatt, als die Stadtväter einen alternativen Umsetzungsplan präsentierten und sich mehr Zeit für das Klären offener Fragen wünschten.

Ellison machte klar, dass er die im Protokoll gesetzte Deadline 31. Dezember für die Ort-Verkündung nicht verstreichen lassen würde. Er setzte San Francisco ein Ultimatum für den 17. Dezember und nahm wieder die Verhandlungen mit alternativen Ausrichtern auf.

Eine Delegation reiste nach Newport/Rhode Island, Rom gilt als Favorit in Europa und auch die Emirate würden gerne einspringen. Selbst San Diego steht zur Debatte, wo BMW Oracle mit seinem Trimaran trainiert hatte.

Aber allen Beteiligten ist klar, dass diese Orte nicht die spektakulären Bedingungen bieten könnten wie San Francisco. Deshalb pokerte die Stadt hoch, um ihren finanziellen Einsatz zu minimieren. Dabei soll die Regatta 8000 neue Jobs generieren und der lokalen Wirtschaft auf lange Sicht mehr als eine Milliarde Dollar einbringen.

Ellison trug die Verhandlungen in die Öffentlichkeit und setzte Bürgermeister Newton damit schwer unter Druck. Nun kann BMW Oracle das überarbeitete Angebot prüfen und absegnen. Aber Beobachter gehen davon aus, dass der Vertrag zum Ende der Woche bereit für die Unterschrift ist.

Für den Segelsport wäre das wohl eine gute Entwicklung. Denn unter der Golden Gate Bridge sind immer spektakuläre Rennen zu erwarten, egal welche Bootsklasse dort segelt. Da eine deutsche Beteiligung sowieso in weiter Ferne liegt, dürfte der Austragungsort in Übersee hierzulande wenige Fans schocken.

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Carsten Kemmling

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