Jules Verne Trophy

Die Windgötter haben Asthma

Jede Menge zu tun an Deck des Tris "Groupama 3" © Team Groupama

Man könnte meinen, die Windgötter seien erkrankt, so instabil und schwer zu segeln sind die Gegenheiten, mit denen sich Skipper Franck Cammas und seine Crew an Bord des Trimarans „Groupama 3“ derzeit herum schlagen. Hinzu kommen Squalls, welche schnelle Manöver vom Team verlangen. Kein Wunder, dass der Rückstand auf die Referenzzeit des Jules-Verne-Rekordhalters Bruno Peyron („Orange II“; 2005) immer noch 300 Seemeilen beträgt.

Aktuelle Position

Heute, da Cammas östlich von Rio de Janeiro segelt, hat dieser Rückstand jedoch auch einen guten Aspekt. In der Tat lag „Groupama 3“ vor gut 24 Stunden sogar schon 400 Seemeilen hinter dem virtuellen Gegner „Orange II“ zurück. Die große Aufholjagd muss jedoch noch bis zum Wochenende warten, denn derzeit ist der Trimaran zwischen zwei Hochdruckgebieten regelrecht eingekeilt. Im Zick-Zack-Verfahren sucht das Team darum nach dem schnellsten Weg gen Norden.

Nach fast 40 Tagen auf See kostet das die Männer um Franck Cammas natürlich eine Menge der langsam aber sicher schwindenden Kräfte. Dem Team bleiben noch rund 11 Tage für die verbleibenden 4600 Seemeilen, wenn sie den Rekord von „Orange II“ (50 Tage, 16 Stunden) brechen wollen. Genau gesagt, müssen sie bis zum 23. März um 6:14 Uhr morgens die Ziellinie bei der Ile de Ouessant überquert haben.

Egal ob der aktuelle Jules-Verne-Rekord fällt oder nicht – die Entscheidung dürfte eine Sache von wenigen Stunden werden.

Gut zu sehen, wie das Groupama-Team in der vergangenen Stunden eine Wende nach der anderen segelte, um den Weg zwischen den Hochdruckgebieten nach Norden zu finden.

Mathias Müller
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