Drachen Gold Cup: Markus Wieser dominiert vor Douarnenez

Alte Schule

Markus Wieser hat nach 2011 erneut den prestigereichen Gold Cup der Drachenklasse gewonnen. Der in Berlin wohnende Bayer segelte im Feld der 77 Boote so dominant, dass er vor dem letzten Rennen 36 Punkte Vorsprung hatte.

Wieser, Drachen

Markus Wieser mit seiner ukrainischen Drachen Crew. © Jacques Vapillon

Dabei benötigte Wieser mit seinem ukrainischen Team um Eigner Sergey Pugachev und dem 49er Olympiasilber-Gewinner von 2004 George Leonchuk (mit Rodion Luka) in sechs Läufen keinen einzigen Tagessieg. Das spezielle Gold Cup Format alter Schule sieht lange Rennen und keinen Streicher vor. Konstanz wird belohnt.

Das gelang beiden ukrainischen Bunker Teams eindrucksvoll. Auf Platz zwei beim Gazprom Gold Cup segelte Wiesers Teamkollege Jevgenij Braslavats. Für den 470er Olympiasieger von 1996 ist dies der bisher größte Erfolg im Drachen.

Drachen, Gold Cup, Wieser

Das ukrainische Bunker Team belegt die ersten beiden Plätze. © Jacques Vapillon

Wieser Vorschoter Leonchuk: „Unser Boot ist der größter Unsicherheitsfaktor. In der 5. Wettfahrt brach direkt nach dem Start die Genuaschiene vollständig heraus. Wir mussten sofort auf die benachteiligte rechte Kreuzseite wenden, damit ich den Schaden notdürftig reparieren konnte. Danach starteten wir unsere Aufholjagd.”

Im letzten Rennen segelte das Team defensiv auf Rang 28 und brachte den Gold Cup Sieg locker nach Hause. Titelverteidiger Tommy Müller verpasste mit Vincent Hösch und Michael Lipp das Podium knapp und landete auf Platz vier. In der Amateurwertung gewann der Hamburger Jan Woortmann, der insgesamt auf Rang 14 landete. Michael (Hanse) Schmidt belegte bei seinem ersten Gold Cup Rang 20.

Drachen, Gold Cup

Drachen vor Douarnenez beim Gold Cup. © Jacques Vapillon

Bereits Anfang September geht es für die Drachen bei der Weltmeisterschaft auf dem Olympiarevier vor dem britischen Weymouth weiter. “Mein erklärtes Ziel für dieses Jahr war es eigentlich, die WM zu gewinnen, die wir vor zwei Jahren in Australien so unglücklich im letzten Rennen verloren hatten”, sagt Wieser. “Jetzt haben wir den Gold Cup im Sack. Sergei machte den Vorschlag, die WM zu streichen und gemeinsam zum Fischen nach Alaska zu fliegen. Ich zuckte kurz, aber wir entschieden uns dann doch für England. Mal schaun, ob diese Wahl richtig war oder falsch. Auf jeden Fall treten wir dort völlig entspannt an, was sicherlich kein Nachteil sein wird.”

Ergebnisse Gold Cup 2013

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Carsten Kemmling

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