Drei Australier holen die Medaillen bei der Moth WM

Nathan Outteridge ist der Überflieger

Nathan Outteridge feiert seinen Moth-WM Sieg mit der australischen Flagge. © Th. Martinez

Nathan Outteridge (24) hat überlegen die Weltmeisterschaft der Moth-Klasse in Belmont gewonnen. Der Australier avanciert damit zu einem der absoluten Superstars im Segelsport. Der zweifache 49er Weltmeister drückte einer Klasse seinen Stempel auf, die immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerät.

Outteridge hatte schon 2010 die spektakuläre Moth EM auf dem Silvaplana See gewonnen. Nun lag der WM-Termin optimal  in der europäischen Wintersaison, wenn die wichtigen Olympischen Veranstaltungen im 49er ruhen. So konnte er in seiner Heimat viel für die WM trainieren und von Anfang an seiner Favoritenrolle gerecht werden.

Der Doppelweltmeister im 49er avanciert zum mit dem Moth-Titel zum Segel-Superstar. © Th. Martinez

Während sich die 49er Konkurrenz im vorolympischen Jahr akribisch auf die wichtige Qualifikations-Saison vorbereitet nahm sich der Australier seine Auszeit für die Motte. 2011 wird zeigen, ob er ihn die fehlende 49er Zeit behindert oder befruchtet.

Der Australier, der nach zwei WM Titeln im 49er Anfang vergangenen Jahres hinter dem aktuell im Barcelona World Race auftrumpfenden spanischen Duo Martinez/Fernandez Vizeweltmeister wurde, war im dramatischen Final-Lauf der Olympischen Spiele 2008  die tragische Figur. Bei starkem Wind und zahlreichen Kenterungen verlor er im letzten Moment eine Medaille und landete auf Rang fünf.

Der Weltmeister bei einer Halse. Das Körpergewicht muss früh auf die neue Luvseite. © Th. Martinez

Der britische Moth-WM-Titelverteidiger Simon Payne kommt gegen solche Profis nicht mehr an. Der Brite, der seinen Titel bei einer Schwachwind-WM in Dubai gewonnen hatte, gehört zu den Urgesteinen der Klasse und musste dem gestiegenen Trainingsaufwand der Konkurrenz Tribut zollen. Er landete auf Rang 14 und wies damit deutlich auf die Wachablösung hin, die in der Klasse stattgefunden hat.

So machte auch der Laser-Weltmeister und Weltsegler des Jahres Tom Slingsby bei seinem Moth Ausflug eine gute Figur. Er blegte in der ungewohnten Klasse Platz sieben und erreichte am letzten Tag noch einen Laufsieg.

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Carsten Kemmling

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