“Eiserne” am Bodensee: Melderekord mit 257 Schiffen. SL33 Kat gibt auf.

"In welche Richtung wird gestartet?"

Die drei Kats rauschen auf einem Rumpf zur Raumtonne

Erwartungsgemäß rollen die drei großen Katamarane das Feld schon während der Startkreuz auf und runden die Luvtonne als erste. Der Code Zero wird ausgerollt, und auf einem Rumpf flyernd rauschen sie zur Raumtonne.

Die Lange Brüder können mit ihrem 49er den Sieg aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Sie landen auf der langen Bahn auf Rang drei direkt hinter SR Autor Stock mit seiner Streamline. © DSMC

Wir setzten den Spi und müssen uns fortan der von hinten aufkommenden schnelleren Konkurrenz erwehren, die versucht, uns in Luv zu überlaufen. Nur beim 49er verzichten wir auf den Zweikampf. Denn erstens waren die Jungs vorhin wirklich fair zu uns und zweitens sind sie mit ihrem Gennaker einfach viel schneller. Da ist nix zu machen. Uns bleibt der Trost, dass sie acht Yardstickpunkte auf uns herausfahren müssen.

Schon nach 29 Minuten und 37 Sekunden überquert der erste Katamaran die Ziellinie. Überraschenderweise ist es nicht der favorisierte „Black Jack“, sondern der Ventilo mit dem Ex-49er-Olympioniken Tom Ruegge am Steuer. Auf dem SL 33 gab es technische Probleme beim Einrollen des Code Zeros, so dass er an der Leetonne nicht anluven konnte und das Team dann aufgab. Das Pech scheint dem Team treu zu sein. Schon bei der Bodensee Rundum im Juni zwang ein Schaden zur Aufgabe.

Szene aus dem Getümmel. So bringen bunte Vorsegel wenig Vortrieb. Das gibt Sprüche beim After Sail Austausch an der Theke. © DSMC

Elf Minuten nach den Ersten kommen auch wir ins Ziel und sind damit hochzufrieden. Wir rechnen uns sogar eine kleine Chance auf den Gesamtsieg aus – bis wir in der Meldeliste sehen, dass einer unserer Konkurrenten mit seinem Boot vom Typ New Compact eine überraschend hohe Yardstickzahl hat. Und tatsächlich, er schlägt uns berechnet, wie am nächsten Morgen bei der Siegerehrung klar wird.

Tja, das ist halt Fluch und Segen von Yardstickregatten, dass dabei Äpfel mit Birnen verglichen werden – sprich unterschiedliche Boote, deren Speedpotenzial nur sehr bedingt mit einer einzigen Zahl erfasst werden kann. One-Design-Regatten sind sicherlich gerechter. Aber wo sonst als bei der Eisernen kann man schon einen Hightech-Katamaran mit einem Olympioniken schlagen – zumindest berechnet.

Und so wie im Fernsehen täglich das Murmeltier grüßt, so wird es im kommenden Jahr auch bei uns wie jedes Jahr heißen: „Komm, wir gehen zur Eisernen“. Schon damit der Winter nicht so lange wird.

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Christian Stock

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