Erste chinesische Einhand-Nonstop-Weltumseglung: Guo Chuan knapp im Zeitfenster

"Wetter? Von allem etwas!"

Guo Chuan will als erster Chinese einhand nonstop um die Welt segeln. Derzeit hat er noch mehr als 15 Tausend errechnete sm vor sich, ist aber bereits 45 Tage gesegelt und will die Strecke in weniger als 130 Tagen schaffen. Im ersten Video-Mitschnitt berichtet er von nervtötenden Wetterkapriolen. Sogar eine Windhose zog auf hoher See unweit an ihm vorbei.

„Eigentlich habe ich bisher von allem reichlich abgekriegt,“ berichtet Guo Chuan. Er startete auf seiner Akilaria Class 40 „Quingdao“ vor eineinhalb Monaten in der chinesischen Olympiastadt und segelt derzeit mit knapp 8 kn östlich von Neuseeland. „Ziemlich starke Winde, die ich stark gerefft am Wind abreiten musste und nervtötende Flauten, bei denen ich jeden Fetzen gesetzt hatte und dennoch nur mit 3 kn Speed unterwegs war, haben mich ein wenig im meinem Kalkül zurück geworfen!“ bedauert er.

Guo chuan, erster Chinese, Weltumseglung

Nur noch 15.000 sm trennen Chuan von seinem Ziel © Chuan

Denn Guo Chuan will es nicht nur als erster Chinese den Einhand-Nonstop-Trip um die Welt schaffen, sondern mit unter 130 Tagen auf seiner Class 40 klare Akzente für etwaige Nachfolger setzen. Derzeit liegt er aber nur noch knapp im Zeitfenster: Nach 45 Tagen auf See bleiben ihm noch 85 Tage, in denen er 15.500 sm schaffen möchte, was wiederum 182 sm pro tag bedeutet… 7,6 kn Durchschnitt für die verbleibende Strecke müssten auf seinem schnellen Akilaria-Design allerdings möglich sein!

Erster Chinese, Weltumseglung, Rekord, 130 Tage, erstes Drittel geschafft

Zur ersten Äquatorüberquerung dieser Weltumseglung verschickt Chuan eine Flaschenpost © Chuan

Guo Chuan äußerte vor dem Start zu seinem Abenteuer verständlicherweise höchsten Respekt vor der Strecke, die nun genau vor ihm liegt: Auf dem Weg zum Kap Hoorn wird er – ähnlich wie derzeit die Vendée Globe-Segler auf ihren Open 60 – unweigerlich mit einer immer weiter nach Norden driftenden Treibeisgrenze konfrontiert. „Wenigstens werde ich mich dort nur äußerst selten mit Flauten rumschlagen müssen,“ bemerkte der 47jährige kürzlich bei einem Telefonat trocken.

Wie’s bei Guo „läuft“, kann via Tracker verfolgt werden.

 

 

 

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Michael Kunst

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