Drachen Europameisterschaft vor Boltenhagen: Newcomer mit Achtungserfolgen

Grotelüschen an der Drachen Vorschot

Simon Grotelüschen auf schwankenden Drachendeck mit neuem Werkzeug in der Hand © BMW Yachtsport/Marina Könitzer

Spontan sprang Simon Grotelüschen gestern am zweiten Wettfahrttag der Drachen Europameisterschaft vor Boltenhagen als Vorschoter ein. Bei dem Bayern-Drachen mit Steuermann Dr. Ingo Ehrlicher fehlte ein Mann für einen Tag.

Simon Grotelüschen findet im Drachen mehr Trimmleinen als in seinem Laser vor © M. Könitzer

Für Grotelüschen ein ungewohntes Terrain. Gerade hatte er sich die Fahrkarte für die Pré-Olympics in Weymouth bei der Kieler Woche mit spektakulärem Finish gesichert. Als Laser Segler, also Sitzsegler. Nun war er zum Tänzeln auf dem Vorschiff aufgefordert. “Eine total neue Erfahrung für mich. Hat Spaß gemacht, aber ich sitze doch lieber. Taktisch war das sehr anspruchsvoll, Fehler werden sofort geahndet.”

GER 1107 - Kerstin Beucke mit Crew Katharina Köhlmoos und Ole von Studnitz ganz vorne in der Drachenflotte dabei © www.segel-bilder.de

Kerstin Beucke, die unter anderem mit ihrer nicht ganz unbekannten Schwester Susann Beucke (470er Vorschoterin von Tina Lutz) erfolgreich ein 29er Skiff gesegelt hatte, sorgt ebenfalls im Dreimann-Kielboot für Aufsehen.

Mit Ihrer Crew Katharina Köhlmoos und Ole von Studnitz (Bronze als Taktiker bei Platu WM) liegt sie in der Amateurwertung sensationell auf Platz 2 und zielt damit auf einen Podiumsplatz bei der Corinthian Trophy der boot Düsseldorf für das beste Amateurteam.

Jan Seekamp (38) segelt Drachen nun schon einige Saisons. Nach dem Laser und Pirat hat es ihn in den Drachen verschlagen. 2009 konnte er kurz nach seinem Klassenwechsel beim Dragon Grand Prix in Strande mit einem 4. Gesamtplatz eine Duftmarke setzen.

Jan Seekamp peilt, was die Verfolger machen © Marina Könitzer

“Im zweiten Rennen haben wir mit einem super-guten Start den Grundstein für unseren Tagessieg gesetzt. An der ersten Tonne waren wir noch zweiter und dann muss der Ukrainer geträumt haben.  Und wir konnten vorbei ziehen. Von da an haben wir geführt – immer recht knapp, aber wir haben uns nicht überrollen lassen…

Es ist schön, zu sehen, daß auch Profis Fehler machen und nun merken die langsam, daß wir auch segeln können. Die Klasse der Top-Mannschaften besteht allerdings darin, regelmäßig Top Ten Plätze einzufahren. Wir haben dagegen im zweiten Rennen am Dienstag keine Sonne mehr gesehen. Noch zwei oder drei Talentplätze würden wir gerne noch einfahren.”

Gerd Köpcke, Ines Pingel und Jan Seekamp (v.l.) bei der täglichen Preisverteilung © Marina Könitzer

Nach fünf Läufen sind die 18 Frühstarter vom ersten Rennen der Woche langsam verarbeitet. Und an der Spitze des 72 Boote Feldes haben sich wieder die bekannten Namen eingefunden. Thomas Müller mit Vincent Hösch ist zweiter und Markus Wieser liegt in Lauerstellung auf Rang vier.

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Andreas John

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