Extreme Sailing Series Auftakt: Gäbler zehnter, zwei Teams mit Alinghi und Artemis punktgleich vorne

„An der Luvmarke haben sie uns platt gemacht...“


Roland Gäbler hat den Auftakt der Extreme Sailing Series im Oman mit gemischten Gefühlen erlebt. „Wir legten sehr gute Starts hin, hatten dann allerdings noch einige Aussetzer bei der Geschwindigkeit am Wind. Und spätestes an der ersten Luvmarke haben sie uns dann platt gemacht. So kamen am ersten Tag keine tollen Plätze heraus.“

Bei konstanten 10-12 Knoten Thermik-Bedingungen war Gäbler mit dem zehnten Rang nach sechs Kurzrennen am ersten Tag noch nicht zufrieden. Zwei achte Plätze im elf Boote-Feld waren die maximale Ausbeute.

„Und genau in dem Rennen, wo wir mal vorne waren, kam es zu einer etwas größeren Massenkarambolage an der ersten Luvmarke, bei der wir den kürzeren zogen. Mit vier Booten lagen wir verkeilt und es hat Minuten gedauert, bis wir wieder frei kamen. Da waren die anderen weg.

Auch ich muss mich an die Aggressivität einiger Teams erst gewöhnen.  Aber wir lernen bei jedem Rennen. Zum Ende des Tages hatten wir auch eine deutlich besser Amwind Geschwindigkeit, mit der wir hoffentlich morgen noch weiter nach vorne fahren können.

Es hat jedenfalls viel Spass gemacht, diese Serie mit solch tollen Segelbedingungen zu beginnen. Der Anfang ist gemacht und wir erwarten noch viele spannenden Rennen.“

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In der Gesamtwertung ist es unglaublich eng. Vier Boote liegen punktgleich vorne. Vorjahressieger „The Wave“ ist mit dem neuen Steuermann, Match Race As Torvar Mirsky“, erstaunlich schnell in Fahrt gekommen. Aber auch neu Multihuller Terry Hutchinson am Steuer von „Artemis“ war eine solch schnelle Adaption der Schnellsegel-Fähigkeiten nicht zugetraut worden. Der grauhaarige Amerikaner gewann das erste Rennen.

Auch Alinghi mit dem schweizfranzösischen Team um ex “Rothschild”-Steuermann Yann Guichard (2. 2010) gehört zu den punktgleichen Teams an der Spitze. Enttäuschend lief die Premiere für Dean Barker vom Team New Zealand. Der Steuermann weiß zwar den Katamaran-Helden Glenn Ashby an seiner Seite, konnte aber auf Rang acht noch kaum in Erscheinung treten.

Schwer hat es auch Ian Williams, neben Mirsky der zweite Protagonist der World Match Race Serie im Feld der Katamarane. Der Brite war nach je drei letzten und vorletzten Plätzen 
bisher chancenlos. Im Gegensatz zu seinem jungen australischen Kollegen kann er nicht auf eine funktionierende Boot-Team-Kombination aufsatteln sondern baut wie Roland Gäbler ein neues Team auf.

Ergebnisse

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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