Extreme Sailing Series: Erneut Oman-Sieg in Sydney – Crash and Burn Zusammenschnitt

Ende einer Ära

Der Brite Leigh McMillan hat mit der ISAF World Seglerin des Jahres Sarah Ayton seinen dritten Sieg bei der Extreme Sailing Series gefeiert. Es war das letzte Rennen der 40 Fußer.

Extreme Sailing Series

Extreme Sailing Series vor dem Opernhaus in Sydney. 2016 dann mit GC32 Foilern. © Lloyd Images

Nun kommen die GC32 Foiler, und es muss sich zeigen, wie die Tragflächen-Katamarane auf den engen Stadtkursen funktionieren. Aber für spektakuläre Segel-Action auf höchstem Niveau ist gesorgt. Vielleicht auch einmal wieder in Deutschland.

Leigh McMillan und Adam Minoprio, der GAC Pindar steuerte, werden dann allerdings nicht mehr dabei sein dürfen, da die America’s Cup Organisatoren ein Verbot der Teilnahme von Cup-Seglern bei der Extreme Sailing Series ausgesprochen haben. Sie sind je für das britische und französische America’s Cup Team im Einsatz.

Pressemitteilung

Der britische Mehrrumpfspezialist Leigh McMillan wurde am Sonntag offiziell als erfolgreichster Segler in der neunjährigen Geschichte der Extreme Sailing Series™ ausgezeichnet. Zuvor hatte er als erster Segler zum dritten Mal den Titel gewonnen.

Die Höhepunkte aus Sydney:

McMillan und seine Crew von The Wave, Muscat gelang dieser Hattrick in einzigartiger Manier und mit einem weiteren Sieg beim Sydney Act, der bei viel Wind abermals vor der weltberühmten Kulisse des Opernhauses und Tausenden von Zuschauern am Ufer ausgetragen wurde.

„Es war einfach unglaublich, für Momente wie diese leben wir“, sagte ein bestens gelaunter McMillan, der sich als „Man of the Match“ auch noch den Land Rover Above and Beyond Award abholen durfte. „Dies bedeutet mir sehr viel. Ich bin sehr bewegt. Mit dieser Mannschaft zu segeln und so eng zusammenzuarbeiten, war einfach unglaublich.“

Die Live Übertragung vom Finaltag:

Der Schlüssel zum Erfolg von The Wave, Muscat lag nicht nur in McMillans Erfahrung als Steuermann. Er verdankte sich auch den beständigen Top-Leistungen dieser Ausnahmemannschaft.

Zu dieser gehören die Doppelolympiasiegerin und aktuelle Seglerin des Jahres des Weltsegelverbands ISAF, Sarah Ayton, der America’s-Cup-Segler Pete Greenhalgh sowie Ed Smyth und der omanische Segler Nasser Al Mashari.

Während die Entscheidung um den Titel der Saison 2015 bereits am frühen Sonntagnachmittag gelaufen war, wurde um die weiteren Podestplätze bis zum Schluss hart gerungen. Das auf dem zweiten Platz liegende SAP Extreme Sailing Team hätte in der Schlussphase des letzten Rennens, bei dem die doppelte Punktezahl zu gewinnen war, beinahe noch das Red Bull Sailing Team vorbeiziehen lassen müssen. Nach einer Kollision mit dem Gazprom Team Russia blockierte die Steueranlage der Dänen, für die das Rennen damit beendet war.

Die harte Arbeit der ganzen Woche, der zweite Platz in Sydney und vor allem der zweite Rang in der Saisonwertung standen damit auf einmal wieder auf dem Spiel.

Die Co-Skipper Rasmus Kostner und Jes Gram-Hansen mussten ohnmächtig zusehen, wie das Red Bull Sailing Team das Rennen fortsetzte und sich bemühte, die Dänen noch zu überflügeln.

Am Ende reichten der beherzte Angriffs des Red Bull Sailing Teams und der dritte Platz im Finalrennen nicht, um die Dänen noch zu verdrängen. Für die Österreicher mit Skipper Roman Hagara blieb es damit bei Platz drei in Sydney und in der Gesamtwertung für 2015.

„Es war grauenhaft“, sagte später ein inzwischen wieder entspannter Gram-Hansen, „nach dem Zusammenstoß war uns nicht sofort klar, was das für die Punkte bedeuten würde. Dass wir uns dann aber nach all der harten Arbeit doch noch mit der erhofften Platzierung belohnen konnten, war fantastisch. Wir sind so stolz darauf, was wir auf dieser vierjährigen Reise mit SAP erreicht haben. Wir sind als Novizen eingestiegen und haben uns auf Platz zwei der Gesamtwertung vorgearbeitet. Das ist großartig.”

Der Hafen von Sydney bot in der Rennwoche herausragende Segelbedingungen. Das galt auch für den Sonntag, an dem es für die Crews wieder viele brenzlige Situationen gab. GAC Pindar, Lino Sonego, Team Italia und Oman Air kamen einer Kenterung sehr nah – zur Freude der Zuschauer, die vom Mrs. Macquaries Point aus die Rennen beobachteten.

Das Verfolgerfeld wurde in Sydney von Oman Air, Team Turx und Gazprom Team Russia angeführt, die die Platze vier, fünf und sechs belegten. Den meisten Applaus bekamen vielleicht aber die drei letzten Boote Lino Sonego Team Italia, GAC Pindar und das australische Wildcard-Team 33 South Racing.

Mit dem Act in Sydney und dem Abschluss der Saison 2015 wird auch eine neue Ära eingeläutet: Die Extreme Sailing Series verabschiedet sich von den Extreme 40 Katamaranen. Die Organisatoren haben entschieden, dass ab Anfang 2016 auf foilenden Katamaranen der GC32 Klasse gesegelt wird.

In den vergangenen neun Jahren haben Millionen Zuschauer und Tausende VIP-Gäste die Rennen vom Ufer aus verfolgt. 2016 unternimmt die Extreme Sailing Series einen weiteren Schritt in die Zukunft und tritt in den innerstädtischen Segelstadien mit innovativen, foilenden Booten an, die die Speerspitze der technologischen Entwicklung darstellen.

Gesamtwertung Extreme Sailing Series™ Saison 2015

Rang / Team / Punkte
1. The Wave, Muscat (OMA) 87 Punkte.
2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) 74 Punkte.
3. Red Bull Sailing Team (AUT) 70 Punkte.
4. Oman Air (OMA) 58 Punkte.
5t. Gazprom Team Russia (RUS) 51 Punkte.
6. Team Turx (TUR) 44 Punkte.
7. GAC Pindar (GBR) 43 Punkte.
8. Lino Sonego Team Italia (ITA) 42 Punkte.

Extreme Sailing Series™ Act 8, Sydney presented by Land Rover, Gesamtwertung nach Tag vier, 28 Rennen (13.12.15)
Rang / Team / Punkte

1. The Wave, Muscat (OMA) Leigh McMillan, Sarah Ayton, Pete Greenhalgh, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 213 Punkte.

2. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Thierry Douillard, Mads Emil Stephensen, Brad Farrand 198 Punkte.

3. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans-Peter Steinacher, Lionel Vaucher, Shaun Mason, Stewart Dodson 196 Punkte.

4. Oman Air (OMA) Stevie Morrison, Nic Asher, Ted Hackney, Ed Powys, Ali Al Balashi 174 Punkte.

5. Team Turx (TUR) Mitch Booth, Edhem Dirvana, Selim Kakis, Diogo Cayolla, Pedro Andrade 160 Punkte.

6. Gazprom Team Russia (RUS) Igor Lisovenko, Pavel Kalinichev, Pavel Karachi, Alexander Bozhko, Aleksey Kulakov 143 Punkte.

7. Lino Sonego Team Italia (ITA) Enrico Zennaro, Pierre Pennec, Nevio Sabadin, Stefano Rizzi,Tom Buggy 125 Punkte.

8. GAC Pindar (GBR) Adam Minoprio, Seve Jarvin, Jeremy Lomas, James Wierzbowski, Tyson Lamond 122 Punkte.

9. 33 South Racing (AUS) Katie Spithill, Matthew Chew, Stacey Jackson, Henry Kernot, Luke Payne 97 Punkte.

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