Extreme Sailing Series: Match Race Weltmeister gewinnt für Oman Air – Foiler kommen nach Hamburg

Gleichstand an der Spitze

 

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Start bei der Extreme Sailing Series in Barcelona. © Lloyd Images

Oman Air hat am Sonntag in Barcelona erstmals in dieser Saison einen Act für sich entschieden. Die Gesamtführung der 2017 Extreme Sailing Series™ übernahm nach einem äußerst spannendem Finaltag das dänische SAP Extreme Sailing Team.

Vor der letzten Wetfahrt des Tages, bei der die doppelte Punktezahl zu gewinnen war, lagen Oman Air, Red Bull Sailing Team, SAP Extreme Sailing Team und Alinghi nur zehn Punkte auseinander, sodass der Sieg der unter omanischer Flagge segelnden Mannschaft alles andere als sicher schien.

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Das junge Land Rover BAR Academy Sailing Team in Barcelona.
© Lloyd Images

Das von Phil Robertson angeführte Team segelte dann allerdings ein nahezu perfektes Rennen und ging mit einem sehr großen Vorsprung von mehr als zwei Minuten vor seinem schärfsten Rivalen SAP Extreme Sailing Team durch das Ziel.

Der überschwängliche Jubel der siegreichen GC32-Segler war auch von den vielen Zuschauern am Ufer noch gut zu hören. Das Team, das im Vorjahr auf den zweiten Platz der Saisonwertung gefahren war, freute sich ausgelassen über seinen ersten Erfolg bei einem Act in diesem Jahr, nach zuletzt drei dritten Plätzen.

Für das österreichische Red Bull Sailing Team brachten drei Siege in sechs Rennen am Sonntag den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen, sechs Punkte hinter Oman Air. Dem dänischen SAP Extreme Sailing Team reichte der zweite Platz in der abschließenden Wettfahrt für Rang drei in Barcelona.

Weniger gut lief es im Finalrennen für das Schweizer Team Alinghi, das sich nach Platz sieben in dieser Wettfahrt schließlich mit Rang vier in der Gesamtwertung des Acts zufrieden geben musste. Das Team mit Co-Skipper Arnaud Psarofaghis verpasste damit erstmals in dieser Saison den Sprung aufs Treppchen. Zuvor hatten die Schweizer den Act in Qingdao gewonnen und waren in Maskat und Madeira jeweils Zweite geworden.

Live-Übertragung vom Finaltag:

Damit war der Weg frei für SAP Extreme Sailing Team, in der Saisonwertung an den punktgleichen Schweizern vorbei auf Platz eins zu ziehen. Einen einzigen Punkt hinter den beiden liegt nun Oman Air auf Platz drei.

„Das Ende war für uns heute natürlich perfekt”, freute sich Oman Air Skipper Phil Robertson. „Es war ein harter Tag mit anspruchsvollen Segelbedingungen – der Wind war recht schwach und löchrig und drehte häufig. Der Schlüssel zum Erfolg lag einmal mehr in guten Starts. Unter Druck haben wir unsere Leistung gebracht.”

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GC32 Foiler in Aktion. © Lloyd Images

SAP Extreme Sailing Teams Steuermann Adam Minoprio warnte angesichts der Übernahme der Gesamtführung davor, zu früh zu feiern. „Für SAP Extreme Sailing Team war es eine harte Woche, und wir sind dankbar, dass wir es noch aufs Treppchen geschafft haben”, sagte er. „Wir führen jetzt zwar in der Saisonwertung, aber wir haben gerade einmal Halbzeit, und es stehen noch sehr viele Rennen an.”

Das NZ Extreme Sailing Team segelte auf den fünften Rang, vor Land Rover BAR Academy auf Platz sechs. Der Youth America’s Cup Steuermann Chris Taylor hatte wieder das Steuer für die Briten übenommen, und er konnte die etablierten Teams aus der Reserve locken. Zu den Neuseeländer fehlte am Ende nur ein Punkt.

Der spanische Nachwuchsstar im 470er Jordi Xammar, der für sein FNOB Impulse Team eine Wildcard erhalten hatte, war auch in Bermuda beim Youth Cup und wollte die Revanche gegen das Land Rover BAR Team, aber am Ende fehlten im doch 31 Punkte. Immerhin landete er vor dem zweiten Wildcard Team Extreme mit der Segellegende Mitch Booth am Steuer.

Obwohl seine Xammars Mannschaft die alten Hasen der Extreme Sailing Series noch nicht wie gewünscht unter Druck setzten konnte, bezeichnete der junge FNOB Impulse Skipper Jordi Xammar das Erlebnis, auf  den „fliegenden” GC32-Katmaranen Rennen zu segeln, als unvergesslich. „Das war beeindruckend. Wir können stolz sein, auf das, was wir hier erreicht haben”, sagte Xammar. „Das war eine Chance, die für uns immer wertvoll bleiben wird.”

Das Debut von Barcelona in der Extreme Sailing Series erwies sich als großer Erfolg. Insgesamt 22 Rennen wurden auf dem azurblauen Wasser vor dem Barceloneta-Strand bei nahezu perfekten Bedingungen ausgetragen.

Für die neue Allianz mit dem neuen Host Venue Partner Fundació Navegaciòn Oceánica de Barcelona (FNOB) war dies ein gelungener Auftakt: Die Extreme Sailing Series wird drei weitere Jahre in Barcelona Station machen.

In der Flying Phantom Series, die jeweils vor den GC32-Rennen ausgetragen wurde, setzte sich das österreichisch französische Red Bull Sailing Team mit dem Nacra 17 Bronzemedaillen-Gewinner Thomas Zajac am Steuer vor den französischen Mannschaften Cup Legend und Solidaires en Peloton durch.

Flying Phantoms beim Leichtwind-Foiling:

Der Kampf um den Titel in der Extreme Sailing Series wird nun vom 10. bis 13. August in Hamburg wiederaufgenommen. Anschließend zieht die globale Stadion-Rennserie weiter nach Cardiff (UK), wo vom 25. bis 28. August gesegelt wird.

Extreme Sailing Series™ Act 4, Barcelona, Gesamtwertung nach Tag 4, 22 Rennen (23.07.17)
Rang / Team / Punkte

1. Oman Air (OMA) Phil Robertson, Pete Greenhalgh, James Wierzbowski, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 233 Punkte.

2. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Stewart Dodson, Adam Piggott, Will Tiller 227 Punkte.

3. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Rasmus Køstner, Adam Minoprio, Mads Emil Stephensen, Pierluigi de Felice, Richard Mason 221 Punkte.

4. Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Nils Frei, Yves Detrey 214 Punkte.

5. NZ Extreme Sailing Team (NZL) Chris Steele, Graeme Sutherland, Harry Hull, Mike Bullot, Josh Salthouse 191 Punkte.

6. Land Rover BAR Academy (GBR) Rob Bunce, Chris Taylor, Oli Greber, Will Alloway, Adam Kay 190 Punkte.

7. FNOB Impulse (ESP) Jordi Xammar, Joan Cardona, Luis Bugallo, Kevin Cabrera, Florian Trittel 159 Punkte.

8. Team Extreme (ESP) Mitch Booth, Alberto Torné, Jordi Sánchez, Jordi Booth, Tom Buggy 129 Punkte.

Extreme Sailing Series™ 2017 Saisonwertung
Rang / Team / Punkte

1. SAP Extreme Sailing Team (DEN) 43 Punkte.

2. Alinghi (SUI) 43 Punkte.

3. Oman Air (OMA) 42 Punkte.

4. Red Bull Sailing Team (AUT) 37 Punkte.

5. Land Rover BAR Academy (GBR) 32 Punkte.

6. NZ Extreme Sailing Team (NZL) 31 Punkte.

Flying Phantom Series Barcelona, Gesamtwertung nach Tag 4, 8 Rennen (23.07.17)
Rang / Team / Punkte

1. Red Bull Sailing Team (AUT): Thomas Zajac (AUT) / Antoine Joubert (FRA) 171 Punkte.

2. Cup Legend (FRA): Tim Mourniac (FRA) / Pierre-Yves Durand (FRA) 165 Punkte.

3. Solidaires en Peloton (FRA): Thibaut Vauchel-Camus (FRA) / Tom Laperche (FRA) 157 Punkte.

4. Culture Foil (FRA): Eric Peron (FRA) / Théo Constance (FRA) 146 Punkte.

5. Oman Sail (OMA): Thomas Normand (FRA) / Ahmed Al Hasani (OMA) 135 Punkte.

6. UON (POR): Jose Caldeira (POR) / Helder Basilio (POR) 134 Punkte.

7. Lupe Tortilla (USA): John Tomko (USA) / Jonathan Atwood (USA) 134 Punkte.

8. EVO Visian ICL (GER): Raphael Neuhann (GER) / Elias Neuhann (GER) 126 Punkte.

9. Masterlan (CZE): David Krizek (CZE) / Milan Harmacek (CZE) 119 Punkte.

10. Flying Frogs (FRA): Gwénolé Gahinet (FRA) / Arnaud Vasseur (FRA) 102 Punkte.

11. Back to Basics (FRA): Bruno Marais (FRA) / Max Billaux (FRA) 86 Punkte.

12. Red Bill II (FRA): Dominique Pichon (FRA) / David Mirabel (FRA) 82 Punkte.

Flying Phantom Series 2017 Saisonwertung
Rang / Team / Punkte

1. Red Bull Sailing Team (AUT) 40 Punkte.

2. Cup Legend (FRA) 36 Punkte.

3. Culture Foil (FRA) 36 Punkte.

4. Solidaires en Peloton (FRA) 32 Punkte.

5. Oman Sail (OMA) 31 Punkte.

6. Lupe Tortilla (USA) 30 Punkte.

7t.UON (POR) 27 Punkte.

8. EVO Visian ICL (GER) 26 Punkte.

9. Masterlan (CZE) 22 Punkte.

10. Back to Basics (FRA) 21 Punkte.

11. Red Bill II (FRA) 18 Punkte.

12. ZEPHIR by Idrewa (FRA) 18 Punkte.

13. Flying Frogs (FRA) 11 Punkte.

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