Extreme Sailing Series: Rothschild siegt vor Artemis und Red Bull. Gäbler mit starkem Finish

"So haben wir uns das vorgestellt..."

(Video Zusammenfassung der Highlights in Muscat)

Der Belgier Sébastien Godefroid hat kurz die Pinne von Fotograf Gäbler übernommen und freut sich mit Michael Walther über einen gelungenen Auftakt. Bruno Dubois trägt Helm. © Gäbler

Bei dem ersten Act der Extreme Sailing Series in Muscat hat der Franzose Pierre Pennec seine Premiere am Steuer der „Groupe Rothschild“ mit einem Sieg gemeistert. Der ex Tornado-Segler (Olympia 2000 Sydney), der die Pinne von Yann Guichard (jetzt Alinghi) übernommen hat, siegte in einem spannenden Finish knapp vor Einrumpf-Spezialist Terry Hutchinson, der mit „Artemis“ ebenfalls eine glänzende Premiere feierte.

Das Wirsol-Team mit den beiden Deutschen Gäbler und Walther an Bord folgt dem Team New Zealand um die Tonne. © Lloyd Images

Besonders glücklich waren die zweifachen Tornado-Olympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher über Rang drei. Erstmals konnten sie mit ihrem Red Bull Team einen Spitzenplatz belegen. Die neue Zusammenstellung des Teams mit dem britischen Vize-Weltmeister im Tornado Will Howden und Super-America´s-Cup-Grinder sowie Finn-Bronze-Gewinner Craig Monk aus Neuseeland hat sich ausgezahlt.

Pierre Pennec freut sich über den Sieg und eine gelungene Premiere als Steuermann für "Rothschild" die Nummer zwei der Saison 2010. © Lloyd Images

Auch für Roland Gäbler verliefen die fünf Tage mit 32 Rennen erfolgreich. Besonders am letzten Tag bewies er mit den Plätzen 3-5-5-8-10-3-9 eine deutlich aufsteigende Tendenz. „So haben wir uns das vorgestellt. Die besten Plätze am Schlusstag des Events“, schreibt Gäbler. Aber er bemüht sich auch das Geschehen richtig einzuordnen.

„Die anderen sind uns noch Meilen voraus. Wir sind ein „Last Minute Projekt“ und froh, dass wir es mit unseren Partnern überhaupt an den Start geschafft haben. Und ein paar glanzvolle Momente konnten wir ja auch schon setzen. Wir sind durchaus Stolz auf die vielen guten Einzelplätze.“

Terry Hutchinson gehört mit dem Artemis-Team zu den großen Gewinnern der Auftaktserie. Platz zwei hätte mann dem Kat-Neuling nicht zugetraut. © Lloyd Images

Gäbler bescheinigt sich und seiner Crew gute Lerneffekte bei den Kurzrennen, die zuletzt nur zehn Minuten dauerten. „Zum Schluss war der Amwind Speed viel besser, nachdem wir das Großsegel noch mal am Mast verstellt haben. In ganz kleinen Schritten haben wir uns nach vorne gearbeitet und durch die Serie eine Steigerung erlebt.“

Der Abstand zu den letzten beiden Teams mit dem erschreckend schwachen Match Race Weltmeister Ian Williams auf dem letzten Platz ist beträchtlich und gute Einzelplatzierungen zeigen mehr Potenzial, als man nach den jeweiligen Schnelleinsätzen deutscher Teams bei den vergangenen Kiel-Events nicht erwarten konnte.

Araber vor Flotte. Die Extreme Sailing Series war für die Veranstalter ein guter Erfolg. © Lloyd Images

„Jetzt sind wir total platt. Akku leer. Nichts geht mehr. Wir haben alles gegeben und tolle Tage hier im Oman gehabt. Das Schiff wird nun nach Qingdao/China verschifft, wo Mitte April der nächste Event stattfindet.“

Ergebnisse
Eventseite

Video vom vierten Tag:

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Carsten Kemmling

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