Faszination-Segeln: Melges24 Video aus Finnland – Starkwind bei der WM

Kampf mit den Elementen

Das Video vom zweiten Tag der Melges24-WM in Helsinki zeigt die Attraktivität des Segelsports. Starker Wind, hohe Wellen, jede Menge Spritzwasser. So muss es sein!

Die Melges 24 hat vor 24 Jahren den Trend der gleitenden Kiel-Sportboote unter Gennaker eingeleitet. Bugspriet, großer Gennaker und ab geht die Post! Es gibt inzwischen kleinere und günstigere Alternativen, aber immer noch gilt die Melges24 als die Mutter aller Rüsselboote.

Melges 24

In Helsinki starten 59 Boote bei der Melges24-WM. © Melges24 Class

Zu einer Weltmeisterschaft im fernen Helsinki kommen immerhin 59 Teams, und wenn einmal wieder der Gardasee auf dem Programm stünde, wären wieder weit über 100 Crews vertreten. Sie alle lechzen nach einem Tag wie dem zweiten bei der WM in Finnland. Die bewegten Bilder zeigen, was die Faszination dieser Art des Segelns ausmacht.

Seit einigen Jahren wird die Klasse von den Italienern und Amerikanern dominiert, und daran hat sich auch aktuell nichts geändert. Es sind auch zehn deutsche Schiffe am Start. Aktuell nach zehn Läufen liegt das Team vom Deutschen Touring Yacht-Club und Bundesliga-Meister um Steuermann Luis Tarabochia Vater Michael und Bruder Marco sowie Sebastian Bühler und Dominik Müller als bestes deutsches Team auf Rang 14.

Melges 24

Conrad Brinkmann mit seiner Crew versucht den großen Gennaker zu bändigen. Platz 30. © Melges24 Class

Ergebnisse Melges 24 WM 2017

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6 Kommentare zu „Faszination-Segeln: Melges24 Video aus Finnland – Starkwind bei der WM“

  1. avatar mantis sagt:

    Die Melges 24 hat vor 24 Jahren den Trend der gleitenden Kiel-Sportboote unter Gennaker eingeleitet.

    Da liegt Ihr wohl ein bisschen heftig daneben. Ich konnte mich noch an die Zeit vor der Melges erinnern und habe mit ein bisschen Mühe, dem Lesen in meiner Zeitschriftensammlung und ein bisschen googeln (aus dieser Zeit findet man damit aber nicht mehr sehr viel) folgendes herausgefunden. Die Melges war, als sie auf dem Markt kam, nicht alleine. Gleitende Kielboote mit breitem Heck gab es schon wenigstens 10 Jahre vor der Melges 24. Die ZOOM 805 war wahrscheinlich das 1. dieser Gleitboote. Als Nachfolger wurde von einem Berliner Zahnarzt die 919 auf den Markt gebracht. Die 805 war von der Yacht noch gelobt worden, als fliegendes Bügeleisen und als Dauergleiter (Yacht 14/81) Die österreichische Yachtrevue schrieb über die 805 in der Ausgabe 1/82. Nach dem die Yachtrevue positiv (geht wie Sau) über die 919 berichtet hatte, wurde in der Regatta, einem damaligen Ableger der Yacht, die 919 verrissen und 5 Jahre später von der Yacht (Yacht 14/87) als unsegelbar hingestellt. Diese Boote fuhren wenn man den damaligen Veröffentlichungen glauben darf bei Beaufort 4 schon unter Groß und Fock Gleitgeschwindigkeit und nicht erst unter Genacker und Spi bei Starkwind.
    Besserwisserei, Rechthaberei und die Verachtung von Außenseitern und ihren Entwicklungen hatten in Deutschland wieder mal gesiegt.
    Nicht umsonst gibt es das deutsche Sprichwort; der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Und wird auch nicht mehr erwähnt, sollte man hinzufügen.

    Einen schönen Tach auch noch

    Mantis

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    • avatar christoph sagt:

      Moin,
      Naja, aber Große Regattafelder und viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und damit den Trend eingeleitet hat eben doch die Melges.
      Man würde heute auch immer sagen dass das iPhone den weltweiten Smartphone hype eingeleitet hat aber es war auch nicht das erste smartphone. Die gab es im Prinzip schon 10 Jahre früher.
      Es bedarf eben immer einem ganzen stimmigen Packet und einer gehörigen portion Marketing und Gespür für den Markt damit ein Produkt so gut ankommt.
      Es gibt heute auch zig solcher Rüsselboote in sehr ähnlicher Form und doch ist die J70 eingeschlagen wie eine Bombe. Weil sie eben genau das Richtige Boot zur richtigen Zeit mit ein wenig marketing Glück war.

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  2. avatar mantis sagt:

    Moin Christoph,

    das sind ja gefühlt wirkliche Neuigkeiten, die man so ja noch nirgends gelesen oder gehört hat und Deine Argumente sind von einer wirklich umwerfenden alternativen Logik.
    Das macht mich richtig an. Ich will mich da auch mal darin versuchen und erkläre den 49er zur Mutter aller Skiffs!
    Ist doch ein stimmiges Paket, das auf den Punkt genau, wie eine Bombe eingeschlagen hat. Ja das ist geil!!
    Der 49er das 1. und einzig wahre Skiff.

    Einen schönen Tach auch noch

    Mantis

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    • avatar christoph sagt:

      🙂

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    • avatar christoph sagt:

      Ich glaube ich verstehe was dich so in Rage versetzt. Das was SR geschrieben hat und auch meine Argumentation beziehen sich natürlich auf den Trend beim Anwender. Also den Trend sportlich simples dayracing auf rüsselbooten zu machen. Ich glaube dir geht es mehr um die Konstruktionsidee und damit die geistige Innovation der Rüsselboote selber. Da hast du natürlich Recht dass das zuerst gezeichnet und gebaute boot auch den teen der Konstruktionsidee ausgelöst hat. Jedes weitere ist dann immer “nur” eine Weiterentwicklung.

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      • avatar mantis sagt:

        Moin Christoph,

        wenn ich es recht bedenke lag ich wohl sehr falsch. Ich dachte der Schwerpunkt liegt bei der Melges 24, auf dem Gleiten unter Gennaker. Aber nein es ist der Rüssel. Der Rüssel ist das entscheidende Merkmal.
        Weil das Boot einen Rüssel hat, könnte ich einwenden, ist es nun aber wirklich keine Weiterentwicklung und auch nichts Neues, denn den gab es schon bei den englischen Rennkuttern vor mehr als 170 Jahren. Die hatten schon einen ausfahrbaren Bugspriet, mit anderen Worten, einen Rüssel.
        Allerdings kann man nun einwenden, der war nur aus Holz und war in rostenden Eisenringen gelagert. Dagegen sind die neuen aus Aluminium oder Kohlefaser der ultimative Fortschritt.
        Daraus kann man dann wieder folgern, alle Boote, die nun statt eines Spibaums einen solchen modernen Rüssel haben, gleiten unter Gennaker, wenigstens bei Starkwind. So kommen wir alle auf unsere Kosten.
        Mit diesem wunderbaren Ergebnis, so hoffe ich können alle zufrieden und glücklich sein.

        Einen schönen Tach auch noch

        Mantis

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