Jules Verne Trophy

Hochdruck drückt Druck hoch

Bowman Bruno Jeanjean im Sonnenuntergang © Team Groupama

Franck Cammas und seine neun Crewmitglieder kämpfen weiterhin um die Möglichkeit, den Jules-Verne-Rekord von Bruno Peyron („Orange II“) zu knacken. Aufgehalten von einem Hochdruckgebiet im Südatlantik, liegt Cammas mit seinem Trimaran „Groupama 3“ derzeit jedoch fast 300 Seemeilen hinter der Referenzzeit des Rekordinhabers zurück.

Ein Hochdruckgebiet, dessen Kern nur 350 Seemeilen östlich des Tris liegt, beschäftigt die Crew um Franck Cammas. Eine ganze Reihe von Wenden mussten die Jungs in den vergangenen Stunden wuppen, was den Puls der Segler deutlich in die Höhe schnellen ließ – Bluthochdruck. Am heutigen Nachmittag soll, laut Sylvain Mondon, dem begleitenden Meteorologen in Paris, die vorerst letzte Wende gesegelt werden, welche das Schiff dann auf Steuerbordbug Richtung Norden bringen wird.

Die Stimmung an Bord der "Groupama 3" stimmt. Jacques Caraes ist weiter hoch motiviert. ©Team Groupama

Nach fast 36 Tagen auf See liegen nun noch rund 5700 Seemeilen vor dem Groupama-Team. 5700 Meilen, während derer jede Minute möglichst effektiv genutzt werden muss. Den derzeitigen Rückstand von einem halben Tag auf die Referenzzeit Bruno Peyrons glaubt das Team noch bis zur Ziellinie bei der Ile de Ouessant aufholen, und in einen Vorsprung umwandeln zu können. Trödeln dürfen die Männer an Bord des Tris jedoch nicht mehr. Sollte der bisherigen Rekord fallen, so wird der neue mit heißer Nadel gestrickt sein. „Wir wissen, dass es sehr eng wird, und dass wir ein wirklich spannendes Rennen gegen die Referenzzeit fahren“, sagt Bowman Jacques Caraes. Aber die Stimmung an Bord, so Caraes, sei so gut wie am ersten Tag der Reise. „Darum können und werden wir alle unser Bestes geben, um den Rekord zu holen.“

Mathias Müller
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