IMOCA New York-Barcelona: „Safran“-Skipper Guillemot gibt nach schwerem Sturz auf

Da waren's nur noch drei!

Nur vier IMOCA starten vor der New Yorker Skyline © Ocean Masters

Nur vier IMOCA starten vor der New Yorker Skyline © Martinez

Die West-Ost-Regatta der Open 60 sollte eigentlich das Zeug zu einem neuen „Klassiker“ haben. Doch die Premiere lief etwas aus dem Ruder…

Im Prinzip stimmt der Plan: Das „New York-Barcelona“-Race soll als eine Art ultimativer Test vor den „ganz großen“ IMOCA-Regatten wie etwa Vendée Globe oder das Barcelona-World-Race (Start Silvester 2014) fungieren. Die IMOCA-Klasse will so einen weiteren festen Termin in ihrem internationalen Regattakalender etablieren – seit Jahren ist die Open-60-Klasse starken „Image-Schwankungen“ ausgeliefert: Mal spüren die finanziell sehr aufwändig zu segelnden Boliden enormen Rückenwind wie etwa nach der Vendée Globe (Kunststück: das Rund-um-die-Welt-Rennen gilt neben dem America’s Cup als die aufmerksamkeitsstärkste Regatta weltweit), kurz darauf scheint die Szene wieder in einem Flautenloch ohne absehbarem Ende zu stecken.

Gut in Szene gesetzt: Die "Gaes" vor dem Big Apple © Martinez

Gut in Szene gesetzt: Die “Gaes” vor dem Big Apple © Martinez

Was sich wiederum auf Sponsorenverträge oder –verhandlungen auswirkt und den einzelnen IMOCA-Kampagnen immer wieder unliebsame Überraschungen beschert, weil Geldgeber abspringen oder Verträge nicht verlängert werden.

Ein bisschen wenig, selbst für den Anfang

Insofern ist das „New York–Barcelona–Race“ (zweihand)  im Rahmen der ebenfalls neu eingerichteten „Ocean Masters World Championship“–Serie zwar richtig konzipiert und zeitlich gut positioniert, kann aber leider nur eine schwach besetzte Premiere liefern.

Zwar waren mit  „Safran“ (Marc Guillemot/Morgan Lagravière), „Hugo Boss“ (Pepe Ribes/Ryan Breymaier) und „Neutrogena“ (Guillermo Altadill/José Muñoz) echte Hochkaräter am Start (auch wenn Hugo-Boss-Skipper Alex Thomson das Ruder an Ryan Breymaier abgab, weil er Vaterfreuden entgegen sah) und die „Gaes“ (Anna Corbella/Gerard Marin) wurde als Vierte im Bunde zumindest als „konkurrenzfähig“ eingestuft… das was war’s dann aber auch schon!

Konzentration zum Sonnenuntergang auf der "Neutrogena" © Ocean Masters

Konzentration zum Sonnenuntergang auf der “Neutrogena” © Ocean Masters

Gleich ein paar Minuten nach dem Start fiel das fünfte gemeldete Schiff , die „Spirit of Hungary“ wegen „technischer Probleme“ aus – die beiden Segler Nandor Fa und Marcell Goszleth reisten nur einen Tag vor dem Startschuss an. Entsprechend lückenhaft ist die technische Vorbereitung auf das Rennen ausgefallen.

Ryan Breymaier liegt auf "Hugo Boss" derzeit in Führung © Ocean Masters

Ryan Breymaier liegt auf “Hugo Boss” derzeit in Führung © Ocean Masters

Und dann auch noch ein Unfall…

Nur vier Boote also bei einer Transatlantik-Regatta, die im Vorfeld als „ulitmativer Test“ vor der „Barcelona World“ gefeiert wurde. Und vorgestern stürzte der Skipper der in Führung liegenden „Safran“ bei einem Manöver schwer und brach sich wohl einige Rippen. Marc Guillemot musste so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden  – sein Mitstreiter Morgan Lagraviere drehte kurz vor der Straße von Gibraltar ab und brachte den Verletzten nach Cadiz.

Marc Guillemot verletzte sich bei einem Sturz – "Safran" muss aufgeben! © safran

Marc Guillemot verletzte sich bei einem Sturz – “Safran” muss aufgeben! © safran

Da waren’s nur noch drei. Und die segeln jetzt in eher schwachen Winden durch das Mittelmeer Richtung Zielhafen Barcelona. Schön, dass Ryan Breymaier (der beim letzten Barcelona World Race gemeinsam mit dem Deutschen Boris Hermann segelte) auf der „Hugo Boss“ jetzt die Führung übernommen hat. Doch „Neutrogena“ liegt nur 3,6 Seemeilen zurück. Sollte es noch ein spannendes Finale im „Matchrace“-Modus geben?

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Michael Kunst

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