2. Act Extreme Sailing Series Qingdao: Gäbler mit Chinesen an Bord zum Laufsieg

Segel Show für China

Luna Rossa Crew Manuel Modena mit einer Showeinlage vor dem chinesischen Segel-Publikum. © Lloyd Images

Qingdao, das olympische Segelrevier von 2008 zeigt sich jetzt im April beim zweiten Akt der globalen Extreme Sailing Series von seiner besten Seite. Sonne und mittelstarke Winde schon seit Tagen und viele spannende Rennen liegen hinter uns.

Und endlich: Wir haben unser erstes Rennen in der Serie gewonnen am zweiten Tag. Und wie es der Zufall will, war der Bürgermeister der 8 Millionen Metropole von Qingdao mit an Bord als 5. Person (Gast). Dementsprechend groß war das Gefolge während des Rennens. Selten zuvor haben wir so viele Journalisten um uns gehabt bei einem Segelrennen. Die Chinesen sind verrückt nach Segeln.

Das Besondere ist, dass wie auch einen einheimischen Chinesen an Bord im Team haben und der wird jetzt hier vor Ort zum Superstar gemacht. Nicht das er nun alles an Bord geben, muss während der 6 Rennen am Tag. Vielmehr muss er noch die vielen Vertreter der Presse glücklich machen.

Der Gäbler-Kat vom Team Extream auf dem Olympiarevier vor Qingdao. © Lloyd Images

Das alles zusammen, ist neben dem Segeln eine neue extreme Erfahrung. Qingdao, die Segelfans und die Medien sind wirklich mit dem Herzen dabei. Schulklassen besuchen uns täglich und feuern und an. Das hätte ich den Asiaten nicht zugetraut. Das sind ehrliche und aufrichte Fans.

Nun ja, einige unserer vieles Rennen gingen auch komplett daneben. Gleich zwei Mal haben uns die Schiedsrichter eine Strafe aufgedrückt die uns weit zurück geworfen hat. Wir meinen zu Unrecht. Aber so ist das eben. Eine Rote Karte wollen wir lieber nicht riskieren und halten uns souverän zurück beim Meckern. Besser wir legen uns nicht mit den Schiedsrichtern an und segeln unseren Stil weiter.

Denn dieser ist nach vorne ausgerichtet. Locker und Angriffslustig wollen wir vorne mal eine Ansage machen. Zumindest bei ein paar Rennen.

Das Multikulti Gäbler-Team mit dem Belgier Sebastien Godefroid muss einen Chinesen in die Mannschaft integrieren. © Lloyd Images

Wir sind ein Last-Minute Projekt. Und das wir bei jedem Veranstaltungsort noch einen Local-Hero als Segler an Bord nehmen müssen, ist echt eine sportliche Herausforderung. Denn wir haben nur ein bis zwei Tage Training vor dem Event zur Verfügung. Und jetzt steht das so ein lieber Chinese vor uns und soll innerhalb weniger Stunden von 0 auf 100 eine Top Leistung auf einem Extreme40 Renner bringen.

Das ist alles etwas viel und wir beginnen praktisch von 0 bei jedem der Events. Doch wir stehen dazu. Es ist ein „Multi-Kulti Projekt“ und wir haben aktuell die meisten Nationen mit an Bord (GER, CAN, FRA, BEL, CHN). Ich meine das ist einmalig in dieser Form. Viele nennen uns schon das „United Nations Team“.

Mit dem Bürgermeister als Gast an Bord gelang der erste Laufsieg. © Lloyd Images

Es ist sportlich wirklich nicht so einfach das alles unter einem Hut zu bekommen. Doch das ist der Deal mit dem Veranstalter OC. Wir bekommen ein Schiff und die Kosten erstattet und müssen dafür jedes Mal einen lokalen Segler mit ins Team nehmen. Doch der Extreme40 Katamaran ist kein Erholungsdampfer, sondern die Formel-1 des Yachtsegelns. Da kommen unsere neuen Team-Mitglieder schon schnell an Ihre körperliche Belastungsgrenze.

Doch es macht Freude neue Freunde zu gewinnen. Es sind echt nette Menschen die da zu uns kommen und mit denen wir segeln gehen. So gesehen muss man die sportliche Seite mit der Multi-Kulti Mission dieses Projektes gleich stellen. Wir segeln nicht nur um den Sieg, sondern wollen Menschen aller Kontinente auf unserem Schiff zusammen bringen. Und das funktioniert besser als wir dachten.

Ok, jetzt liegen wir in der Gesamtwertung auf dem 8.Platz. Und die Top Teams sind nicht weit entfernt. Es geht also voran. Wir lernen jeden Moment etwas dazu. Die Rennen werden akribisch analysiert und abgespeichert. Jedes Rennen, ob gut oder schlecht ist eine Erfahrung. Und das sehen wir sehr positiv. Schritt für Schritt geht es besser und besser.

Jetzt hoffen wir, dass die Winde vor Qingdao weiter durchhalten und uns spannende Rennen bringen.

Während die F1 des Motorsports nur unweit in Shanghai Ihre Runden dreht und Tonnen von Benzin verbrennt, zeigen wir mit den Extreme40s auf, wie die Formel-1 der Zukunft aussieht. Wir nutzen Wind, Wasser und Sonne mit modernster Technik um Rennen zu gewinnen. Segeln, wie wir es in Zentrum von Qingdao hautnah und spektakuläre den Zuschauern und den Medien präsentieren, hat ein enormes Potential.

Und wenn wir es in Qingdao schon ins Primetime TV schaffen, dann ist der Anfang gemacht. Uns gehört die Zukunft. Powered by Nature. Im Oman und jetzt in China zeigt uns, das wir den Punkt genau getroffen haben. Segeln ist Meer!

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Ein Kommentar „2. Act Extreme Sailing Series Qingdao: Gäbler mit Chinesen an Bord zum Laufsieg“

  1. Meinen herzlichsten Glückwunsch an Roland, Sebbe, Bruno und William!!! Alles geben, die kommenden Tage! Ich drücke die Daumen!!!

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