Sönke Bruhns meldet mit neuer M34 für die Tour de France a la Voile

Deutsche Amateure gegen Groupama und Co

Sönke Bruhns am Steuer seiner neuen M34 "Iskareen" beim Training vor der Spi Ouest Regatta in La Trinité sur Mer. © segelreporter.com

Erstmals wird bei der Tour de France a la Voile 2011, einer der wichtigsten französischen Regattaserien, ein deutsches Team an den Start gehen. Die Hamburger Christiane Dittmers und Sönke Bruhns haben eine neue M34 gekauft, die ab diesem Jahr die Mumm 30 Klasse bei der Tour de France ersetzt.

Das ISKAREEN Racing Team ist bisher bei Atlantik- und Offshore-Regatten gesegelt und in der One-Design Klasse Swan 45 gegen die Profis angetreten. Nun kommt eine neue Herausforderung. „Ich wollte schon immer einmal ein wirkliches Segelprojekt an den Start bringen“, sagt Bruhns. „ Ein Projekt mit kompromisslosem One-Design-Segeln, bei dem sich aber auch Hochseeerfahrung auszahlt.“

Bruhns möchte in Deutschland nicht nach Vermessungssystemen segeln Die „üblichen Materialschlachten und Vermessungsspitzfindigkeiten beim Dickschiffsegeln“ schrecken ihn ab. Zur Erwartungshaltung sagt Christiane Dittmers: „Natürlich werden wir in Frankreich nicht zu den Top-Performern gehören. Doch darum geht es auch nicht. Wir treten an, um zu lernen.“

Der Zeitpunkt könnte günstig sein, da in dieser Saison der neue Bootstyp M34 für die Tour ausgewählt wurde und alle Teams bei Null anfangen. Im Winter wurden die ersten Yachten von der Werft Archambault ausgeliefert.

Die Konstruktionen entsprechen im Prinzip einer hochseetauglichen Melges 32. Ein großer Gennaker und leichter Rumpf sollen den Renner auf über 30 Knoten in der Atlantikdünung beschleunigen.

Bei der Segelentwicklung, die in der noch jungen Klasse ganz am Anfang steht, arbeitet das ISKAREEN Team mit North Sails Hamburg zusammen. Die Crew besteht aus jungen Seglern, die in den vergangenen Jahren erfolgreich sowohl im Offshore-Bereich, J-24, Match Race, Melges 24 und Jollen gesegelt und ist überwiegend beim Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg beheimatet.

Der erste Auftritt der ISKAREEN M34 erfolgt über Ostern bei der Spi Ouest Regatta in La Trinité sur Mer, bei der insgesamt über 500 Yachten an den Start gehen. In der M34 Klasse sind erstmals zwölf Teams dabei. Darunter unter anderem America´s Cup Taktiker Bertrand Pacé, Groupama-Teamchef Franck Cammas und ein Team aus dem Oman.

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Sönke Bruhns meldet mit neuer M34 für die Tour de France a la Voile“

  1. avatar NK sagt:

    Cool, ich drück jetzt schon die Daumen!

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    • avatar hannes sagt:

      genau richtig, das einzig wahre ist, egal welche , Einheitsklasse ! Diese IMS/YARDSTICK oder ORC Wertung sagt garnichts aus, und ist für mich sowieso nur dafür da, um die Regattafelder zu füllen.
      Wenn es das nicht gäbe, würden die Einheitsklasse sicher auch wieder mehr Zulauf haben. Und somit hätten wir auch deutlich größere Felder.
      Ich wünsche den Jungs viel SPaß !

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  2. avatar Sven sagt:

    Nur in der Einheitsklesse zeigt sich welche Klasse man hat,und es gibt kaum etwas der Fairness gleicher kommt.Das Problem was ich sehe ist das es 1. zu viele einheitsklassen gibt und sich daher kaum noch große Felder ergeben(ich habe kein überblick wieviele klassen es in Deutschland ,respektive in Europa momentan giebt ,aber sicherlich mehr als 300 und jedes Jahr kommen neue dazu) und zum 2. : es ist nicht Fair.Bessere Segel,besseres Tauwerk…kurzum : man müsste alles genauenstens festlegen und vorallem auch die Elektrischen hilfsmittel !
    Aber schön das es ein Deutsche Team gibt! Viel Spass und erfolg!

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    • avatar Sclaufux sagt:

      Fahr mal mit !
      34 fuss, 2,35 T, 2,7 m Tiefgang und 130qm Geni.
      Denn kannste zweifeln….
      An allem was du vorher gemacht hast…
      Nur spass, aber rockt.
      14,9 bei 12kn Wind macht Laune

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  3. avatar Sclaufux sagt:

    Gestern bei Schweinebedingungen, 5 und 2.
    Heute 9, 8, 5.
    Zweites Rennen geführt,
    Aber dann hab ich’s versaut.
    Wir haben ne ddownwindschwaeche, aber diesmal war bis auf die erste Kreuz alles Kacke.
    Upwind-Taktik im One-design kann ich ganz gut.
    Aber downwinds im ruesselboot, mit 130 qm geni ist halt was anderes.
    Wir suchen den Surf,während die anderen stumpf ihre VMG, trief fahren.
    Viel zu lernen…..
    Morgen geht’s weiter….
    100sm mit Faktor 3….
    Da kann man auch mal alles verlieren.
    Mal kucken, was sich die franzoesichen
    Offshore-Tonis so einfallen lassen….
    Unser Boot ist aufjedenfall schnell.
    More News later.

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