ISAF WM Perth: Ainslie on Top, Hahlbrock guter Dinge

Favoriten schieben sich nach vorne

Cooler Name für einen Segler. Der Brite Luke Patience - Geduld - liegt auf Rang zwei bei den 470ern. © Ocean Images

Die deutschen Teams können im ersten Teil der ISAF WM noch nicht entscheidend in die Kämpfe um die vorderen Plätze eingreifen. Die überraschenden 470er Segler Ferdinand Gerz und Patrick Follmann sind auf Platz 13 zurückgefallen seit sie im achten Rennen zu den zehn Black Flag Frühstartern gehörten. Ihr Abstand zu einer möglichen Medalrace Qualifikation beträgt sieben Punkte.

Surferin Moana Delle liegt einen Platz schlechter auf Rang 14, aber nur vier Punkte hinter dem machbaren zehnten Rang. Bei den Finn Dinghies segelt der beste Deutsche Jan Kurfeld mit den Läufen 32/34/(35) weiterhin hinterher und ist auf Ran 34 platziert.

Matthew Belcher, der Mann von Kathrin Kadelbachs Vorschoterin Frederike, hat mit sechs Siegen in acht Rennen überlegen die Führung bei den 470ern übernommen. © Ocean Images

Superstar Ben Ainslie dagegen hat mit den Plätzen 1 und 2 seine kurze Schwächeperiode behoben und wieder die Führung in der Finn Dinghy Klasse übernommen. Der Widerstand des bisher auf Platz eins liegenden Holländers Pieter-Jan Postma scheint gebrochen. Er fiel auf Rang drei zurück.

Auch bei den 470ern haben die Favoriten die Spitze übernommen. Mit zwei Laufsiegen vor Tribünen schraubte der australische Mann von Frederike Belcher (Vorschoterin von Kathrin Kadelbach) seine Siegesserie auf sechs in acht Läufen. Die 470er segelten nah unter Land vor Tribünen.

Ben Ainslie darf den hässlichen roten Punkt im Segel wieder mit einem gelben für den Führenden ersetzten. © Ocean Images

Bei den Match Racerinnen haben in der Gruppe B Claire Leroy (FRA) und Mandy Mulder (NED) mit ihren Teams die verbliebenen beiden direkten Plätze im Halbfinale mit 10:3 Siegen gebucht. Titelverteidigerin Lucy MacGregor (GBR) rutschte unglücklich punktgleich auf Platz drei und damit in die Hoffnungsrunde.

Dort treten ab morgen 16 Teams gegeneinander an und kämpfen jeder gegen jeden um die vier vakanten Plätze im Achtelfinale, die gleichzeitig die Olympiaqualifikation bedeuten. So geht es auch für die Hahlbrock Schwestern und Anke Lukosch wieder bei Null los.

Der erstaunliche Holländer Postma fiel im Finn auf Rang drei zurück. © Ocean Images

Aber Steuerfrau Silke (27) zeigt sich wenig beeindruckt von der Situation. “Wir fühlen uns hier wohl. Das ist wie Segeln auf der Alster. Wir mögen es böig und drehend”, sagt die Hamburgerin in einem Interview mit dem Veranstalter. “Man muss einen guten Plan haben aber auch flexibel reagieren können.”

Sie sei mit der Leistung bisher zufrieden, die auch einen Sieg gegen die Top Favoritin Anna Tunnicliffe einschloss. Doch sie betont: “Es ist nicht so wichtig, wen wir schlagen, sondern wie wir segeln.” Dabei ist es beeindruckend, wie sehr Ersatzfrau Anke Lukosch bisher den Ausfall von Kerstin Schult kompensieren konnte.

Die Holländerin Mandy Mulder holte den letzten Platz im Achtelfinale. Der Spibaum steht noch querab. © Ocean Images

Eine interessante Geschichte am Rande der Frauen Match Races: Insgesamt zehnmal wurden Teams mit DNF (aufgegeben) gewertet, weil sie zu falschen Bahnmarken gesegelt sind.

Ergebnisse

 

 

 

 

 

Zusammenfassung des achten Segeltages:  

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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3 Kommentare zu „ISAF WM Perth: Ainslie on Top, Hahlbrock guter Dinge“

  1. avatar Marc sagt:

    Das Frauen ohne Navi aufgeschmissen sind und keine Karte lesen können ist ja bekannt, aber 10 Mal die falsche Tonne? 😉
    Wann kommt endlich ein Segelnavi? “Bitte wenden sie jetzt” “In 50 Metern bitte halsen” 😉

    So dann wollen wir mal hoffen das Frau Belcher viel mit ihrem Mann trainiert hat. Marit Bouwmeester trainiert übrigens auch oft mit ihrem Bruder der Laser Standard segelt. Im Moment Platz 2 belegt wohl, das es nicht verkehrt sein kann auch mal mit vermeintlich körperlich überlegenen Männern zu trainieren.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

  2. avatar Christian sagt:

    vielleicht ist es doch eher so: Die aus Männern bestehende Wettfahrtleitung hat im unübersichtlichen Hafen von Perth reichlich seltsame Kurse mit lauter lustigen Tonnen gelegt, bei denen kein vernünftiger Mensch mitkommt?

    Und vielleicht hat ja der Bruder von Frau Bouwmeester vom Training mit ihr profitiert?

    Das ein oder andere Klischee wird wohl erst an der Biegung des Flusses vergraben, wenn Mario Barth seinen finalen Abschied von der Idiotenlaterne nimmt 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar k sagt:

    Los Matty – gib Gas!

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

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