Louis Vuitton Trophy

Jablonski verliert knapp gegen Barker, Schümann dritter

Karol Jablonski (r) gratuliert Dean Barker zum knappen Sieg. Der Deutschpole lieferte eine enorm starke Vorstellung © Bob Grieser/outsideimages.co.nz/Louis Vuitton Trophy

Jochen Schümanns All4One Team hat bei der Louis Vuitton Trophy im spanische La Maddalena mit Gesamtplatz drei einen starken Auftritt hingelegt. Die Deutschfranzosen mit Sebastien Col am Steuer schlossen die Round Robin Serie jeder gegen jeden überraschend als Sieger ab. Im Viertelfinale der besten acht hätten sie ein KO-Rennen gegen Luna Rossa segeln sollen. Aber seit die beiden BMW Oracle Cupper nach einer schweren Kollision aus dem Rennen genommen werden mussten, und mit den Mascalzone Yachten nur noch ein Paar Schiffe verblieben war, geriet der Zeitplan arg unter Druck.

All4One mit der deutschen Flagge am Heck war im Halbfinale gegen Synergy nah dran am Sieg verlor aber dann doch 0:2 © Paul Todd/outsideimages.co.nz/Louis Vuitton

So blieb nur Zeit für das Viertelfinale des Vierten Mascalzone gegen den Fünften Synergy. Die Russen mit Synergy holten sich dabei den letzten Platz im Halbfinale und mussten gegen All4One ran, wo neben dem Strategen Schümann auch Trimmer Matti Paschen und Mastmann Michi Müller die deutschen Farben vertreten. Dabei ging der Sieg deutlich mit 2:0 an den Deutschpolen Karol Jablonski, der für die Russen in der Pflicht steht.

An seiner Seite ist der Neuseeländische Taktiker Rod Dawson. In dieser Konstellation sollten die beiden einmal nach 2007 den geplanten zweiten deutschen Angriff auf den America´s Cup führen. Nun erledigt das Duo einen hervorragenden Job für Synergy. Bei zum Schluss der Rennserie immer leichter werdendem Wind segelte Jablonski, der ehemalige Jollenkreuzer-Champion aus Steinhude, groß auf und hatte im Finale auch die Neuseeländer am Rande einer Niederlage.

Nach zwei Siegen in Folge und einer Demonstration der Stärke im Vorstart des Matchball-Rennens verlor Jablonski die Führung und Sieg durch ein verpatztes Leetonnenmanöver. Die Kiwis drehten den Spieß um und gewannen noch mit 3:2. Dabei zeigten sie mehr als eine sportliche Geste, als sie beim Stand von 2:2 nach dem Ablauf des Zeitlimits einem fünften Entscheidungsrennen zustimmten. Bei Gleichstand wäre den Kiwis mit dem besseren Round Robin Ergebnis der Gesamtsieg zugesprochen worden. Das kleine Finale zwischen All4One und Artemis wurde nicht mehr ausgesegelt. Deshalb erfolgte das Ranking nach den Platzierungen in der Round Robin.

Aber der dritte Platz ist ein großer Erfolg. Wenige hätten zum Anfang der deutsch-französischen Kooperation gedacht, dass daraus eine Verbindung werden könnte, die das Potenzial hat, bei den Großen mitzuspielen. Die ersten Louis Vuitton Auftritte waren mit zwei fünften Plätzen von acht Teams okay, aber wenig überragend. Dann folgte der sensationelle Einstieg beim MedCup mit den TP52. Und nun der Sieg in der LVT Round Robin gegen die Schwergewichte der Szene.

Dabei hat der Steuermann Sebstian Col auf der Match Race Tour zuletzt nicht besonders viel gewonnen. Die Addition des ehemaligen Jablonski-Taktikers bei Desafio Espanol John Cutler (NZL) hat das Team offenbar weit voran gebracht.

Ergebnisse

Zum Thema:
Schümann, Müller und Paschen mischen vorne mit

Carsten Kemmling
avatar

Andreas John

Der Mann aus dem Hintergrund. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://yachtservice-sb.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *