Jörg Riechers: “Mare” bei erster Open 60 Regatta auf Platz drei

Gegen die Großen

Jörg Riechers ist beim Grand Prix Guyader in Douarnenez erstmals mit dem neuen Open 60 “Mare” die Konkurrenz der ersten Hochsee-Liga angetreten.

Die alte "Maitre Coq" im neuen "Mare" Look

Die alte “Maitre Coq” im neuen “Mare” Look beim Grand Prix Guyader. © G. Grange @audialog

Mit Spannung haben wir auf unserer erstes Aufeinandertreffen mit anderen Open 60 beim Grand Prix Guyader gewartet. Aber selbst nach zehn Tagen Training fühlten wir uns noch nicht so super vertraut mit dem Boot. Diese Open 60 sind sehr kompliziert zu segeln und Manöverfehler bezahlt man sofort mit vielen verlorenen Metern.

Umso glücklicher waren wir im ersten Rennen als wir nach der Hälfte auf Platz eins lagen. Dann rollte sich leider des Code Zero beim Bergen von selbst aus, was eine gute halbe Meile und den ersten Platz kostete.

"Mare"  IMOCA 60

“Mare” hält sich gut im Mix der vier IMOCA 60 Yachten. © G. Grange @audialog

Bis kurz vor dem Ziel konnten wir unseren Vorbesitzer Jeremie Beyou mit seiner neuen “Maitre Coq” (Vendée Globe zweiter, ex “Banque Populaire”) noch auf Distanz halten. Leider hatten wir für den letzten Spigang den falschen Spi gewählt. Im Open 60 ist man gleich gut einen Knoten langsamer und aus dem Match. Auch hier sind die Unterschiede größer als im Mini oder Class40, auf denen man sich mit einem faschen Spi noch halbwegs über die Runden quälen kann.

IMOCA 60 Mare

“Physisch extrem anspruchsvoll”, sagt Jörg Riechers über seine neue Yacht auch bei wenig Wind. © G. Grange @audialog

Im Vorfeld waren wir schon etwas nervös, da wir in der Classe IMOCA ja absolute “Roockies” sind und mit “Groupe Bel” und “Maitre Coq” auch zwei der zur Zeit schnellsten Open 60 am Start waren. Aber am Ende der viertägigen Regatta waren wir aber sehr zufrieden mit unserem dritten Platz und nur einem Punkt Rückstand auf “Maitre Coq”. Damit ist klar, dass wir auch in der Classe IMOCA voll konkurrenzfähig sind.

Am ersten Tag als noch relativ viel Wind herrschte, konnten wir den Speed der Top Boote ohne weiteres mitgehen und haben nur durch unnötige Fehler unseren ersten Platz eingebüßt.

An den folgenden Tagen hatten wir auch durchaus unsere guten Momente und konnten “Maitre Coq” immerhin dreimal hinter uns lassen. “Groupe Bel” segelte dagegen wie in einer anderen Liga und war so gut wie unschlagbar.

Trotz des guten Einstands kommt bis zum Barcelona World Race Ende 2014 noch viel Arbeit auf uns zu. Der Satz Segel, den wir mit dem Boot gekauft haben, ist nicht im geringsten optimiert. Da ist noch viel Luft nach oben. Auch bei den Manövern können wir noch zulegen. Die Boote sind super kompliziert und physisch extrem anspruchsvoll.

IMOCA 60 Mare

Im Kreise der Großen. “Mare” mit modernem Profil-Rigg und Deck-Salinge. © G. Grange @audialog

Jetzt geht es gleich mit einem Double Handed Nacht Training bei ordentlich Wind weiter. Es wird das erste Mal sein, dass ich alleine mit meinem Barcelona World Race Partner Sebastien Audigane das Boot segeln werde. Es ist eine wichtige Trainingseinheit für das Fastnet Race Anfang August, welches ja auch Double Handed gesegelt wird.

Ergebnisse Grand Prix Guyader IMOCA

 

 

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2 Kommentare zu „Jörg Riechers: “Mare” bei erster Open 60 Regatta auf Platz drei“

  1. avatar Jan-X sagt:

    Sehr schön, viel Erfolg!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 0

  2. avatar Jan-X sagt:

    Und – nicht ganz ernst gemeint :
    Immer mehr als nur eine Handbreit Kiel unter dem Schiff 🙂

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 11 Daumen runter 1

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