“Mare.de” auf Gesamtrang zwei. Bruch bei der Konkurrenz

Jörg Riechers schafft es auf Platz zwei

Jörg Riechers beim Zieldurchgang in Les Sables © Breschi/les sables-les Açores

Der Hamburger Einhandsegler Jörg Riechers hat als sechster der Etappenwertung bei der Atlantik-Regatta Les Sables-Azoren-Les Sables den zweiten Platz der Gesamtwertung gesichert. Er benötigte mit seiner “Mare.de” sechs Tage, vier Stunden und 40 Minuten und hat in der Addition der beiden Etappenzeiten ein gutes Polster gegenüber dem Italiener Andrea Caracci.

"Mare.de" passiert die Hafeneinfahrt von Les Sables nach einem sicher verteidigten zweiten Gesamtplatz.© Breschi/les sables-les Açores

Nach einer unglücklich verlaufenen Schlussphase der Etappe profitierte Riechers aber von den Problemen der Gegner auf der Material mordenden High Speed-Etappe. So fiel Sébastien Rogues, der Dritte der ersten Etappe in einer aussichtsreicher Nord- Position liegend mit technischen Problemen zurück. Und der Franzosen Vincent Barnaud brach kurz vor dem Ende der Etappe den Mast, weil ein beschlag brach. Er rettete sich mit einem Not-Rigg ins Ziel.

Aber dieses Schicksal kennt Riechers von der Mini-Transat Regatta. Der Spruch “To finish first you have to finish first” – wer erster werden will, muss ersteinmal ins Ziel kommen – hat für die Einhand-Piloten eine besondere Bedeutung. Aber Riechers hat in diesem Fall seine Hausaufgaben gemacht. Und es zahlt sich aus, dass er sein Umfeld im Vergleich zum vorigen Jahr noch deutlich professioneller gestalten konnte. Das Schiff war optimal vorbereitet.

Dennoch wird auch er sich geärgert haben, dass auf der letzten Etappe ein Serienboot schneller war. Xavier Macaire raste mit einem Pogo 2 aus dem Jahr 2003 auf Platz drei im Feld der Prototypen. Es ist bekannt, dass die Pogos bei Gleitbedingungen auch ohne ihren Neigekiel mithalten können. Erst bei langen Amwindkursen sind sie deutlich langsamer. Aber dass ein Serienschiff so weit vorne mitspielt und natürlich die Sereinwertung mit Abstand gewinnt, ist eine besondere Leistung.

Der Franzose Vincent Barnaud rettete sich mit gebrochenem Mast ins Ziel. Er lag vor dem Unglück auf Platz drei. © Breschi/les sables-les Açores

Barnaud bastelte sich ein Notrigg und absolvierte die letzten Meilen des Raumschotskurses relativ kontrolliert. © Breschi/les sables-les Açores

Eventseite

Klassement

Race Tracker (mit Replay Funktion)

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://nouveda.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *