Deutscher Einhand Hochseesegler

Jörg Riechers startet mit Class 40 "Mare.de" bei der Route du Rhum

Jörg Riechers mit seiner 6,50 Meter kleinen Hochseeyacht "Mare.de" bei der Auftakt-Regatta Pornichet Select. Der lange Bugspriet wird auf der Kreuz zur Seite geklappt. © mare.de

Die 300 Meilen im Strömungsrevier vor der Bretagne waren anspruchsvoll. In der Nacht... © mare.de

Der Hamburger Jörg Riechers (41) nimmt die nächste große Hürde auf dem Weg Richtung Spitze der Profi-Hochsee-Szene. Der Einhandsegler startet am 31.10. bei der Trans-Atlantik-Regatta Route du Rhum. – als erster deutscher Teilnehmer überhaupt. Der Wettkampf findet alle vier Jahre statt und zählt nach der Weltregatta-Vendée Globe zu den berühmtesten Rennen für Alleinsegler. Die Route führt über 3500 Meilen von St. Malo nach Gouadeloupe.

Riechers will das Rennen mit einer Class-40-Yacht bestreiten. Damit steigt er in eine der am härtesten umkämpften Einhand-Ligen auf. Bei der Route du Rhum werden mehr als 30 der 40-Fuß-Yachten erwartet. Als Wetter-Router wurde der erfahrene Kieler Meeno Schrader verpflichtet. „Die Route du Rhum ist der logische nächste Schritt“, sagt Nikolaus Gelpke, Chefredakteur der Zeitschrift Mare und Sponsor des Projektes.

Der Class 40 ist eine Yacht des renommierten Design-Büros Owen Clarke. Das Boot hat das Potenzial für Spitzenpositionen. Es wird wie auch der Mini „Mare.de“ heißen. Gelpke, selber ein passionierter Segler, ist überzeugt von seinem Schützling. „Jörg hat diese gewisse Verrücktheit, die man für diese Art des Segelns braucht.“ Im Juni wird Mare.de das erste Mal beim Record SNSM mit dem Class 40 an den Start gehen, eine gute Gelegenheit sich vor der Route du Rhum mit der Konkurrenz zu messen.
Riechers machte im August vergangenen Jahres Schlagzeilen, als er bei der 650 Meilen langen Regatta “Transgacogne” siegte. Damit war er der erste Deutsche, der ein bedeutendes Einhandrennen in Frankreich gewonnen hat. Nikolaus Gelpke steht mit Mare konsequent zum deutschen Einzelkämpfer. Der trainiert in Frankreich unter Profi-Bedingungen zweigleisig in der Mini- und der 40-Fuß-Klasse. Dabei gelang ihm beim Start in die Mini-Saison schon ein erster Erfolg. „Mare.de“ landete bei der Pornichet Select Regatta nach 300 Meilen nonstop Segeln auf Platz zwei.

Es war die Vorbereitungsregatta für das 800 Meilen Rennen Mini Pavois, bei dem insgesamt 43 Schiffe an den Start gehen. Riechers startet in der schnelleren Klasse der Prototypen. In der Nacht hat der Hamburger auf der ersten von zwei Etappen nach Gijon die Führung (oben rechts auf Les Protos klicken) übernommen. Der einfache Race Tracker identifiziert ihn mit der Segelnummer 753, wenn man mit der Maus über das Boot-Symbol fährt. Der zweite Deutsche Henrik Masekovitz, der in dieser Saison ebenfalls von der Serien- in die Prototyp-Klasse aufgestiegen ist, liegt 91 Meilen zurück auf Rang neun.

Carsten Kemmling
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