Freiheit, die sie meinte: Laura Dekker auf dem Weg nach Neuseeland

Back to the roots

Mehr als 30 Jahre und Zehntausende sm auf dem Salzbuckel: Guppy©Laura Dekker

Mehr als 30 Jahre und Zehntausende sm auf dem Salzbuckel: Guppy©Laura Dekker

Ist das wirklich schon wieder so lange her? Dieses Mädchen, das unter Segler-Eltern wohl die häufigsten Nackenverspannungen wegen dauerndem Kopfschütteln verursachte. Diese holländische Göre, die mit 12, mit 13 und schließlich mit 14 Jahren um die Welt segeln wollte, der dies aber zunächst höchstjugendamtlich untersagt blieb. Und die dann doch im reichlich „zachten“ Alter von 15 Jahren los durfte, nicht zuletzt weil ihr Vater für sie von Gericht zu Gericht zog, Sponsoren für ein Schiff auftrieb (die dann aber wieder absprangen), der sich verschuldete und ihr eine 30 Jahre alte 38 Fuss-Jeannau GinFizz-Ketsch kaufte, aufmöbelte und seefest machte.

Was keiner so richtig glauben konnte, damals: Laura Dekker schaffte es tatsächlich, und zwar ziemlich lässig. Mit Zwischenstopps und ohne Kap Hoorn (dafür Panamakanal), aber doch während jeder Etappe alleine auf ihrem Schiff. Zwischendurch wurde sie zur HISWA in Amsterdam geflogen – ein Appetit-Happen im Vergleich zu dem, was später noch kommen sollte.

Im karibischen Sin Maarten schloss sie den Kreis und wurde im Januar  im Alter von 16 Jahren und 123 Tagen nach 366 Reisetagen die jüngste Weltumseglerin aller Zeiten.

 Cool alles abprallen lassen

Medienrummel, Hype, Gedöns… alles, was prophezeit wurde, trat auch ein; nur ließ sich diese unglaublich reif wirkende junge Frau kaum davon beeindrucken. Ziemlich professionell wickelte sie ihre Termine ab, winkte in Kameras, lächelte in Fotoapparate, zeigte Segler-Sitzfleisch bei zahlreichen Talkshows.

Bis sie dann irgendwann wieder weg war, von alledem. Nicht unbemerkt, ihre Tausende Facebook- und Blog-Freunde waren zumindest virtuell immer dabei, doch von den großen Medien nun in Ruhe gelassen, sollte als 16jährige die „Post nun mal so richtig abgehen!“. Nachdem sie sich bereits einen Wunsch erfüllt hatte, von dem andere ein Leben lang träumen.

Hula-Gedöns in der Südsee@Laura Dekker

Hula-Gedöns in der Südsee@Laura Dekker

Sie segelte zum dritten Mal in ihrem Leben über den Pazifik, und zwar entspannt, locker, flockig im Cruising-Tempo mit Freunden, rüber in die Südsee. Erst zu den Galapagos-Inseln, dann zu den Marquesas, schließlich nach Tahiti und Moorea, wo’s ihr sowieso schon immer gut gefallen habe. Und wo reichlich Weltumsegler vor sich hindümpelten, die sie im Laufe ihres Rundum-Trips irgendwo kennengelernt hatte.

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2 Kommentare zu „Freiheit, die sie meinte: Laura Dekker auf dem Weg nach Neuseeland“

  1. “In Whangarei auf Neuseeland erblickte Laura Dekker vor fast 17 Jahren das Licht der Welt – auf dem Boot ihrer Eltern […].”

    Das stimmt nicht. Laura hat dies in der Pressekonferenz nach ihrer Ankunft auf St. Maarten so ausgedrückt:

    “I’m not born on the boat but… really close to it.”

    Es ist sehr seltsam, daß Laura das in einem ihrer letzten Blogs wieder bestritten hat.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  2. avatar Pete sagt:

    Aus dem NZ-Herald:
    “I’d like to find a job, finish my school, surf and get back into dinghy and ocean racing.”
    And, told of New Zealand’s Olympic sailing success, Dekker said it would be a “dream” to represent New Zealand at the Olympics in sailing. “I couldn’t wish for more.”
    http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&objectid=10827964

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