Kieler Woche: J/70 Europameisterschaft als Höhepunkt mit wohl über 60 Schiffen

Das richtige Timing

Für die J/70-Segler geht es dabei nicht nur um den Kieler-Woche-Sieg, sondern um den Titel des Europameisters. Die Einheitsklasse zieht die Segler in ihren Bann wie kaum eine andere Kielboot-Klasse.

J/70 EM

Lange Linie für 60 Boote bei der EM 2015 in Monaco. © Sven Jürgensen/Mittelmannswerft

Eine Junioren-Weltmeisterschaft in der 470er-Klasse, die Europameisterschaft in der boomenden Segel-Bundesliga-Klasse J/70 sowie die Internationale Deutsche Meisterschaft der Hochseesegler und in den paralympischen Klassen 2.4mR und Sonar sind besondere Prädikate der Kieler Woche 2016 (18. bis 26. Juni), bei der rund 4000 Aktive aus 50 Nationen auf zehn Regattabahnen neun Tage lang um Kieler-Woche-Siege kämpfen werden.

Für die J/70-Segler geht es dabei nicht nur um den Kieler-Woche-Sieg, sondern um den Titel des Europameisters. „Wir rechnen mit mehr als 60 Schiffen, die in Kiel an die Startlinie gehen“, so der internationale Klassenpräsident der J/70, Jürgen Waldheim (Berlin).

Die Einheitsklasse zieht die Segler/innen in ihren Bann wie kaum eine andere Kielboot-Klasse. Ein gelungenes Segelkonzept, eine rührige Werft in Deutschland als Vertriebs- und Servicepartner, eine funktionierende Klassenvereinigung und der Boom als Einheitsklasse bei der Segel-Bundesliga haben für dieses Alleinstellungsmerkmal des 6,93 Meter langen, trailerbaren Bootes gesorgt.

Wertvolle Preise gibt es für den Sieger der J/70 Europameisterschaft in Kiel: Thore Hansen, Geschäftsführer POS, Jürgen Waldheim, Internationaler Klassenpräsident der J/70, und Sven Christensen, Geschäftsführer POS (v.links), präsentieren die Siegerpreise. © KiWo

Wertvolle Preise gibt es für den Sieger der J/70 Europameisterschaft in Kiel: Thore Hansen, Geschäftsführer POS, Jürgen Waldheim, Internationaler Klassenpräsident der J/70, und Sven Christensen, Geschäftsführer POS (v.links), präsentieren die Siegerpreise. © KiWo

So nahmen an der 1. Europameisterschaft der Internationalen Klasse in Monaco im Vorjahr auf Anhieb 60 Teams aus elf Nationen teil. „Das möchten wir toppen“, so Waldheim. Der ehemalige 505er-Präsident ist daher umtriebig und war bei der EM in Monaco genauso vor Ort wie bei der WM in La Rochelle (Frankreich/78 Starter), um für die EM in Deutschland zu werben. „Die Kieler Woche ist eines der großen Segelevents weltweit. Daher kann man von einer professionellen Wettfahrtleitung, Wind und Segeln auf hohem Niveau ausgehen. Das dürfte sich positiv auf die Meldezahl auswirken“, so der Berliner.

An der Atlantikküste gingen bei der WM 78 Schiffe an den Start. „Dafür ist es wichtig, sich gut vorzubereiten und vor allem mit dem richtigen Timing und an der richtigen Stelle zu starten“, erklärt Waldheim. Für das richtige Timing sorgt im Rahmen der Kieler Woche seit vielen Jahren der Uhrenhersteller Tutima, der in Glashütte nach feinster Handwerkskunst Uhren fertigt.

„Da Zeit ein wesentlicher Faktor für den Segelsport ist und hier Sekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden können, haben wir uns entschieden, den Sieger der J/70-Europameisterschaft mit einem ganz besonderen Preis auszuzeichnen“, erklärt Jörg Delecate, Geschäftsführer der Tutima Uhrenfabrik Glashütte. „Der siegreiche Skipper wird von uns eine Saxon One Automatik erhalten, die das J/70-Logo auf dem Ziffernblatt und auf der Gehäuseseite die Gravur zum Gewinn der Europameisterschaft trägt“, so Delecate weiter.

Alt text Wertvolle Preise gibt es für den Sieger der J/70 Europameisterschaft in Kiel: Thore Hansen, Geschäftsführer POS, Jürgen Waldheim, Internationaler Klassenpräsident der J/70, und Sven Christensen, Geschäftsführer POS (v.links), präsentieren die Siegerpreise

„Und dazu möchten wir noch verdeutlichen, dass man als Skipper ein solches Event nicht alleine gewinnt. Dem möchten wir Rechnung tragen, indem wir der Crew einen Gennaker schenken, auf dem ihr Europameistertitel deutlich zu sehen ist, und der mit Stolz bei den nächsten Events gezeigt werden kann“. Somit sollte der Ansporn für alle Skipper und Crews noch größer sein, sich zu bemühen, am 26. Juni bei der Siegerehrung in Schilksee auf dem Podium zu stehen.

Kieler Woche (18. bis 26. Juni)

Teil 1 (18. bis 21. Juni): 29er, 505er, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, F18, Hobie 16, J24, Laser 4.7, Laser Radial (open), Musto Skiff, OK Dinghi.

Teil 2 (22. bis 26. Juni): 2.4mR (IDM), 420er, 470er (F), 470er (M/beide mit JWM), 49er, 49er FX, Finn, J/70 (EM), J/80, Laser Radial (F), Laser Std (M), Melges 24, Nacra 17 (IDM), Sonar (IDM).

Teil 3 – Offshore (18. bis 25. Juni):
Welcome Race, 1. Wettfahrt (Sa., 18. Juni) Kiel-Eckernförde, 2. Wettfahrt (So., 19. Juni) Eckernförde – Kiel: ORC Club I-IV, Mulithulls 3 Klassen (>39 Fuß, 30 bis 39 Fuß, < 30 Fuß), Albin Ballad.

Senatspreis (Mi., 23. Juni): ORC Club I bis IV
Silbernes Band (24. bis 25. Juni): ORC Club I bis IV
Seesegel- IDM:
Langstrecke (Sa., 18. Juni, bis So., 19. Juni): ORCi I bis IV.
Kiel-Cup Alpha (Mo., 20. Juni, bis Mi., 22. Juni): Kurzwettfahrten: ORCi I bis IV.

Quelle: Point of Sailing Marketing

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Carsten Kemmling

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