Kieler Woche Weltcup: Zweite Plätze bei Starkwind für Buhl, Wilhelm und Lutz/Beucke

Dicke Backen, große Leistung

Philipp Buhl mit perfektem Leestart und dicken Backen zum Tagessieg und auf Gesamtplatz zwei. © segelbilder.de/Kieler Woche

Am zweiten Tag der Segelwettbewerbe zur Kieler Woche, der den Athleten kräftige Schauerböen bescherte, mussten die deutschen Crews ihre beiden Spitzenpositionen in den Olympia-Klassen räumen. Dennoch zeigten die Anwärter auf die Olympia-Tickets Top-Leistungen, fuhren diverse Tagessiege ein und sind in allen Klassen in den Top-Ten zu finden.

Unangefochten an der Spitze steht zudem Heiko Kröger (Hamburg) in der paralympischen Klasse 2.4mR. Bei den Match-Race-Frauen hat die Crew um Silke Hahlbrock (Hamburg) zudem mit neun Siegen und nur vier Niederlagen in der Ergebnisliste ausgezeichnet im Rennen.

Überflieger Simon Grotelüschen fällt auf Rang drei zurück liegt aber nur ein Punkt hinter Buhl. © segelbilder.de/Kieler Woche

Der oberste Wettfahrtleiter Jobst Richter freute sich , dass das geplante Programm von zwei Rennen in den verschiedenen Klassen problemlos über die Bahn gebracht werden konnte und die Kieler Woche in ihrem 129. Jahr bestens im Plan liegt.

Das gilt auch für die deutschen Athleten. Im Laser rutschte der Kieler Student Simon Grotelüschen zwar vom ersten auf den dritten Rang ab, ist aber dennoch zufrieden: „Das ist ein Tag, den man gerne mitnehmen kann. In den kommenden Tagen wird es bei der Aufteilung in Gold- und Silbergruppe sicherlich enger. Da beginnt der Wettkampf von vorn.“

Erik Heil und Thomas Ploessel haben nach einer optimistischen Anliegelinie zur Luvtonne Probleme. Sie liegen auf Rang 14 im 49er. © segelbilder.de/Kieler Woche

Sein nationaler Konkurrent Philipp Buhl (Sonthofen) durfte sogar seinen zweiten Tagessieg im fünften Rennen verbuchen und ist als Gesamtzweiter inzwischen an Grotelüschen vorbeigezogen. Trotz des Wettstreits um das einzige Olympiaticket bilden beide gemeinsam mit Malte Kamrath (Kiel) eine Trainingsgemeinschaft und wollen diese auch bis zur entscheidenden Qualifikation im Dezember in Perth fortsetzen.

Im Laser Radial hat Franziska Goltz (Kiel) vor Wochenfrist als Zehnte beim Worldcup von Weymouth ihr Potenzial bewiesen, zur Kieler Woche ärgerte sie sich zwar über schlechte Starts, ist aber dennoch als Sechste gut im Rennen. „Das harte Krafttraining mit 25 Stunden in der Woche im Kraftraum zahlt sich nun aus.“ Vor Kiel ist sie hinter der zweitplatzierten Lisa Fasselt (Essen) indes nur zweite Kraft.

Den Platz an der Sonne der 470er-Frauen mussten Annika Bochmann/Anika Lorenz (Kiel) zwar räumen, das aber macht den beiden Nachwuchs-Hoffnungen nichts aus. Sie blicken eher auf 2016 als auf Olympia 2012.

Johannes Babendererde und Timo Jacobs müssen das blaue Leibchen des Tageszweiten am dritten Tag vorerst wieder ausziehen. Sie liegen nun auf Rang sechs. © segelbilder.de/Kieler Woche

So haben sich nun die Crews Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Strande) mit einem ersten und einem zweiten Platz und dem zweiten Gesamtrang sowie Anina Wagner/Marlene Steinherr (Kiel) als Gesamt-Dritte ins Spiel gebracht.

Wechselspiel im deutschen Ranking gab es auch bei den 470er-Männern. Morten Bogacki/Jens Steinborn (Düsseldorf/Berlin) führen als Vierte nun die deutsche Flotte an.

Im 49er durften sich gleich mehrere deutsche Crews über Tagessiege freuen. Aber erneut spitzt sich der Merhkampf der insgesamt starken deutschen Teams auf den Zweikampf zwischen Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann und Tobias Schadewald/Hannes Baumann zu, die schon in Weymouth die einzigen Punkte für die deutsche Qualifikation holten. In Kiel liegen sie nach zwei Tagen punktgleich auf den Plätzen vier und fünf.

Harte Arbeit auf der Star-Bahn, wo auch ein Mast brach. Der Schweizer Flavio Marazzi liegt punktgleich mit dem führenden Schweden Loof auf Rang zwei. © segelbilder.de/Kieler Woche

Ganz eng wird auch die Ausscheidung bei den Staren. Die Deutschen liegen vor Kiel gesammelt auf den Rängen fünf bis acht. Die Reihenfolge ist Stanjek, Babendererde, Polgar und Schlonski.

Hoffnung für Olympia dürfen sogar die zuletzt wenig erfolgreichen Finns schöpfen. Matthias Müller (Laupheim) ist aktuell Siebter, Jan Kurfeld (Wismar) folgt auf Rang elf.

Ganz fest haben die Surfer die Spiele an der englischen Südküste im Visier. Toni Wilhelm (Steinen) liegt auf Rang zwei, Moana Delle erlebte einen „Chaostag“ mit einem Mastbruch auf der Anfahrt zum ersten Start und einer falsch angesteuerten Tonne.

Aber sie verbuchte nach schnellem Umriggen und gutem Speed dennoch einen Tagessieg und einen siebten Platz. Sie liegt nur zwei Punkte hinter Rang eins. „Das Zwischenergebnis mit Rang drei ist super. Das war viel Stress heute, aber auch viel Spaß“, berichtete die Kielerin.

Ergebnisse

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Kieler Woche TV mit Nils Kaben und Marcus Baur ab 11:30 live

 

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Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Kieler Woche Weltcup: Zweite Plätze bei Starkwind für Buhl, Wilhelm und Lutz/Beucke“

  1. avatar JFL sagt:

    Vielen Dank für die ausführlichen Berichte!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

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