505er Weltmeister Julien Kleiner fegt die Treppe beim Kieler Yacht Club

Fiven-Meister putzt die Platte vor Australien WM

505er Weltmeister Julien Kleiner muss zum 30 Geburtstag vor dem Kieler Yacht Club die Treppe fegen. © H. Jess

Es ist ein komischer Brauch in Norddeutschland, den die Bremer erfunden haben. Wer 30 wird, und noch nicht verheiratet oder verlobt ist, muss die Treppe eines öffentlichen Gebäudes fegen. So lange, bis eine Jungfrau des Weges kommt und den Fegenden küsst.

Es ist nicht bekannt, ob der 505er Weltmeister Julien Kleiner auf diesem Wege erlöst wurde. Jedenfalls fegte er fleißig im eisigen Ostwind vor dem Kieler Yacht Club. Seine Freundin Meike Schomäker hatte ihn unter einem Vorwand zum KYC gelotst. Dort wartete schon Steuermann Wolfgang Hunger und der harte Kern der Kieler Fiven Szene mit den Putz-Utensilien. Vorher hatte noch Jugendkumpel und ex 505 Steuermann Boris Hermann von Bord der „Neutrogena“ gratuliert.

Kleiner macht seine Sache gut auf der KYC-Treppe. Super Technik, guter Rythmus . © H. Jesss

Das Bier nach getaner Arbeit soll wärmer gewesen sein als die Außentemperatur. Aber Kleiner darf sich schon auf die 505er WM in Hamilton Island/Australien freuen. In vier Wochen geht es ab in die Wärme. Er wird versuchen, den Titel mit Wolfgang Hunger zu verteidigen.

Dabei wird es ihm seine Freundin Meike Schomäker vermutlich besonders schwer machen. Die ex Gefährtin von Kumpel Boris gehört mit Vorschoter Holger Jess besonders bei wenig Wind zum Favoritenkreis. Unter den Gegnern befindet sich aber auch der 49er- und Moth- Weltmeister Nathan Outteridge. 89 Teams haben gemeldet.

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Julien Kleiner und Wolfgang Hunger © Marina Könitzer

Meike Schomäker, die schnellste 505er Steuerfrau der Welt. © Marina Könitzer

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „505er Weltmeister Julien Kleiner fegt die Treppe beim Kieler Yacht Club“

  1. Man sieht mal wieder dass die Five eine besonders aktive Klasse ist. Einige segeln als Wintertraining volle 100 Tage am Stueck, um bei der Kieler Woche in Topform zu sein, andere betreiben mehrere Boote in den verchiedenen Hemisphaeren gleichzeitig. All das ist moeglich, weil das 505er Segeln einen ein ganzes Leben nicht mehr loslaesst und weil die Boote ein Top-Investment sind, dank Holger, der den Markt besser reguliert, als jede Europakomission.
    Los junge Segler, folgt uns in diese Klasse. Man muss sich Geld leihen und sein Boot immer mal wieder verkaufen, um sich abzusichern. Wenn man das halbwegs hinbekommt, ist die Klasse deutlich erschwinglicher zu segeln, als alles Andere. Wenn ihr olympisch segeln wollt, kommt ihr halt in 10 Jahren.  Und dies mal vorweg, dieser Outrigge 49er Typ wird nicht viel Chance haben gegen Julien und Wolfgang. Wird spannend zu verfolgen die WM.
    Liebe Gruesse nach Hamburg und Kiel

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    • avatar Backe sagt:

      Hey Boris, was ist denn hier los?!?!
      Du sollst doch an Deck sein und Knoten machen!
      (Mehr Knoten, als die anderen Jungs und Mädels jedenfalls!)

      Nein, im Ernst: Hier in good old GER sitzen gefühlte 50.000 Regattasegler vor ihren Computern und fiebern mit Euch! GOGOGO!
      Ich halt ganz fest die Daumen, dass Ihr dranbleibt! Horrido!

      Backe

      P.S.: Nachdem Deine Fivenzeit Dich scheinbar so für Deine Double-Hand-Kampagnen beeinflusst hat, musst Du wohl ein zwei Saisons zu uns in den CONTENDER kommen, bevor Du die Vendee mitmachen darfst! Ich besorg Dir auch ein Boot! (also… einen Contender, keins für die Vendee ;.)

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