505er WM Bild-Analyse: Wie Hunger/Kleiner die Ami-Attacken abwehrten

Dramatisches Duell um den Titel

Pfadfinder Start bei der 505er WM. Hunger/Kleiner warten in Luv auf den "Hasen" (S), hinter dem sie durch müssen.

Das Finale bei der SAP 505er WM wird als eines der dramatischsten Rennen in die Geschichte der Klasse eingehen. Wolfgang Hunger und Julien Kleiner beharkten sich bis zum Ende mit iheren amerikanischen Widersachern Mike Holt/Carl Smit.

Zwischendurch halfen sogar die US-Kollegen auf der Startkreuz, was nicht erlaubt aber schwer zu beweisen ist. Und auf der Zielkreuz kurz vor der Linie konnten sich Hunger/Kleiner erst durch eine Halse aus der engen Umklammerung befreien.

Das Rennen ist im Replay durch die von SAP unterstützte Technik nachvollziehbar. Alle Schiffe haben einen Transponder an Bord, der die Positionen der Schiffe aufzeichnet. Die Platzierungen sind allerdings im Gegensatz zum Virtual Eye, das im Audi Medcup und America´s Cup eingesetzt wurde nicht auf die Windrichtung bezogen und passen deshalb nicht genau.

Dennoch ist die Dramaturgie des Finales sehr gut nachvollziehbar. SR hat die entscheidenden Momente des deutschamerikanischen Duells um den Titel per Screenshot dokumentiert.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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12 Kommentare zu „505er WM Bild-Analyse: Wie Hunger/Kleiner die Ami-Attacken abwehrten“

  1. avatar Carsten S. sagt:

    Tolle Dokumentation. Danke!

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  2. avatar Backe sagt:

    Exzellent aufgearbeitet! Sowas ist einfach super und zeugt von überragender Fachkompetenz als SR! Heißen Dank, Carsten!

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  3. avatar future sagt:

    so spannend und kompetent müsste segeln immer dokumentiert / moderiert werden.

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  4. avatar Thomas sagt:

    Ja prima! Jetzt habe ichs auch verstanden. Das die Amerikaner auch noch mitgehalst haben finde ich für ein Fleetrace denn doch etwas zu Zweikampfmässig. Regeltechnisch stellt sich die Frage, ob Hunger halsen durfte. Man sieht die Halsenposition nicht genau. Ich würde tippen eher nicht. Was sagen denn die Regelpäpste dazu?

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  5. avatar Jacob sagt:

    Eiegentlich wäre es von den Amerikaner sogar schlauer in dem Moment von Hungers Halse zu Halsen oder nicht?
    Dann wäre er doch wieder oben drauf und könnte ihn weiter ausbremsen…

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    • avatar Jan sagt:

      Wenn sie so mit gehalst wären, dass sie noch oben auf wären, hätten sie zwar Hunger noch ein wenig gebremst, aber die wären einfach ins Ziel gefahren. Für Platz 8 hätte das vermutlich nicht mehr gereicht. Außerdem wäre so eine Halse wahrscheinlich auch extrem knapp geworden. Einfacher hätten sie das erreichen können, wenn sie gewendet hätten. Aber wie gesagt einfach drauf legen hätte nicht gereicht, sie mussten Hunger komplett von einer Wende/Halse abhalten… Da Hunger nach der Halse SteuerbootSchoten hatte, musste er sich nach Regel 10 freihalten, allerdings ist es bei so einem starken und schnellen Abfallen wahrscheinlich, dass es bei einer Kollision zu einer 16.1 für Holt gekommen wäre (Holt muss Hunger nach jeder Kursänderung weiterhin die Chance geben sich freizuhalten…), dass wird das Zögern und nicht protestieren von Holt vielleicht erklären. Ich denke auch, dass er da keine Chance gehabt hätte, aber man weiß nicht wie die Situation genau war.

      grüße

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  6. avatar enno kramer sagt:

    Tolle Doku, Danke!
    Echt ätzend finde ich allerdings lesen zu müssen, dass die Taktik der Amis nur darauf aus sein konnte, den offensichtlich besseren Segler zu behindern! Das mag zwar regelkonfrom sein in Rahmen solcher Regatten, ist aber doch letztlich unsportlich, wenn man nicht auf Grund eigener Kräfte und Fähigkeiten genug gute Platzierungen eingefahren hat. Das hat doch keinen guten Beigeschmack.
    gruss E.K.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 7

    • Ich finde das total legitim und es wird in allen Sportarten so durchgeführt.

      Was würdest Du machen, wenn man 2. ist, aber nur gewinnen kann wenn der 1. einen XX Platz macht? Auf dem Level reicht hoffen nicht, man muss selber angreifen.
      Kritik wird es von Fleetrace Seglern ( wie bei den Olympics zwischen Ainslie und Scheidt) allerdings immer geben.

      Taktik gehört nunmal zum segeln, sonst wäre es langweilig.

      SR.de: Ihr habt echt gut von der WM berichtet. vielen dank!

      Lars

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  7. avatar Christian sagt:

    Matchracetaktiken im Fleetrace sind legal (sofern die Fleetrace-Regeln eingehalten werden).

    Meiner Meinung nach sind sie auch vollkommen legitim. Sie addieren eine weitere taktische Dimension zum Segelsport und werten ihn somit auf.

    Die weltbesten Segler beherrschen das komplette Paket: Speed, Strategie und Taktik. Mike Holt/Carl Smit haben das drauf. Wolfgang Hunger und und Julien Kleiner auch. Sie haben richtig auf einen legitime Herausforderung reagiert, und deswegen sind sie verdient Weltmeister.

    Alles in Butter also.

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  8. avatar jorgo sagt:

    Ich finde auch, dass das mit Unfairness überhaupt nix zu tun hat!
    Wie bereits gesagt, ist das im Rahmen der Regeln eine weitere taktische Option. Das ist ja auch unglaublich spannend…viel spannender als nur Speedbolzen! Wir Glücklichen haben eine supervielfältige Sportart und …. jetzt auch noch mit Segelreporter.com eine Plattform, die die Spannung rüber bringt!!!! Vielen, vielen herzlichen Dank, Carsten!

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  9. avatar Holger Jess sagt:

    Moin Carsten
    Gruss aus AUS
    sehr schoen aufgearbeitet – super !
    wir hatten das ganze Rennen ueber im Auge was ganz vorne lief
    und hatten zunaechst die Befuerchtung das Howie Hamlin eventuell Mike &Carl
    durchlassen koennte, aber Howie war so weit vor das das nun wirklich aufgefallen ware unbd zudem ist Howie ein ganz fairer Sportsmann
    Auf der Zielkreuz kamen wir naeher und naeher und konnten alles genau sehen was da abging
    und zum Glueck war die Kreuz dann irgendwann mal beendet und der Titel fuer die Jungs im Sack
    Fuer uns war es overall leider etwas zu windig aber immerhin gabs den Mixed Titel wie letztes Jahr
    Und jetzt bloss weg hier denn heute ist erneut heftigster tropischer Starkregen
    Das segeln war oft am Limit aber es war eher die absolut kaputte Wellensituation und nicht die Windstaerke die es so extrem schwierig machte
    Da lobe ich mir doch die angenehmen Bedingungen auf dem Stollergrund.
    Bin natuerlich sehr happy das wieder ein WM Titel mit Boot aus meinem Stall gewonnen wurde
    Gruss aus AUS
    Holger

    WM 2014 findet dann in Kiel statt ! das werden mit Sicherheit 150+ Boote

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  10. avatar Heiko sagt:

    Danke für die geniale Aufarbeitung des Laufes.
    Hym gucke jetzt schon fast jeden Tag hier rein, was es neues im Segelsport gibt.
    Weiter so und vielen Dank

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