Katamaran Mixed Olympia-Entscheidung 2016: Das 140 Kilo Limit könnte kippen

"Das Blatt wendet sich"

Roland und Nahid Gäbler promoten das Mixed Sailing im Katamaran. © Gäbler

Nach der überraschenden Entscheidung der ISAF unter anderem den Tornado von dem Festlegungsverfahren für die Olympischen Spiele 2016 auszuschließen und ein Design für geringes Crewgewicht zu favorisieren, hat sich hinter den Kulissen vieles getan.

Roland Gäbler, der sich mit seiner Frau Nahid an die Spitze der Mixed-Katamaran-Bewegung gestellt hat, berichtet: „Die Nummer ist jetzt doch noch größer geworden, als wir dachten. Wir haben Unterstützung von Verbänden aus der ganzen Welt. Es sieht so aus, das diesmal das Technische Komitee der ISAF zu weit gegangen ist.

Skandinavien, Ost Europa und Brasilien sind komplett ist auf unserer Seite. Und andere folgen. Es kann sein, dass sich nach dieser ISAF Aktion das Blatt komplett wendet und wir besser dastehen als jemals zuvor.

Damit bezieht sich Gäbler insbesondere auf das mit maximal 140 Kilo sehr tief angesetzte Mannschaftsgewicht. Eine aktuelle Statistik in der Tornado Klasse hat ergeben, dass 80 Prozent der Mixed Teams darüber liegen. In der F18-Klasse soll es ähnlich sein.

Nahid Gäbler sagt: „Es ist prinzipiell nicht schlimm, dass Segler mit kommerziellen Interessen Lobbyarbeit in der ISAF betreiben, aber dieses mal sind sie zu weit gegangen.“ Mit dem Gewicht wolle man sich offenbar den asiatischen Seglern annähern. Aber man könne nicht die restliche Welt ausschließen. „Das 140 Kilo Limit ist ein Desaster und zeigt die technische Inkompetenz einiger ISAF Entscheider.“

Roland Gäbler sagt: „Wir haben prinzipiell nichts gegen einen kleinen F16. Diese Boote sind super für die Jugend (ISAF Youth Worlds, Youth Olympics etc..). Aber nicht für die realen Olympischen Spiele. Man muss sich fragen, wie blöd die ISAF eigentlich ist. Downsizing, bis unser Sport tot ist?

Mixed ist schon umstritten genug. Es schließt nun viele Männer Teams aus. Wir wollten eigentlich eine offene Klasse. Nunja, jetzt haben wir mixed. Aber über 50 Prozent der Mixed Segler passen da nicht rein.

Das ist so extrem daneben, das es jetzt praktisch alle Verbände merken. Bei dem ganzen Chaos die ISAF veranstaltet hat, suchen nun viele wieder das Bewährte.

Unser Standpunkt: Wir akzeptieren alles zwischen 18 und 20 Fuß, auch wenn es ein F18 mit einem “Olympic Upgrade” ist (geteilter Karbonmast, leichter, breiter). Doch alles unter 18 Fuß geht nicht.

Es gibt wieder Hoffnung. Die F18 Klasse als solches will zwar keinen Olympiastatus, aber alle Hersteller!“

 

 

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Carsten Kemmling

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48 Kommentare zu „Katamaran Mixed Olympia-Entscheidung 2016: Das 140 Kilo Limit könnte kippen“

  1. avatar Thomas König sagt:

    Mir ist des Weiteren nichtbekannt, dass ein wissenschaftlicher Nachweis erbracht worden ist, wonach schwere Mannschaften automatisch besser segeln. Es ist mir zudem unbegreiflich, mit welcher Logik alle Katamarane unterhalb der 18 Fuss- Grenze für Herrn Gäbler offenkundig nicht ernstzunehmende Kinderboote darstellen, die zudem von nicht olympiatauglichen Seglern bewegt werden. Einige der weltbesten F18 Katamaransegler, wie Darren Bundock oder Jason Waterhouse, die bestens mit den F16 Schiffen klarkommen, belegen das Gegenteil. Die weltbesten Hobie 16 Mixed Teams liegen ebenfalls in der von der ISAF empfohlenen Gewichtsklasse und ich kenne keinerlei Belege, die auf ein schlechteres seglerisches Können dieser Teams schliessen lassen . Zudem ist die Erklärung, dass die meisten F18 Mixed Teams schwerer als 140 Kilo sind, nicht wirklich neu, da 140Kilo das Mindestgewicht für die F18 Klasse darstellen und kaum jemand die Option mit Gewichten oder kleineren Segeln wahrnimmt. Die zitierte Unterstützung findet sich zudem lediglich in den verschiedenen Tornado- Landesverbänden und seitens einger F18 Segler. Eines der schnellsten und sicherlich anspruchsvollsten Segelboote, der Bladerider, ist übrigens gleichzeitig eines der kleinsten Boote und wird auch von ausgewachsenen Mannsbildern gesegelt.
    Soweit mir bekannt ist, sollen die Olympischen Spiele die Jugend der Welt begeistern. Daher ist, der Logik von Roland Gäbler folgend, der F16 das ideale Boot.Im übrigen gewinnt nicht die leichteste, sondern die schnellste Mannschaft.

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  2. avatar Ketzer sagt:

    Man man man, könnt Ihr nicht mal ausgewogen berichten? Oder klarstellen, das dies wieder mal ein Bericht von Roland ist? Immer nur dieser einseitige Quatsch von dem Gäbler, der eine Klasse propagiert, die gemessen an den Bootszahlen inzwischen völlig unbedeutend ist? Wenn er alles 18ft ausschließen. Soll er doch mal Argumente, statt nur Polemiken bringen.

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    • avatar Carsten sagt:

      So weit sich mir das Thema erschließt, geht es längst nicht um den Tornado – dessen Chancen sind sicher nicht besonders gut – sondern nur um Sinn und Unsinn für das maximale optimale Crewgewicht von 140 Kilo. Ein modifizierter F18 wird wohl von den meisten befürwortet.
      Darüber hinaus stellt sich wieder die Frage, wie die Strukturen der ISAF es erneut – wie bei den Olympiaentscheidungen – möglich machen, dass Einzelpersonen ihre kommerziellen Interessen durchsetzen. Dagegen regt sich zurecht Unwillen bei vielen Seglern.

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      • avatar Uschi sagt:

        auch wenn es keiner hören bzw. lesen will

        DA FLIEHST GELD!!!!!Deswegen gibt es solche Enstcheidugen der ISAF…Ethikkommission hin oder her…das ist doch ein Witz und hat schon lange nix mehr damit zu tun, welche Klassen die Segler für hochkaratig halten. Stattdessen wird der Segler in eine Klasse gepresst die er Segeln muss wenn er zu Olympia will…

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        • avatar Afterguard sagt:

          Hallo Uschi,

          doch das wissen wir schon längst und ja wir wollen es nicht mehr jeden Tag uvon irgendeiner beleidigten Leberwurst (Star, Tornado, WMR…) erneut hören.
          Es ist ein großes Kommerz-Spektakel, ABER man kann auch ohne Olympia glücklich segeln, ob nun dick oder dünn oder Kiel oder Kat.. man muss es nur machen!
          Good winds and see you on the water!

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          • avatar Uschi sagt:

            Hallo Afterguard,

            natürlich kann man auch ohne Olympia glücklich sein, aber leider werden dann die Stars und oftmals auch der Fortschritt fernbleiben. Natürlich wird es auch die Amateurtüftler geben. Für mich persönlich macht es aber eine ganze Menge aus an einer Euro oder einer Wm teilzunehmen und hautnah zu erleben wie die Top Leute ihre Boote über die Bahn bewegen.

            Mit Verlust des olympia status wird sicherlich das Niveau sinken aber Segeln ganz aus dem Olympischen Programm zu streichen wäre aus meiner Sicht ein riesiger Verlust für das nicht Big Boat segeln. Woher kommen denn die meisten Profis der BigBoats…90% aus olympischen Klassen.

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          • avatar Markus O sagt:

            Uschi,

            Erkläre mir bitte, wo der Zusammenhang zwischen Olympia und Fortschritt besteht. Welchen Fortschritt bekommen wir vom 470er, Star, Laser, Finn weil sie Olympisch sind?
            Der Fortschritt spielt sich weit von Olympia weg ab, und zwar im AC, Moth, A-Cat, etc…

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          • avatar Uschi sagt:

            Hi Markus O.

            der Fortschritt findet statt, weil die Profis versuchen nicht nur physisch und psyschich sondern auch auf dem Material Sektor sich im mehr oder weniger erlaubten Rahmen Vorsprünge zu erarbeiten. Natürlich kommen viele Fortschritte aus AC oder VOR aber dieses muss erstmal in die Jollen, Cats oder kleinen Kielboote transferiert werden. Kein Amateur würde sich die Mühe machen Materialien wie PBO zu benutzen, wenn er sie nicht schon fertig kaufen kann.
            All diese Tüfteleien sorgen dafür, dass beispielsweise der Star nach 100 Jahren noch immer eins der anspruchsspruchsvollsten Kielboote ist und Größen wie Scheidt, Grael, Cayard, Percy, Löof etc. dort aktiv segeln.

            Aus welchen Bootsklassen kommen denn die Tüftler beim A-Cat oder der Moth? Meistens waren sie vorher in einer olympischen Klasse aktiv und haben dort angefangen ihr Material zu optimieren!

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          • avatar markus sagt:

            Show me one!

            Ich werde auch ohne Olympia weiter mit meinem Star segeln.

            Ich kenne niemanden bei uns der Beleidigt gewesen wäre. Sie scheinen wohl keine Starbootsegelcrews zu kennen, sonst würden Sie sich zu solchen Äusserungen nich versteigen.

            Ich bin eigentlich ganz froh diesen Unfug bei Olympia nicht mehr ertragen zu müßen. Natürlich wird die Klasse schwere Probleme bekommen, denn uns wird der Reiz fehlen uns mit Kaderseglern zu messen. Wir müßen uns öffnen und um Nachwuchs kümmern. Denn zu Olympia werden wir wohl nicht zurückkehren.

            So what?

            Die Erde teilt sich in zwei Hemispheren, diese wiederum in 21 Distrikte.

            Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Star bleibt weiterhin das schönste Boot und gelobt sei was schnell macht!

            Was soll ich denn ansonsten von der ISAF halten? FD raus, Europe raus, Laser rein, Laser Radial rein, Yngling raus, Solling raus, Elliot 6 mod rein/raus…
            Da steht doch kein Plan dahinter.

            Mein Verein fördert gezielt nur NICHT Olympische Klassen. Nur der Star. Da konnten wir nicht nein sagen. Zu schön. Daher musste der ja dann auch raus… Sorry, wir sind schuld.

            Also kloppt euch. Ich sitze jetzt in meinem Pirat.

            ISCYRA statt ISAF.

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          • avatar Afterguard sagt:

            Mensch Uschi, natürlich kommen die ganz Großen aus Olympiaklassen (oder sie kamen von woanders und wurden in den Olympiaklassen zu Großen) – aber es war dabei stets egal welche Klassen olympisch waren. Olympia macht Helden und ohne den Star oder das Finn hätte es die auch gegeben, es wären vielleicht nur andere. Abgesehen davon, dass außerhalb der kleinen Segelszene niemand mit den von Dir aufgezählten Namen etwas anfangen kann.
            Getüfftelt wird wohl am meisten in den Konstruktionsklassen, die eben nicht olympisch sind. Z.B. Carbon für Masten kommt 1. aus ganz anderen Sportarten und 2. wahrscheinlich am ehesten aus dem Surfsport mit Fun-Boards (nicht-olympisch), olympisch wurden dann Dinosaurierbretter. Auch jetzt ist Olympia eher Innovationsverhinderer als -vorantreiber.

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          • avatar John sagt:

            Ist doch in anderen Sportarten nicht anders. Die Verbände wie der UCI verhindern Innovation – warum? Keine Ahnung. Mischung aus Traditionalisten und Idioten.
            Beim Radfahren ist die Rahmenform vorgeschrieben, wie weit der der Sattel in dem Tretlager sein muss, wieviel das Rad mindestens wiegen muss…

            Alles Innovationsbremsen aber dennoch gewinnen die besten Radfahrer häufiger als die schlechten.

            Und genauso ist es auch bei den Seglern: Egal welche Klasse olympisch ist, Du kannst Dir sicher sein, dass es keine Pfeifen sind, die die Medaillen abräumen.

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  3. avatar Uschi sagt:

    daran sieht man doch mal wieder mit welcher Fachkenntnis die ISAF ihre (Fehl) Entscheidungen fällt…

    Demnächst wird es nur noch olmpische Klassen geben bei denen das Gesamtgewicht unter 140kg liegt.
    Die nicht Berücksichtigung des Starbootes für Rio 2016 ist schon der Anfang…

    Freuen wir uns doch darauf, das die herausforderung in naher Zukunft darin besteht, dass Gewichtslimit zu schaffen anstatt das beste segelnde Team gewinnt.

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  4. avatar Wilfried sagt:

    ich fühle mich diskriminiert weil ich als Einmannbootsegler 72 kg wiege und damit in keiner Olympiaklasse (natürlich einhand) eine Chance habe.

    So, das musste mal gesagt werden 😉

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  5. avatar Thomas sagt:

    Ich finde ein ideales Crewgewicht von 140 kg für eine Mixedklasse ganz vernünftig. 75kg/65kg für m/w sind doch für austrainierte Sportler keine abwegigen Durchschnittswerte. Bisher waren zumindest für die Männerseite die schwergewichtssegler mit Laser, Finn und Starboot eindeutig überrepräsentiert.

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  6. avatar Afterguard sagt:

    “Wie auch immer man hin und her argumentiert – es gibt keine wirklich stichhaltigen Argumente für oder gegen den Olympiastatus irgendeines Bootes oder einer anderen sportlichen Disziplin (wieviel Frauen weltweit haben schon Stabhochsprung betrieben, bevor das olympisch wurde, warum ist Springreiten olympisch aber Galoppen nicht usw.). Olympia ist ein gigantischer Markt von Kommerz und nationaler Eitelkeit…
    Wer da mitspielen möchte, muss damit leben, dass in irgendeinem Knäuel aus Lobbyisten, Marketingstrategen usw. Entscheidungen getroffen werden, bei denen man auch mal den Kürzeren zieht…”

    Ob es nun das Geweichtslimit, geteilte Masten, Mixed oder 20ft-Container sind – natürlich sind das alles recht willkürliche Kriterien, wie jede Entscheidung von olympischen Verbänden nur willkürliche Kriterein enthalten, von denen sich die Verbände und insbesondere das IOC den meisten – kommerziellen – Nutzen versprechen:
    Alle dicken Europäer segeln bereits und da werden kaum noch welche hinzu kommen. Leichte nicht-segelnde Asiaten gibt es vermutet noch eine Menge und die will man kriegen: Riesige Märkte, IOC-Forderung nach höherer internationaler Verbreitung soll erfüllt werden, ordentlich Einschaltquoten und damit bessere Werbeeinahmen, wenn die erstmal alle Fernseher haben und Coca-Cola trinken können.
    So etwa laufen die Entscheidungen und natürlich wird das mit ein paar anderen Argumenten “verbrämt”

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  7. avatar Andreas Ju sagt:

    Frage 1: Warum brauchen wir im Segeln überhaupt eine Mixed-Klasse? Wir haben ja auch keine Mixed-Staffeln im Schwimmen oder Laufen, kein Mixed-Rudern, kein Mixed-Baketball.

    Frage 2: “Eine aktuelle Statistik in der Tornado Klasse hat ergeben, dass 80 Prozent der Mixed Teams darüber liegen.” Hallo? Können wir die mal sehen? Mich würde insbesondere die Grundmenge der befragten Mixed-Teams interessieren. Ist die bereits zweistellig?

    Abgesehen davon ist ein Idealgewicht von 130 kg zumindest aus europäischer Sicht ziemlich bescheuert limitierend. Denn wenn der Mann sagen wir mal 80 kg wiegt und auch noch steuert, dürfte er es schwer haben, eine 50-kg-Vorschoterin finden, die super segelt und downwind den Gennacker & bergauf das Groß reißen kann. Nur umgekehrt könnte das klappen: Wenn die Frau steuert – wogegen allerdings nichts spricht.

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    • avatar bredi sagt:

      @Andreas Ju: Oder einfach zugeben, dass man ein dicker Plumpssack ist und fortan einfach nichtolympisch glücklich segeln.. HäHäää!

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  8. avatar Markus O sagt:

    Was würde passieren, wenn Segeln ganz aus der Olympiade rausfällt? Hm……. wahrscheinlich gar nichts.
    Die nationalen Verbände würden weniger Geld vom Staat bekommen. Okay. Im Fernsehen wären wir nicht weniger oder öfter zu sehen.
    Aber würden weniger Kids deshalb segeln? Hm……….wahrscheinlich nicht.
    Würden diejenigen die Segeln (in welcher Form auch immer) aufhören zu segeln? Wahrscheinlich auch nicht.

    Die ISAF hinsichtlich der Wahl der Olympia-Klassen ist zum Kotzen, Individual- und kommerziele Interesse stehn im Vordergrund, auf Dauer wird so Segeln rausfliegen….. aber warum auch nicht.

    Audi oder Rollex unterstützen Segeln nicht weil es eine Olympia-Sportart ist, sondern weil Segler und um Umfeld sehr gut zu ihrer Zielgruppe passen.

    Alle Emotionen über Olympia gehen wahrscheinlich nur 1/1000 aller Segler wirklich an… und eigentlich eine Minitransat, Vendee oder meineRegatta am nächsten Wochenende ist genua so spanned wie die up-and-downs bei Olympia.

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  9. avatar Backe sagt:

    Ich bin ein 130-kg schwerer Transsexueller und freue mich schon auf meine erste Olympia-Kamgagne als Einhand-Mixed-Team! Ob ich dafür jetzt in einem 12-Fuß-Kielkatamaran segeln muss, oder auf einem 18-Fuß langen Laser Bi ist mir oder meinem Sponsor (Calvin Klein Unterhosen) eigentlich egal. Hauptsache ich fahr’ nach Olympia!

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  10. avatar Vize sagt:

    Zum Nachdenken über die Multihullsegelszene in Deutschland – auch für Fachzeitschriften geeignet !

    1. Es wird u.a.von einem Mixsailing Team Germany berichtet – hört sich so nach Nationalmannschaft oder Olympia Team an – ist das so ? Bitte um Anschrift des Headcoaches !

    2. Kann es sein – das die Nationalen Landesverbände der größten Katamaran Klasse der Formula 18 – sich bereits im April gegen einen Olympiastatus entschieden haben – u.a. damit die Weiterentwicklung nicht stopt und die Cats bezahlbar bleiben ?

    3.Die Top Mix Teams der Formula 18: Matthias Gierten / Rea Nies – Chrisch Bräuer / Sandra Levgrün – Jacob Lenz / Susi Brechlin ( Vize -Weltmeisterteam 2011 K2 ) wo bitte sind die Umfrage -Gewichtsprobleme ?

    4.Bei allenTop Mixteams die auf Jollen und Skiffbooten im DSV Kader segeln sehe ich keine Veranlassung das sie 2016 ein Gewichtsproblem bekommen um an Olympia teilzunehmen !

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    • avatar T.K. sagt:

      Im Boxen gibt es doch auch Gewichtsklassen. Also lassen wir doch für Roland eine Heavy weight Championschip ausschreiben 😉

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  11. avatar jorgo sagt:

    Ich finde es gut, wenn bezahlbare, einfache und trotzdem moderne Boote durch z.B. den Olympia-Status populär gemacht werden. Nur so kann eine wirklich weltweite Verbreitung (theoretisch) stattfinden. Insofern ist die “Laser-Idee” vorbildlich.
    Ein kleineres Boot mit geteiltem Mast lässt sich auf dem Autodach (oder gebündelt auf Trailer) transportieren. Das ist auch ganz praktisch und senkt die Kosten.

    Achtung: Der Sport sollte im Vordergrund stehen! Je potenziell grösser die Klasse, desto stärker die Konkurrenz. Vor allem bei Nachwuchs. Dieses Kriterium erfüllt der TORNADO schon lange nicht (mehr?) und deshalb war es richtig, dass er Raus ist und bleibt!

    In vielen Ländern fehlt einfach das Geld um sich soooo schwer zu essen. Insofern sind die angepeilten Gewichte nicht unrealistisch. (Das nur nebenbei!)

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  12. avatar Vize sagt:

    Multihullszene in Germany spricht von der Zurücknahme der Gewichtsbeschränkung. Auch kein Limit bis 150 Kg.
    Zu klären wäre noch der Kostenfaktor für einen geteilten Mast. Um Kosten für die Race Cats zu minimieren sollte doch wieder auf Flügelmasten aus Aluminium zurückgegriffen werden. Diese haben sich im Wettbewerb der Formula 18 eindeutig bewährt. Alles andere aus Kohlenfaserstoffen treibt die Produktion und den Preis für ein 16 oder 18 Fuß Race Cat in Dimensionen die von der breiten Masse nicht getragen werden kann.
    Dieses hat schon eine Olympische Multihullklasse sterben lassen.
    Eine Olympische – Klasse im Mixed sollte, wenn sie sich über Jahre im Segelprogramm etablieren soll, bezahlbar bleiben. Sonst starten gute junge Segler, mit Perspektive für 2016, gleich mit betteln nach Sponsoren , wie die Alten es gerade vormachen.
    Die Trails im nächsten Jahr sollten nicht nur auf die Segelperfektion der Race Cats ausgerichtet sein. Dafür gibt es die Formel 1 der AC – Serien 40/45/72 Fuß. Aber was möchte die ISAF – die läßt sich nicht über die Schulter schauen – Race Cat mit Mixed – Crew für nur 4 Jahr oder länger ?
    Regatten mit großen Feldern müssen das Ziel sein – dieses rechtfertigt eine Olympische-Klasse und wird gerade dann im Mixed -Segeln von der Öffentlichkeit getragen. Dieses zeigt eindeutig die Konstruktionsklasse Formula 18 – in diesen großen Feldern starten, bis auf wenige Ausnahmen, ( darunter auch ein Top Mixed Team aus Deutschland ), alle Top – Segler der Multihull Szene.

    Gruß vom Vize

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  13. avatar Holger sagt:

    passt mal schön auf das Meike und ich da nicht einsteigen
    mit 60 und 89kg, die Elfe am Lenker und ich als Technikbastelfuchs
    der mal Technikupgrade macht an nem 2-Rümpfer……..

    schaut mal in die WELT vom letzten Samstag gibts noch online
    fette Story über die Steuerfrau
    Ahoi

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  14. avatar Wilfried sagt:

    vielleicht sollte man mal endlich diesen Blödsinn vom Gewichtslimit nicht mehr schreiben. In jeder Bootsklasse sind viele (auch Spitzensegler) unterwegs, die nicht das optimale Gewicht für die Bootsklasse haben. Hier so zu tun als ob wir plötzlich ein maximales Gewicht für die Mannschaft haben, das durch Wiegung kontrolliert wird ist doch Blödsinn. Wer ein paar Kilo mehr hat kann genauso antreten und muss bei bestimmten Windstärken halt mit seinen Nachteilen leben. Es geht doch nur darum in welchem Spektrum die Bootsklasse ausgewählt wird.

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    • avatar Josef Meckermann sagt:

      Ich finde übrigens, dass der Drachen wieder olympisch werden muss! Wo sonst außer in dieser Klasse und im Dressurreiten haben denn noch Sportler jenseits der 60 eine Olympiachance? Natürlich gehört dann acuch ein Alterslimit nach unten in den Kriterienkatalog der ISAF und natürlich müssten die Boote auch aus Holz sein, denn sonst wird ein ganz wichtiger Bestandteil des Segelns einfach ausgeblendet!

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    • avatar Carsten sagt:

      mit verlaub wilfried, aber das ist quatsch. je höher die qualität einer klasse, umso professioneller testen die spitzensegler das optimale gewicht aus, mit dem man sowohl bei starkwind als auch bei wenig wind mit dem speziellen bootsdesign erfolgreich sein kann. es gibt klassen mit einem größeren range an der spitze aber eben nicht auf höchstem niveau.
      vielleicht sollte ich einmal über die anstrengungen von spitzenseglern schreiben, die versuchen auf das exakte gewicht zu kommen.

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      • avatar Heini sagt:

        Ist doch nichts anderes als beim Boxen, Ringen, Gewichtheben usw.

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        • avatar Carsten sagt:

          nee eben nicht. man darf durchaus mit 100 kilo oder 60 Kilo zum beispiel laser segeln, ist auf höchstem niveau aber chancenlos, wenn man nicht zwischen 79 und 84 kilo wiegt. das sind erfahrungswerte. um dieses zieloptimalgewicht geht es bei der olympia katamaran entscheidung

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          • avatar Josef Meckermann sagt:

            ja und? Reckturner wiegen z.B. auch keine 130kg, obwohl das nicht verboten ist. Alle Sportler versuchen ihr Gewicht für das Gerät oder die Disziplin zu optimieren, mit dem sie umgehen müssen. Ich habe aber noch nie gehört, dass z.B. übergewichtige Schwebebalkenturnerin sich darüber beklagen.

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          • avatar Carsten sagt:

            genau

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          • avatar Heini sagt:

            Ging es jetzt um die Anstrengungen, dass Gewicht zu erreichen und zu halten oder um die Anstrengung, überhaupt erst einmal das optimale Gewicht zu ermitteln???
            Ich glaube kaum, dass irgend ein Segler sich für sein Gewicht so kasteien muss wie z.B. ein Boxer. Da geht es nicht um Schwankungen von 5 Kilo, sondern um Differenzen von 200 – 400 Gramm.

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  15. avatar F18 Segler mit Crewgeicht 165kg sagt:

    was auch immer die ISAF als neuen Katamaran für Olympia erfindet – es braucht niemand.
    bestehende Klassen:
    Tornado – legendär und speziell das Rumpfdesign gehört ins Museum. ( und weil olympisch wurden Tornados mal für 200% ihres Wertes gehandelt)
    F18 – verständlicherweise will man nicht in die Entwicklungs-Sackgasse wo der Tornado jetzt ist
    F16 – gut für Nachwuchs, für Ego-Solocatsegler aber für Olympia/Breitensport zu klein.
    F20 – hätte noch sehr viel Potenzial….

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    • avatar Tornadosegler sagt:

      Ich geb dir recht mit dem Museum, dennoch deutlich schneller wie dein F18. Und welchen Entwicklungsstand meinst du ? Dein 160 Kilo Boot mit alumast ? Sorry, wenn du von Entwicklung sprichst sicher nicht f18 oder sonst ein f.
      Dann wenigstens A Cat. Bin ich zwar kein Fan, aber da gibt’s wenigstens viel Innovation

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    • avatar Tom sagt:

      @f18segler mit 20.000 kilo crewgewicht :
      Nicht nur unter der Gürtellinie und absolut respektlos, obendrein auch ausgemachter Blödsinn
      Ich empfinde den f18 wie einen Panzer im Wasser. Behäbig, schwer, technisch langweilig. Da ich gerne a Cat Segel bin ich noch lange kein solo Ego.

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  16. avatar Christian sagt:

    @F18: Über deine Einstufungen könnte man sich streiten, speziell beim F16. Aber lassen wir das, und zwar aus folgendem Grund:

    Der neue olympische Cat wird in einer Evaluation ermittelt, und zwar von sehr erfahrenen Segler/innen. Wie wäres, wenn wir derem Urteilsvermögen vertrauen und in Ruhe abwarten, was sie vorschlagen? Als seinerzeit ein Skiff für Männer gesucht wurde, fiel die Wahl der Evaluationteilnehmer auf den 49er. Und es war eine sehr gute Wahl.

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    • avatar Backe sagt:

      Was die Wahl des 49ers betrifft könnte man sagen: “Auch ein blindes Huhn trinkt mal ein Korn.” … Ansonsten kann ich mich über Dein Gottvertrauen in die Fähigkeiten ISAF, dem Segelsport dienliche Entscheidungen zu fällen, nur wundern. Was in den letzten Jahren bei Meetings oder Evaluations herausgekommen ist, waren entweder lobbygesteuerte Kopfgeburten oder schlicht großer Mist!
      Und die Qualität der dieser Evaluations ist absolut fragwürdig. Ich darf das so behaupten, weil ich selber 2000 bei der Evaluation für einen neuen olympischen Singlehander dabei war und dort als einer von drei “Werkspiloten” von Devoti-Boats bzw. von Konstrukteur Joachim Happrecht das Musto Skiff gesteuert habe. Das gesamte Event war unglaublich schlecht vorbereitet, die vermeintlich erfahrenen Testsegler, die die ISAF eingeladen hatte, waren … na ja, sagen wir’s höflich … eher durchschnittlich, und “gewonnen” hat hinterher derjenige, der auf dickste Hose gemacht hat. Das waren dank Luca Devoti zwar wir mit dem Musto, aber weitergebracht hat das niemanden, weil die ISAF sich dank eifriger Lobbyarbeit interessierter Parteien nicht dazu durchringen konnte, weder den Laser noch die völlig veraltete Seifenkiste namens FinnDinghy einzumotten.

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      • avatar Christian sagt:

        @Backe: Zwischen der ISAF und den Evaluation-Seglern sollte bitteschön sauber unterschieden werden… In die ISAF habe ich gerade in Hinsicht Olympia alles andere als großes Vertrauen, da bin ich ganz bei dir. Ob die ISAF-Gremien tatsächlich das von den Seglern ausgewählte Boot nehmen, ist daher abzuwarten.

        Trotzdem muss ich anerkennen: Die Evaluation des Double Handed Skiff 1996 war ok, es wurde das beste verfügbare Boot gewählt (für Olympia wohlgemerkt; da ist eine Konstruktionsklasse wie 14 Foot Skiff fehl am Platze).

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        • avatar stefan sagt:

          “für Olympia wohlgemerkt; da ist eine Konstruktionsklasse wie 14 Foot Skiff fehl am Platze”

          …warum?

          …starten die Ruderer/Paddeler bei Olympia mit Einheitsbooten?
          …starten die Radfahrer bei Olympia mit Einheitsrädern?
          …selbst in der Leichtathletik verwenden Sprotler wie Stabhochspringer ihre Eigenentwicklungen.

          …warum sollte es beim Segeln nicht auch Konstruktionsklassen geben, in denen innerhalb einer Boxrule jeder Sportler sich sein Sportgerät selber entwickeln darf?

          …ich finde Bootsklassen wie 49er und Laser zwar auch gut für den Sport. Was isch aber für extrem unglücklich finde, ist das bei diesen Klassen z.T. nur einzelne Hersteller die Lizenz haben und somit nur die verdienen. Was auch bei der Vergabe der Klassen Tür und Tor für, nenen wir es mal vorsichtig “kreative Lobbyarbeit” öffnet.

          Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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