Pirat “Weltmeisterschaft”: Ehepaar Schönfeld siegt in Chile mit einem Punkt Vorsprung

Die Clowns sind "Weltmeister"!

Vielleicht wird der Pirat ja doch noch olympisch wie es Frank Schönfeldt seherisch in einem seiner Segellieder prophezeit hat. Jedenfalls gab es in der urdeutschen Klasse in diesem Jahr erstmals “WM-Medaillen” zu gewinnen. Die Chilenen hatten in Valdivia die “Welttitelkämpfe” ausgeschrieben, nachdem Schönfeldt im Vorjahr mit seinem Sohn Till Krüger nach Südamerika gereist war.

Frank und Sany Schönfeldt sind Piraten-“Weltmeister”. © Corral

Klar, dass der 20fache deutsche Meister zu den Favoriten gehören würde. Aber er trat diesmal mit seiner Frau Sandra (Sany) Schönfeldt an. Mit ihr führt er zwar in engster Zusammenarbeit die Segelmacherei Clownsails aber zusammen in einem Boot sieht man sie nur selten.

So dauerte es auch seine Zeit auf dem Pazifik vor Chile, bis das Hamburger Duo den Groove fand. Das einheimische Vater-Sohn-Gespann Rompeltien wies schon einen ordentlichen Vorsprung auf. Aber schließlich reichte es für den Segelbarden doch zum Titelgewinn mit einem Punkt Vorsprung im Feld der 45 Boote aus sieben Nationen.

Auch Platz drei ging an ein deutsches Ehepaar.  Karl Hermann und Gabriele Wildt platzierten sich vor Carsten Wiegel und Annette Poot, sowie Anne Wietfeld und Katharin Emptmeyer. Der Abenteuer-Ausflug des Bielefelder Damen Duos hatte in der heimischen Lokalpresse einige Beachtung gefunden (2. Link)

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Carsten Kemmling

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15 Kommentare zu „Pirat “Weltmeisterschaft”: Ehepaar Schönfeld siegt in Chile mit einem Punkt Vorsprung“

  1. avatar Seven sagt:

    Meine Gratulation an die Schönfelder Familie !!
    Schön das auch ältere Klassen noch immer potenzial haben zu wachsen!

    …aber Mr. Frank…..ich nehme an das es der Aufregung geschuldet war, wenn Du “Eastsea” sagst aber wahrscheinlich die Ostsee und somit die Baltic-sea meinst 😉

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  2. avatar Kersten sagt:

    …ganz schön spitzfindig, ob Eastsea oder Baltic-Wasser, ist doch wurscht…
    Ich kann zwar mit den Piraten-Kisten nix anfangen aber F. Schönfeld ist mein Held. Der Segelt was ihm Laune macht, ist immer da wenn man ihn braucht und ist in keinster Weise abgehoben. Wenn wir den in Hamburg nicht hätten würde uns wirklich was fehlen.
    Ahoi nach Blankenese!

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  3. avatar Andreas Ju sagt:

    Ja sauber, herzlichen Glückwunsch! Aber noch eine Frage zu deinen Segelgewässern. lieber Frank: Zur East-Sea gabe es oben ja schon eine Interpretation. Was aber ist die “Middle-Sea”, auf der du schon unterwegs warst? Ich habe da so eine Idee… 😉

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  4. avatar Wilfried sagt:

    coole Sache, aber letztendlich nur eine internationale chilenische Meisterschaft.

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  5. avatar DJ Rusty sagt:

    Gratulation! Best of Mixed Sailing. Dat is mal ne Ansage…. Pirat in Chile…. genial.

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  6. avatar hanseatic sagt:

    Frankie (und Sanny) for London sag ich nur! 🙂 Die Matte noch etwas wachsen lassen, büschen Training auf 470er und schon gewinnen unsere “Mädels” gaaaaanz überraschend Gold. 🙂

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  7. avatar AST sagt:

    Nix Weltmeisterschaft, der Pirat ist und bleibt eine nationale Klasse…

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    • avatar TBunte sagt:

      Stimmt, aber mit internationaler Beteiligung und Flair!
      Wer will dann schon diesen komischen Status und damit auch noch Geld an die Isaf bei jedem Segel abdrücken 😉
      Wie Frank schon schrieb: … der Pirat wir olympisch (und wenn auch nur beim internen Zusammenhalt)!

      Ein Ehemaliger 😉

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    • avatar Thomas sagt:

      Eine richtige WM war es nicht. Aber der Pirat ist mittlerweile mehr als nur nationale Klasse. Er ist durch die Eurosaf als europäische Klasse anerkannt und es dürfen offiziell Europameisterschaften auausgerichtet werden.

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      • avatar Christian sagt:

        mit der inflationären Bezeichnung “WM” tut sich die Segelszene keinen Gefallen. Es gibt eh schon hunderte davon. Die Leistungsniveau ist dabei sehr unterschiedlich, selbst bei ISAF-WMs. Der Pirat gehört ganz sicher nicht zur oberen Liga.

        Aber das ist ja das schöne am Segelsport, dass jeder seine Klasse findet, in der er mit Gleichgesinnten und auf ungefähr ähnlichem Niveau regattieren kann. Dazu muss man sich nicht großsprecherisch mit dem Titel “Weltmeister” schmücken (lassen).

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        • avatar Carsten Kemmling sagt:

          Wer Frank kennt, wer den Anspruch des Piraten als Olympia-Klasse kennt, könnte vermuten, dass die “Titelvergabe” möglicherweise mit einem Augenzwinkern zu werten ist. Er hat ja auch schon 2010 eine Teeny Masters WM Ü30 mit ins Leben gerufen und eine durchaus gute Figur gemacht

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          • avatar TBunte sagt:

            Da kann ich als Wettfahrtleiter des Teeny Single Handed World Cups nur zustimmen 😉

            Und über das Leistungsniveau in anderen Klassen sollte man recht vorsichtig werten, da haben sich einige Spitzensegler immer wieder gewaltig bei verhoben und Lehrgeld gezahlt! Denn nicht nur in internationalen Klassen wird auf hohem Niveau gesegelt!

            Aber so wahrscheinlich wie der Pirat olympisch wird, dürfte auch eine regelmäßige WM in kurzfristigen Abständen statt finden.

            Wobei ich immer noch nicht verstehen kann, was mit “inflationärem” Gebrauch wirklich gemeint ist! Denn mit dem Argument versucht man ja auch die Zahl der Deutschen Meisterschaften schon immer wieder einzuschränken.
            Würde sich der Segelsport nur noch auf die olympischen Klassen konzentrieren, wäre er wohl tot und auch eine so tolle Seite wie Segelreporter würden die Leser fehlen!

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  8. avatar Christian sagt:

    Ja, schon klar, Schönfeld ist ein liebenswerter Clown, der “Titel” sei ihm sehr gegönnt, natürlich wird im Pirat anständig gesegelt und so mancher Olympionike müsste ordentlich Lehrgeld bei den Piraten zahlen.

    Dennoch: Wenn die Zahl der “Weltmeisterschaften” ins Unermessliche wächst, entwertet es die echten WMs. Die Anforderungen der ISAF an die WM-Würdigkeit einer Klasse sind doch vernünftig, z.B. Mindestzahl aktiver Boote sowie deren Verteilung auf mindestens 8 Länder in mindestens 2 Kontinenten (soviel ich aus dem Gedächtnis weiß). Ob eine Klasse olympisch ist oder nicht, hat damit nichts zu tun.

    Es muss nicht immer das Superlativ “Weltmeister” bemüht werden, um eine excellente seglerische Leistung zu würdigen.

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  9. avatar Francisco Rompeltien sagt:

    Alles klar an Alle Olympia Klassen Fans, aber es war eine Piraten World Cup, da der name “World Championship” nur die ISAF benutzen kann. Also alles in der Regel. Abseits war es ein Wunderschönes Ereigniss für Alle Teinehmer aus 3 kontinenten.

    Mehr als 45 Boote am Start zu haben Sieht mann nur bei der Optimisten hier in Chile, obwohl wir super segler in andere Klassen haben wie Matías del Solar bei den Lasern und Benjamín Grez bei den 470er. Andere Klasse schaffen nur bis 20 Boote am Start zu haben.

    Ich selbst war jahrelang Erfolgreicher Segler in verschiedene Klassen, aber versucht mal mit dein 12 Jähriger Sohn im 470 erflogreich zu segeln, Unmöglich!!! oder?

    Das ist das Schöne von Pirat , dass Jeder die Möglichkeit hat mal Vorne zu segeln wenn er ein guter Segler ist, obwohl er keiner super Athlete oder junger Mann ist.

    Ich bin stolz gegen ein Super Segler und Freund wie Frank Schönfeld, gegeneinander gesegelt zu haben und nach 12 regaten bei 8 bis 9 Segelstunden täglich auf dem Wasser, für 5 Wetfahrtstage nur für einen Punkt als Zweiter in der World Cup beendet zu haben.

    Zusätlich mit dein 12 Jährigem Sohn als super Vorschoter.

    Nur im Pirat können sich solche träume verwirklichen.

    Vieln Dank an alle Pirateros.

    Francisco Rompeltien

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