Soto40 in Brasilien: Faszinierende Segelbilder vom Traumrevier in Buzios

So muss segeln aussehen

Eine Soto40 gibt beim Mitsubishi Cup vor dem brasilianischen Buzios Vollgas. © M. Capizzano

Die Einführung der Soto40 Klasse in den Audi Medcup wird als einer er größten Flops in die Geschichte der Segelveranstalter eingehen. Vier Boote krebsten zuletzt im Kielwasser der TP52 Klasse. Schade eigentlich, denn die Idee war gut, eine attraktive Einheitsklasse für den kleinen Geldbeutel neben dem TP-Zirkus mitschwimmen zu lassen.

Schwer festzustellen, warum es nicht funktioniert. Aber die Südamerikaner zeigen, dass die Klasse Potenzial hat. Beim Mitsubishi Cup vor dem brasilianischen Buzios gingen 13 Yachten an den Start und maßen sich bei augenscheinlich perfekten Segelbedingungen.

Der Italiener Francesco Bruni sorgte als Taktiker für den Erfolg der argentinischen “Negra”. Aber auch Olympia-Legende Torben Grael war bei seinem Sohn Marco im Einsatz und landete auf Rang vier.

Fotograf Matias Capizzano setzte die Flotte exzellent in Szene. So muss segeln aussehen!

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Carsten Kemmling

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12 Kommentare zu „Soto40 in Brasilien: Faszinierende Segelbilder vom Traumrevier in Buzios“

  1. avatar stefan sagt:

    …ich versteh nicht, warum man das Rad immer wieder neu erfinden muss. Gestern GP42, heute Soto40, morgen wieder irgend was neues.

    …kein Wunder, das das nicht fruchtet, wenn man dauernd die Klassen wechselt. Die TP52 haben doch gezeigt, das ein Format erfolgreich sein kann, wenn man einmal ein paar Jahre bei der Stange bleibt.

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    • avatar Ulrich sagt:

      Naja, wenn es nur so einfach wäre.
      Das Problem mit den Gp42 ist einfach, dass ne Konstruktionsklasse schweineteuer ist. Sicher, Box Rule ist geil, doch sind die GPs einfach nicht attraktiv genug, um soviel Geld dafür auszugeben. Die Klasse ist Tod!
      Insofern ist der Schritt der MedCup – Verantwortlichen zu einer sexy Einheitsklasse konsequent. Vielleicht etwas unglücklich, dass man auf einen so neues und dazu noch außereuropäisches Design gesetzt hat. Doch was wären Alternativen (jaja, Farr 400…)?

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  2. avatar bowman sagt:

    Bilder 9 bis 11: Tolle Eindrücke vom harten Job der Kollegen unserer häufig gescholtenen Zunft.

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  3. avatar Ketzer sagt:

    Hihi, da war die Audi-Veranstaltung wohl zu upperclass-ig, bei Mitsubishi klappt es dann. 🙂 Raumschots tolle Szenen, aber am Wind das klassische Kielboot-Geknüppel ohne Fahrt…

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  4. avatar Egon sagt:

    Zitat “warum man das Rad immer wieder neu erfinden muss”

    Marketing & Profilneurosen? Da muss ein Konstruktionsbüro mal wieder was neues raus- und sich damit ins Gespräch bringen, dann eine Werft, dann ein erfolgreicher Segler (Coutts mit RC44), jeder hat eine bessere Idee, wie das perfekte Boot auszusehen hat.
    Und richtig bringen tut es keinem was, Kannibalismus pur.

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  5. avatar Friedrich sagt:

    Ok, Freunde, über’s Mittelmeer lästern und in Nordeuropa rein gar nix Bigboatmäßiges als Einheitsklasse dauerhaft aufs Wasser zu bringen, das schnell fährt und die Jugend begeistert, bleibt Geschwätzigkeit.

    Vorschlag: alle sagen hier mal, was es für uns hierzulande braucht, um mit sagen wir mal 8 Mann an Deck geil Einheitsklasse oder – wenns mal nicht reicht – mit Vermessung zu segeln. Medial cool, schnell, aufregend, auch mal mittelstrecken- oder hochseetauglich, nicht soooo teuer, gleitfähig natürlich, spannend auch für Leute zwischen 16 und 36. Etc etc. Und wenn wir viele gute Ideen haben, dann bauen wir das und legen los.

    Werft, Marke, Name durchaus vorhanden, bisher fehlts nur am Schwung.

    Your call….

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  6. avatar Schlaufux sagt:

    Die GP42 hatte im letzten Jahr im MedCup noch 3-4 Boote am Start.
    Die Konstruktionskosten sind aber fast so hoch wie die der TP52.
    Die Soto40 ist eine Einheitsklasse, die in Südamerika schon funktioniert.

    Ich bin vor der Tour de Voiles die neue M34 gefahren, 7-8 Mann
    120m² Asi. Macht schon Laune.
    Aber 2,90m Tiefgang sind halt nix für die Ostsee.
    Und so bekommt die letzte Rubin den nächsten Aufguss.
    In der Ostsee fährt man halt lieber ne GrandSoleil 42R und
    modifiziert das Ding für 50.000€.
    Ist halt ne eigene Welt hier und kaum einer schaut mal über den Tellerrand.
    Fast alle die das tun waren gerade in Cowes.

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  7. avatar RVK sagt:

    Die Diskussion der immer größer werdenden Zersplitterung des Segelsports durch immer neue Einheitsklassen, ist ja keine neue… aber Mal im Ernst, wieso gleich im ersten Jahr meckern? Is doch klar, dass bei den derzeitigen Rahmenbedingungen die Leute erstmal warten und sich das anschauen. Insgesamt ein ewiger Phänomen, dass es wagemutige Pioniere, early Adopter und dann viel Später erst die Lemminge gibt. Also seid fair und lasst mal noch ne Runde warten!

    Von Versagen, kann also frühestens in der kommenden Saison gesprochen werden, oder?

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  8. avatar Friedrich sagt:

    Hallo Schlaufux,

    an der deutschen Küste gibt’s keine einzige aktiv gesegelte GS 42 R (was wirklich nicht schlimm ist, denn die Dinger sind ächt hässlich). Und die hat übrigens auch 2,7 m Tiefgang oder so ähnlich. Die Tendenz Deiner Aussage stimmt aber. Nur dass der werte Dickschiffsegler mit begrenzter Brieftaschengröße keine echte Wahl hat, sich irgendeine Serienyacht oder einen Old- oder Youngtimer so zu pimpen, dass er gut segelt. Denn es gibt ja kaum eine Wahl. X-35 ist ein sehr teures, nicht wirklich toll segelndes Boot, bei dem man sich fragt, was es sein soll. Racer (???) oder Family Club Racer (???) oder Cruiser oder eigentlich gar nichts richtiges. Und deshalb siecht die Klasse auch dahin. X-41 ist schon wieder vorbei, war auch seeehr teuer und auch nicht wirklich aufregend. X-99 ist vielen zu klein. Und dann war’s das schon.

    M 34 ist spannend, aber für alle ab 40 😉 auch schon wieder ziemlich klein. Ich wäre heiß auf ein Rudel Boote, das sich zwischen 36 und 42 ft bewegt, richtig schnell fährt und (wie die M 34) trotzdem Cat 2 geeignet ist.

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