Knarrblog: Wie uns Flipper bei der Segel-Bundesliga mitten im Start besucht

Plötzlich ein Stoß

Alle haben ihn gesehen. Zwei Tage lang schwimmt Flipper irgendwo um uns rum, und ich bin wohl der einzige Mensch, der ihn nicht zu Gesicht bekommt.

Delfin, Kiel, Segel-Bundesliga

Flipper beim Bundesliga Spieltag in Kiel. © Kruse

Wir segeln bei der Bundesliga direkt vor der Kiellinie. Die Schwimmer am Steg kreischen und planschen, wenn sie den grauen Besucher mal wieder entdeckt haben. Und per Facebook entdecke ich, dass der Liga-Reporter Tim Kruse sogar eine kurze Übertragungs-Pause genutzt hat, um mit seinem Kameramann eine Einheit “Schwimmen mit Delfin” eingelegt hat.

“Es war wirklich sehr emotional”, sagt Kruse danach. “Ich habe ihn sogar vorsichtig berühren dürfen.” Das Tier fühle sich leicht rauh an.

Delfin, Kiel, Segel-Bundesliga

Reporter Tim Kruse geht in einer Segel-Pause samt Kameramann mit demm Delfin schwimmen. © DSBL/Oliver Meier

Es kann doch nicht sein, dass alle ihn sehen, und er nur um uns einen Bogen macht. Flipper soll sogar direkt neben einer J/70 gesprungen sein. Wir müssen uns dagegen mit anderen Attraktionen begnügen, die sich die Kieler Organisatoren neben der Delfin Show ausgedacht haben. Zum Beispiel das Ausdocken und Umdrehen von Segelyacht “A” dem größten “Segler” der Welt. Auch nicht schlecht, aber nichts gegen einen echten großen Tümmler.

Segelyacht "A"

Segelyacht “A” wird kurzzeitig ausgedockt und umgedreht. © SegelReporter

Plötzlich ist es so weit. Noch eine Minute bis zum Start. Ich fahre die Linie für einen Leestart an. Das Timing muss perfekt passen, damit es funktioniert. Wir wollen die Führung in der Serie behaupten. Die Konzentrationsphase ist intensiv.

delfin

Flipper beim Pin-End-Tonnenleger

Plötzlich fühle ich etwas am Ruder. Als habe es eine Kollision mit Treibgut gegeben. Ich sehe nach hinten. Da ist er! Ein grauer Schatten im Wasser direkt neben dem Ruder. Er hat es angestupst. Als wolle er Hallo sagen.

Meine Güte. Wie groß das Tier ist. Es scheint vom Ruder bis zum Kiel zu reichen. Wie soll man sich da auf den Start konzentrieren? Gibt es eigentlich eine Wiedergutmachung für so einen Fall? 🙂

Delfin, Kiel, Segel-Bundesliga

Flipper an der Luvtonne © DSBL/Oliver Meier

Im Gegenteil. Die Schiedsrichter behaupten später, Flipper hätte uns gezogen und sie hätten eine Strafe wegen unerlaubten Vortriebs erwogen. Es ist natürlich ein Spaß. Alle sind geplättet von dem Erlebnis mit dem flinken grauen Taucher.

Dabei hat die BILD schon entdeckt, dass der Gute auch ganz anders als lieb kann. Auf dem Weg in die Förde soll er einen armen Schweinswal gekillt haben. Ein Video gilt als Beweis. Wie auch immer. Diese Begegnung wird noch lange präsent sein. Man könnte sich dran gewöhnen.

Wir segeln auf der 3. Direkt beim Start taucht Flipper neben uns auf:

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *