Ashby und Spithill führen beim Little AC. Amerikaner kentern

Little America´s Cup gestartet


 

Steuerbordstart des Little AC "Feldes". Ashby/Spithill (r) in Luv von Eaton © Christophe Launay / sealaunay.com

Nach einer zweitägigen Verzögerung wegen stürmischer Winde ist am Mittwoch der Little America´s Cup gestartet. Sechs C-Klasse-Katamarane aus Kanada, England, USA und Frankreich versuchen sich den Titel zu holen.

Die Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren ein Schattendasein geführt hatte, ist zu neuem Leben erweckt worden seit der große America´s Cup zwischen Alinghi und BMW Oracle im Februar mit Multihulls ausgesegelt worden ist.

Der Kanadische Cup Verteidiger Fred Eaton mit dem vermutlich schnellsten Kat "Canaan" liegt auf Platz zwei. © Christophe Launay / sealaunay.com

In der Vorbereitung auf den America´s Cup hatte besonders das Ellison Team eng mit den Tüftlern aus der filigranen Kat-Klasse zusammen gearbeitet. Die Erfahrungen führten zum Bau des gigantischen BMW Oracle Segel-Flügels, der maßgeblichen Anteil am Gewinn der Kanne hatte.

Besonders das Engagement des mehrfache A-Kat Weltmeisters Glen Ashby aus Australien führte zu besonderer Nähe zu den C-Klasse-Kats. Denn Ashby lehrte seinen Schützling James Spithill das Beherrschen der zwei Rümpfe auch mit dem Know How der C-Kat-Spezialisten.

Glenn Ashby und James Spithill sehen noch zweifelnd aus liegen aber nach dem ersten Tag vorne. © Christophe Launay / sealaunay.com

Eigentlich hätte der Spaß für die BMW Oracle Teammitglieder ein Ende haben sollen nach dem Gewinn des Cups. Aber Ashby und Spithill segeln weiter zusammen auf zwei Rümpfen. Ashby wurde erneut A-Kat Weltmeister und das Duo trat auch gemeinsam bei der Formel 18 Kat WM an, wo es nach einigen Top Ten Platzierungen auf Rang 18 landete.

Das Multihull-Engagement der beiden Australier dürfte aber auch einen höheren Sinn haben. So wird in der America´s Cup Gemeinde nach wie vor heftig spekuliert, ob der nächste Cup erneut mit Multihulls ausgesegelt wird. Vieles deutet darauf hin. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Hübscher Aufrigg-Platz vor dem New York Yacht Clubin Newport © Christophe Launay / sealaunay.com

Die Little America´s Cup Szene war immer eine kleine Gemeinschaft von Amateur-Tüftlern. Nun steht sie wegen der möglichen Bedeutung für den „echten“ AC mehr im Blickpunkt als bisher. Auch weil mit Ashby und Spithill ein prominentes Duo am Start ist.

Die beiden haben mit dem drei Jahre alten C-Kat „Alpha“ nicht gerade das schnellste Boot unter dem Hintern. Der Kanadier Fred Eaton’s entwand damit zwar den Amerikanern die Trophäe. Aber das ist schon drei Jahre her.

Eaton hat sich für die Verteidigung des Little America´s Cup in diesem Jahr ein neues Boot gebaut. „Canaan“ ist leichter und prinzipiell schneller als sein Vorgänger. Eaton segelt mit Magnus Clarke zusammen, der als „Flügel-Hüter“ für den großen Wing von BMW Oracle zuständig war.

So fügen sich die Fäden zusammen. Im Grunde segeln zwei BMW Oracle Teams für Kanada, in die das US Team im Hinblick auf den kommenden Cup investiert. So erklärt sich auch, dass Eaton seinen Zweit-Kat an Ashby und Spithill vergeben hat.

Und die schicken sich an, ihm damit die Trophäe abzujagen. Denn am ersten Tag bei starkem Wind zwischen 16 und 20 Knoten zeigte sich, dass die Gegner kaum konkurrenzfähig sind. So kenterte der Amerikaner Steve Clark gar mit seiner „Aetheon“ und beschädigte seinen Flügel.

In Führung liegen Ashby und Spithill nach teilweise sehr guten Starts mit der Serie 1/1/2 vor Fred Eaton mit 2/2/1

SailingAnarchy.com versucht sich in der Video Berichterstattung . Aber die ist noch nicht sehr ausgereift, um es vorsichtig auszudrücken. Immerhin gibt es einige bewegte Segelbilder.

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Carsten Kemmling

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