Little America’s Cup: Schweizer Team Hydros zeigt seinen fliegenden Kat

Abgehobenes Design

Das schweizer Little America’s Cup Team Hydros zeigt erste Bilder von seinem neuen C-Klasse Katamaran im Flugmodus. Das Spektakel der effektivsten Segelfahrzeuge der Welt steigt Ende September.

Hydros

Hydros C-Klasse Katamaran im Foil-Modus. © Hydros

Der America’s Cup hat begonnen, aber so richtig wollen die Funken noch nicht überspringen. Zu einseitig sind die bisherigen Rennen verlaufen, zu überlegen ist Team New Zealand. Auf Dauer reicht maximaler Speed und faszinierende Technik nicht aus, um den Fan zu fesseln. Sport benötigt Wettkämpfe, deren Ausgang offen ist, um Spannung zu erzeugen. Deshalb spitzt sich die Hoffnung auf das Duell mit Oracle zu.

Möglicherweise könnte dann auch der Youth America’s Cup halten, was der eigentliche Cup versprochen hatte. Aber falls auch das nicht funktioniert, mag der kleine Bruder des Cups, der Little America’s Cup – auch wenn er nicht mehr offiziell so heißt – zum Fan Magneten werden können.

Hydros C-Klasse Katamaran

Hydros C-Klasse Katamaran im Foil-Modus. © Hydros

Die kleinen C-Klasse Katamarane, von deren Technik sich die America’s Cup Ingenieur viel abgeguckt haben, starten sofort im Anschluss an die San Francisco AC72 Rennen in der Nähe des britischen Falmouth ihre Regatten um die prestigereiche International C Class Catamaran Championship. Die Rennen finden vom 23. bis 29 September statt.

Acht Teams haben sich angemeldet, eines davon ist das Schweizer Hydros Team. Es könnte die Nachfolge von Alinghi als seglerisches Aushängeschild der Schweiz antreten, da es als eines der großen Favoriten gilt.

Die soll schon eindrucksvoll gewesen sein. Es machte jetzt klar, dass auch bei den kleinen Katamaranen der Sieg nur über das Foilen geht. Der frisch gebackene F18 und Nacra17 Weltmeister Billy Besson ließ sich bei den ersten Flügen fotografieren und zeigte die offensichtlichen Fortschritte.

Auch der große Gegner aus Frankreich Franck Cammas übt sich schon in der Beherrschung der Flug-Technik. Es ist aber nicht klar, ob das Groupama Team, das gerade die Tour de France a la Voile gewonnen hat mit seiner Kat-Konstruktion auch so weit ist wie die Schweizer.

Die C-Klasse Katamarane sind die wohl effektivsten Segelgeräte, da sie extrem leicht gebaut werden können. Vorsegel sind nicht erlaubt. Deshalb kann die Struktur der Boote sparsamer ausgelegt werden, weil sie nicht die hohen Vorstaglasten tragen muss.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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9 Kommentare zu „Little America’s Cup: Schweizer Team Hydros zeigt seinen fliegenden Kat“

  1. avatar Segler sagt:

    Wer fliegen will soll sich doch einfach ein Flugzeug kaufen und mit Segeln aufhören!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 10 Daumen runter 22

    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Immer das Gemaule über Neuerungen…

      Soll doch jeder die Bootsklasse segeln, die ihm Spaß macht!

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      • avatar dubblebubble sagt:

        Wird halt ärgerlich, wenn man dabei zusehen muß, wie das eigene Material im Zeitraffer veraltet und nicht mehr konkurrenzfähig ist.

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      • avatar Segler sagt:

        Dauert nicht mehr lange dann hat jeder seine eigene Bootsklasse…

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Du verstehst da was miß!

          Der C-Cat ist eine Konstruktionsklasse. Jeder kann seine eigene Konstruktion bauen und fahren, solange sie den Klassenregeln entspricht. Ist bei Motte, A-Cat oder z.B. 14-Footer auch nicht anders.

          Oder wünscht Du Dir ernsthaft, daß die Entwicklung beim Segelsport auf einem bestimmten Stand angehalten wird?

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    • avatar Christian sagt:

      Seit wann ist Foilen denn gleich Fliegen? Wer so was sagt, versteht weder vom einen noch vom anderen was.

      Noch werden die allermeisten von uns Seglern nicht selber foilen (können). Aber mit offenem Mnd staunen tue ich schon… und in ein paar Jahren, wenn beherschbare und bezahlbare “Volksfoiler” entwicklelt wurden, werden wir es massenhaft tun. Gute Aussichten!

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      • avatar dubblebubble sagt:

        Wenn man die C-Klasse mit einem A-Cat als Benchmark hochrechnet plus Wing, dann sind die Teile so teuer, daß Otto-Normalsegelreporter-Leser sich keine Gedanken über eine Anschaffung machen muß. Von der Praktibiltät eines Wing-Bootes ganz abgesehen. Nicht umsonst fristen die C’s ein absolutes Nischendasein.

        Überhaupt werden bisher nur die teuren Carbonschiffchen flügge, was mir einen breiten Durchburch wenig nahe erscheinen läßt. Einzig bei den A-Cat’s könnte ich mir schon bald die ersten Vollfoiler im Handel vorstellen, denn die Klientel war schon immer bereit für ihr Hobby etwas mehr auszugeben als andere. Außerdem halten sich die zu erwartenden Zusatzkosten dort sogar in engen Grenzen, da die vorhandene Plattform wegen ihrer Leichtigkeit die Fliegerei schon in den Genen (Insider: in der DNA) hat.

        🙂

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  2. avatar Heiko Kröger sagt:

    Der Segelsport wird ohne diese Innovationen nicht auskommen. Rhönradfahren war auch mal ein toller Sport – kennt heute keiner mehr.
    Auf mittlere Sicht wird auch im olympischen Segeln gefoilt. Jede Wette!

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  3. avatar Skiffi sagt:

    Ich warte noch ein bisschen auf die erste Bavaria mit Foils für den schnellen Sommerurlaub 😉

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