Mammut Regatta: GER Kids bei 1000 Boote Flotte am Gardasee knapp am Sieg vorbei

Deutsche mischen mit

Lange sah es so aus, als könnte erstmalig ein Deutscher das Lake Garda Optimist Meeting gewinnen. Doch am Ende hatte der Lokalmatador bei den Finalrennen mit „tricky“ Windbedingungen doch wieder die Nase vorn.

Pechvogel am letzten Tag: Lennart Kuss (ganz rechts im Bild). Daneben Daniel Göttlich, 4. und bester Deutscher © DODV

Pechvogel am letzten Tag: Lennart Kuss (ganz rechts im Bild). Daneben Daniel Göttlich, bester Deutscher auf Rang 4 © DODV

Erster nach Tag 1, Dritter nach Tag 2 und Zweiter vor den Finalrennen: Für den Warnemünder Optisegler Lennart Kuss standen die Zeichen ganz auf Sieg. Beim der 32. Auflage des Lake Garda Optimist Meeting mit insgesamt 834 Seglern aus 36 Nationen mischte der 14-Jährige ganz vorne mit. Doch am Sonntag lief dann plötzlich nichts mehr.

Aufgrund der Windvorhersagen hieß es zunächst einmal früh aufstehen, bereits um 9 Uhr war der erste Start des Tages angesetzt worden. Mit wenig Wind aus Nord ging es los. Lennart entschied sich für einen Extremschlag auf die rechte Seite – und verhungerte regelrecht vor den Felsen. Nichts zu machen – er stand auf der Stelle, während das Feld an ihm vorbeifuhr. Ärgerlich.

Um zum zweiten Finalrennen überhaupt rechtzeitig am Start zu sein, brach er diese Wettfahrt ab, hangelte sich zum Startschiff zurück und kassierte ein DNC. Aber auch der zweite Durchlauf verlief nicht optimal – noch während der Wettfahrt drehte der Wind extrem und mischte das Feld ordentlich durcheinander. Titelaspirant Lennart erwischte die falsche Seite und ging lediglich als 53. Platz über die Ziellinie.

Heimsieg! Davide Duchi wurde groß gefeiert © Davide Turini

Heimsieg! Davide Duchi wird groß gefeiert © Davide Turini

Am Ende rutschte er auf den 20. Platz im Gesamtergebnis ab. „Die Windbedingungen waren heute sehr tricky und schwer zu interpretieren … das war sicherlich ein Vorteil für die Segler der Region“, gab Racemanager Antonio Micillo zu.

Davide Duchi aus Riva machte mit einem ersten Platz in der letzten Wettfahrt den italienischen Sieg perfekt. Zweiter wurde der Schwede Lucas Bergström, Dritter der Russe Daniil Krutskikh. Doch gab es am Ende trotz eines italienisches Siegers keinen Grund zur Trauer: insgesamt schafften es 5 deutsche Optisegler unter die ersten 20. (Livestream vom Final Race). Bester Deutscher war Daniel Göttlich aus Berlin vom Potsdamer Yacht Club auf Rang 4.

Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz: Daniel Göttlich GER 13422 © Elena

Auf Augenhöhe mit der Konkurrenz: Daniel Göttlich GER 13422 © Elena

Auch bei den Kleinen, den Cadetti, konnten sich die deutschen Segler sehr gut behaupten – im letzten der insgesamt 6 Rennen ging Mic Mohr als Erster über die Ziellinie, gefolgt von seinem Landsmann Felix Neszvecsko, der nach einer soliden Leistung im Verlauf der gesamten Regatta mit dem zweiten Gesamtplatz belohnt wurde.

„Insgesamt haben die Deutschen hier eine tolle Leistung abgegeben, wir können sehr zufrieden sein“, urteilte DSV-Jugendobmann Timo Haß, der während der Regatta als Jurymitglied nicht viel zu tun hatte: „Im Allgemeinen hatte ich das Gefühl, dass es inzwischen wieder etwas fairer auf dem Kurs zugeht – es wird besonnener protestiert und vieles klären die Kinder einfach auch schon untereinander. Das war schön zu sehen“, resümierte er.

Endergebnisse Junioren

Ergebnisse Cadetti

Auch bei den anderen internationalen Optiregatten über die Osterfeiertage konnten sich die deutschen Optisegler gut behaupten: So wurde die Rostockerin Laura Schuberth 9. bei der Easterregatta in Portoroz und beendete damit als zweitbestes Mädchen die Regatta in Slowenien. Bei der Magic Marine Easterregatta auf dem Braassemermeer war Mats Krüger auf Rang 29 bester deutscher Teilnehmer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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