Match Race Germany: Der Sohn des Altmeisters fordert die Matchrace-Elite auf dem Bodensee

Gilmour „Reloaded“

Großer Name, neues Gesicht: David Gilmour will in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Peter Gilmour steigen und den Gipfel der internationalen Matchrace-Szene erobern.

Williams auf der Siegerstraße beim Match Race Germany 2013 © Andy Heinrich/MRG

Williams auf der Siegerstraße beim Match Race Germany 2013 © Andy Heinrich/MRG

Der 22-jährige Aufsteiger aus Perth in Australien hat in diesem Jahr erstmals eine der acht „Tour Cards“ der Alpari World Match Racing Tour erhalten und kämpft um den WM-Titel der Duellsegler.

„Wir sind wirklich stolz darauf in diesem Jahr zum ersten Mal dabei zu sein, denn es war immer schon eines unserer großen Ziele die Alpari World Match Racing Tour zu gewinnen.“

Die Tour wird auch in diesem Jahr vom Deutschen Grand Prix auf dem Bodensee eröffnet: Das Match Race Germany wird vom 5. bis 9. Juni zum 17. Mal Zehntausende Besucher in den Langenargener Gondelhafen locken, wo die Duelle der besten Matchracer der Welt spektakulär dicht unter Land ausgetragen werden.

David Gilmour, der gerade erst von Team Australia (Challenger of Record für den 35. America’s Cup) verpflichtet wurde, blickt seiner Premiere beim Match Race Germany begeistert entgegen: „Ich habe großartige Dinge über das Match Race Germany gehört und wir freuen uns sehr auf die Regatta. Wir freuen uns auf die legendäre Gastfreundschaft, das gute Essen und spannende Rennen.“

NICHT WIE PAPA PETER GILMOUR: „JEDER HAT SEINEN EIGENEN STIL“

David Gilmour kreuzt mit klangvollem Namen vor Langenargen auf. Sein Vater Peter Gilmour war viermal Matchrace-Weltmeister, gewann mit Alinghi den America’s Cup und hat die heutigen Matchrace-Regeln maßgeblich mitgeprägt.

Pierre Antoine Morvan

Pierre Antoine Morvan zückt die Protestflagge im Kampf mit Weltmeister Ian Williams. © Brian Carlin / AWMRT

Auf die Frage, ob sein Stil als Matchrace-Steuermann mit den spektakulär-aggressiven Starts seines Vaters und dessen furioser Angriffslust vergleichbar sei, sagt David Gilmour: „Ich denke, dass jeder Matchrace-Steuermann seinen eigenen Stil hat. Es gibt Zeiten, in denen man aggressiv und andere, in denen man ruhiger agieren muss.“

Von seinem berühmten Vater, der den internationalen Profi-Segelsport über viele Jahrzehnte stark mitgeprägt hat, lernte David vor allem eines: „Er hat mir beigebracht, wie wichtig es ist ein gutes Team zu formieren.“

 Williams will 2014 zum erfolgreichsten Matchracer der Sportgeschichte aufsteigen

Doch seine Premiere beim führenden deutschen Matchrace-Klassiker wird für David und sein Team Gilmour alles andere als ein Spaziergang. Als Top-Favorit wollen Titelverteidiger Ian Williams und sein Team GAC Pindar auf dem Bodensee den Grundstein zum fünften WM-Sieg der Briten legen.

Der viermalige Matchrace-Weltmeister Ian Williams, den eine Auszeit vom Job als Anwalt auf den Gipfel des Matchracings führte, könnte mit einem fünften Tour-Sieg die bereits egalisierte Bestmarke Peter Gilmours überbieten und 2014 zum erfolgreichsten Matchrace-Steuermann der Segelsportgeschichte aufsteigen.

Verhindern wollen das weitere Größen der Duell-Disziplin: Der schwedische Publikumsliebling Björn Hansen und sein Hansen Sailing Team, die im vergangenen Jahr den Sprung aufs Podium der Tour-Wertung um nur zwei Punkte verpassten, warten weiter auf den ersten Sieg im Match Race Germany.

Bis auf den Italiener Francesco Bruni, der das Match Race Germany 2011 gewinnen konnte, haben sieben der acht Tour-Card-Inhaber ihre Teilnahme für das Segel-Pfingstfest im Süden Deutschlands bereits fest zugesagt. So auch der Franzose Mathieu Richard und seine LunaJets, Taylor Canfield und sein USone Sailing Team von den amerikanischen Jungferninseln, der Australier Keith Swinton und seine Black Swan Racing Crew sowie der Neuseeländer Phil Robertson mit Waka Racing, die den Grand Prix von Deutschland 2012 gewinnen konnten. 2004, 2005 und 2006 war es übrigens Altmeister Peter Gilmour, der vor Langenargen triumphierte.

Gemeinsam gewinnen: Kemmling holt Felix Oehmes Matchrace-Team an Bord

Das Bild der zu Null geschlagenen deutschen Wild-Card-Starter der vergangenen Jahre würde der Deutsche Matchrace Meister Carsten Kemmling gerne ändern. Dazu holt sich der Hamburger das routinierte Matchrace-Team des Hamburgers Felix Oehme an Bord.

„Beim letzten Start auf dem Bodensee sind wir ohne Sieg heimgefahren. Wie wohl auch unsere deutschen Vorgänger in den Vorjahren. Dabei ist auf den größten Schiffen der Tour gegen die Profis vielleicht mehr drin. Ich trete mit Felix Oehme und seiner Crew an, dem besten deutschen Team in der Weltrangliste auf Platz 41. Die Jungs sind gut im Training und können vielleicht meine Fehler ausbügeln.“

Eine starke Familie: Die Partner im Match Race Germany

Gute Nachrichten hatte es bereits zum Weihnachtsfest gegeben: Porsche, MHP, Adidas, Ultramarin und Nauti Sattler bleiben als große Partner an Bord. ZF Marine wird neuer Partner in der Markenfamilie. Das überaus erfolgreiche Hüttenkonzept im Langenargener Gondelhafen wird weiter ausgebaut. So können die Fans neben spektakulärem Sport direkt vor dem Bodensee-Ufer auch an Land ihre Segelparty mit ganz besonderer Note und den besten Matchrace-Crews der Welt feiern.

Steuerzentrale des Match Race Germany, das in drei Jahren 20-jähriges Jubiläum feiern wird, ist und bleibt das Match Center Germany, das die Vordenker und Macher Eberhard Magg, Harald Thierer und Bernd Buck 2008 auf der Taufe hoben. An der Seite des Trios steht der Yacht-Club Langenargen mit seinen außergewöhnlich engagierten Mitgliedern für eine auf hohem Niveau präsentierte Segelsport-Schau auf den größten Booten der Welttour: B 40S.

Die Alpari World Match Racing Tour wird im Anschluss an den Auftaktschlager in Deutschland im schwedischen Marstrand (30. Juni bis 5. Juli) und im polnischen Sopot (31. Juli bis 3. August) fortgesetzt, bevor sie in Übersee vor Chicago (17. bis 21. September) und Bermuda (21. bis 26. Oktober) fortgesetzt wird und traditionell beim Monsoon Cup der 2015 im Januar in Malaysien ihr großes Finale erlebt.

 Quelle: MRG

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