Miami World Cup: Buhls Match Race um den Sieg – Görge Twins auf Platz 7 ins Finale

Buhls Big Point

Philipp Buhl

Der deutsche Vorzeigesegler Buhl bei der Halse an der Raumtonne. © Walter Cooper

Philipp Buhl hat den ersten Weltcup im vorolympischen Jahr mit einem Paukenschlag begonnen. Vor dem Medalrace hat er Rang zwei im 106-Boote-Feld der Laserklasse schon sicher. Es wartet ein spannendes Match Race mit dem WM-Dritten Nick Thompson. Der Brite liegt nur einen Punkt vor dem Bayern.

Philipp Buhl

Philipp Buhl gewinn das zehnte Rennen und sichert sich schon vor dem Medalrace Rang zwei. © Walter Cooper

Buhl war mit einem Sieg im einzigen Rennen des Tages der absolute Big Point gelungen. Die direkte Konkurrenz schwächelte bei schwachem Wind und die zuvor führenden Wearn (AUS) und Scheidt (BRA) lieferten in diesem zehnten Lauf sogar ihr schlechtestes Ergebnis in den 30ern ab.

Am Samstag gibt es für Buhl nichts mehr zu verlieren. Der Differenz zu Rang drei ist mit 21 Punkten auch im doppelt zählenden Medalrace nicht mehr aufzuholen. Buhl kann sich ganz auf Konkurrent Thomson konzentrieren.

Starke Görge Twins

Ein weiterer Höhepunkt kann das Abschneiden der Görge Zwillinge in der 49er FX Klasse werden. Ihr Einstieg in die neue Saison ist überaus bemerkenswert. Rang sieben vor dem Medalrace ist ein großer Leistungssprung. Und theoretisch ist mit einem guten Finale sogar noch der Sprung zum neun Punkte entfernten Rang vier möglich.

Goerge Twins

Guter Start für die Görges. © Walter Cooper

Das Duo ist geradezu über sich hinaus gewachsen und hat die Hackordnung im deutschen Team durcheinander gewirbelt. Erstmals ist die jüngste deutsche Mannschaft auch die beste von vier Crews auf Welt Niveau. Das haben die Görges bei so einem wichtigen Event noch nicht geschafft. Die Kolleginnen landeten auf den Plätzen 13, 14 und 16.

Ansonsten gab es aber für das deutsche Team wieder Enttäuschungen. So konnten Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski den verpatzten Vortag nicht ausgleichen, da bei Flaute kein Rennen für die 470er Männer mehr stattfand.

Kollision für 470er

Am Tag zuvor war es ihnen hart ergangen. Erst ein 26. Platz und dann eine Kollision, nach der sie das Rennen aufgeben mussten. So verpassten sie das Medalrace nach einer starken Leistung an den ersten Tagen nur um einen Punkt. Die Kollegen Wagner/Baldewein und die Autenrieth Brüder landen auf den Plätzen 25 und 26.

Goerge Twins

Die Görge Schwestern geben in Miami richtig Gas. © Walter Cooper

Im 49er kamen die Europameister Erik Heil und Thomas Plößel nach schwachem Beginn immer besser in Fahrt, verpassten das angestrebte Medalrace als Zwölfte aber dann doch deutlich mit 19 Punkten.

Eine positive Überrschung gelang im Nacra 17 Katamaran den Neueinsteigern Jan Hauke Erichsen
und Lea Spitzmann mit Rang 18. Der ex 49er Steuermann steuerte bei seinem Katamaran Weltcup Debut mit der neuen Partnerin sogar einen Platz vor Paul Kohlhoff und Carolina Werner ins Ziel. In dieser Trainingsgruppe mag durch die neuen gemeinsamen Möglichkeiten ein größeres Potenzial entstanden sein, als man bisher erwarten durfte.

Eine Enttäuschung war der Miami Weltcup besonders für den Surfer Toni Wilhelm, der sonst keine Probleme hat, das angestammte Medalrace zu erreichen. In Miami lief aber noch nicht viel zusammen.

Auch Laser Radial Europameisterin Svenja Weger und ihre Kolleginnen konnten trotz guter Ansätze noch nicht in die erhofften vorderen Bereiche vorstoßen. Die 470er Frauen Teams griffen in Miami nicht in das internationale Geschehen ein.

Ergebnisse Miami World Cup

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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