Mini 6.50: Fiven Segler Bogacki mischt Offshore Einhand Szene auf beim Trophèe MAP

Zwei Nächte durchgemacht

505er Spitzensegler Morten Bogacki berichtet über seinen zweiten Ausflug in die Einhand Mini 6.50 Klasse. Bei der Trophee MAP vor Douarnenez landete auf einem starken sechsten Rang von 26 Serienbooten.

Mini 6.50

Bogacki beim Spimanöver am Leuchtturm. © Gildas HEMON kerys.com

Mein zweiter Versuch beim Offshore Einhandsegeln in der Classe Mini war erfolgreicher als der erste, den ich am zweiten Abend u.a. wegen Sturmwarnung abgesagt hatte. Und er lässt sich irgendwie ein bisschen mit einer Musikfestivalerfahrung vergleichen – zwei Tage ohne Schlaf.

Während die Musikfans aber wohl hin und wieder mit illegale Mittelchen gegen den Schlafentzug kämpfen, mussten bei mir Adrenalin, Endorphine und Redbull ausreichen, um die 220 Seemeilen mit weniger als 30 Minuten Schlaf zu bewältigen.

Mini 6.50

Morten Bogacki rutscht einem Konkurrenten in Luv drüber. © Gildas HEMON kerys.com

Die Trophe MAP ist mittlerweile ein Klassiker. Der Kurs führt von Douarnenez durch das Raz de Sein an den Glenans und nördlich der Ile de Groix vorbei zum Leuchtturm Birvideaux vor Quiberon und von dort außen um die Ile de Sein zurück nach Douarnenez.

Schon vorher wurde mir von den anderen Teilnehmern klar gemacht, dass an Schlaf kaum zu denken ist und alle die ganze Zeit Vollgas geben. Dabei ist der Biorhythmus eines Studenten doch noch auf Schlafen eingestellt.

Am schwierigsten war die Zeit zwischen 6-8Uhr morgens. Die Müdigkeit der durchgemachten Nacht überwältigt einen dann fast. Gut, dass man beim Segeln im Gegensatz zum Autofahren auch mal an der Pinne einnicken kann. Aber der menschliche Körper scheint auch diese Tortour zwei Nächte in Folge zu verkraften…

Trophee MAP Kurs

Der 220 Meilen Rundkurs von Douarnenez aus.

Das Segeln war super, eine Flaute zur Halbzeit raubte ein paar Nerven und ließ einige distanzierte Konkurrenten wieder heransegeln. Leider konnte ich sie in der Folge nicht halten die trainierten Profis doch ein paar Zehntel Knoten schneller sind und sich nicht mehr viele taktische Überholmöglichkeiten boten auf den letzten 70 Meilen.

Mit dem 6.Platz bin ich aber mehr als zufrieden. Angeblich ist es das beste deutsche Ergebnis bei einer großen Miniregatta in der Serienbootklasse, was es aber noch zu beweisen gilt…

Mini 6.50

Unförmig aber schnell. Giancarlo Pedote siegt zum vierten Mal in Folge mit seinem Plattbug Mini “Prysmian”. © Gildas HEMON kerys.com

Weiter geht es am kommenden Sonntag mit dem Höhe- und Schlusspunkt meiner Minisaison in der Bretagne, dem Mini-Fastnetrennen zusammen mit meinem Vater. Kurz vor dem Start wird  sicher auch wieder ein Race-Tracker zu finden sein.

In der Prototyp Klasse kam es erneut zum Duell der beiden Plattbug Minis aus der Feder von David Raison. Der Franzose Davy Beaudart segelte mit seiner neuen “Cultisol” auf Augenhöhe mit dem Italiener Giancarlo Pedote (“Prysmian”), musste sich aber schließlich doch um eine halbe Stunde geschlagen geben. Der Rest der Konkurrenz mit den klassischen Designs ist zurzeit chancenlos.

Mini 6.50

Der zweite Plattbug “Cultisol” ist genauso schnell, wie sein Vorgänger, verlor dann aber doch eine halbe Stunde. © Gildas HEMON kerys.com

Eventseite Trophee MAP

Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

Ein Kommentar „Mini 6.50: Fiven Segler Bogacki mischt Offshore Einhand Szene auf beim Trophèe MAP“

  1. avatar Breizh sagt:

    Schön, dass nach Jörg Riechers erneut ein Deutscher in der Mini Szene aktiv ist. Wäre klasse, wenn es einem weiteren Deutschen gelingen würde in der Offshore Szene seinen Platz finden würde. Ich drücken die Daumen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *